Sandra Schindler
 
Reizthema Essen: Vom Olivenbaby zum Ketchupmonster

Ach, was war dieser Urlaub in Spanien entspannend! Nervig nur: die gefühlten 23.000 Gläschen im Gepäck, die fast den kompletten Kofferraum unseres Autos einnahmen. Und dann, eines Tages in einem Restaurant passierte es: Das Baby schnappte sich eine Olive.

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Sandra Schindler

Und noch eine. Und noch eine. Irgendwann sahen die Backen aus, als hätte das Kind einen dieser Noppenmassagebälle verschluckt. Aber Baby war happy.
Und zack, vorbei war die Gläschenzeit – Maxi aß fortan eigentlich alles, was fest war. Aber wehe, man kam wieder mal mit Brei, oh, die Empörung war unüberhörbar!
Kaum hatte das inzwischen ebenfalls anwesende Baby 2 den Greifreflex perfektioniert, stopfte es sich wie die Schwester alles in den Mund, was es in die Finger bekam. Das durfte es auch – von Anfang an, denn inzwischen hatte ich von baby-led weaning gehört.

Offenbar wirkte Babys Hang zum Vielfraß allerdings sehr abschreckend auf die größere Maxi. Fortan verweigerte sie fast alles.

Und heute? Essen kochen ist irgendwie sinnlos …
Heute ist Maxi ein Schulkind. Leider gibt es in der Schule nicht mehr wie im Kindergarten die liebevolle Köchin, die für alle bio und für meine Kinder sogar vegan kocht. Deshalb koche ich lieber selbst, und zwar zwischen 5 und 6 Uhr morgens (mit veganer Ernährung ist der konventionelle Caterer hoffnungslos überfordert).

Anfangs dachte ich mir noch: Machen wir es doch wie im Kindergarten: Vielfältiges Essen mitgeben – wenn sie Hunger hat, wird sie es schon essen – was im Kindergarten wundersamerweise nämlich immer funktioniert hat. Gruppenzwang lässt grüßen. Aber nix wars. Vermutlich koche ich einfach zu schlecht.

Ja, was esst ihr denn dann überhaupt noch?

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