Eine ganz normale Mama
 
Rezept: Superschnelle Brötchen

Ich liebe ja frischgebackene Brötchen. Wenn das ganze Haus nach ihnen duftet. Und sie so warm sind, dass die Butter und der Nutella auf ihnen zerfließen und eine leckere Einheit bilden. Hmmmmm. Aber Brötchen aus Hefeteig haben einen Nachteil: Der Teig muss gehen. Ganz ehrlich: Morgens habe ich keine Lust solange auf mein Frühstück zu warten. Umso mehr freute ich mich als ich dieses Rezept für schnelle Brötchen in einer schwedischen Zeitschrift entdeckte: Der Teig wird abends gemacht, geht über Nacht und die Brötchen sind morgens in 20 Minuten fertiggebacken.

Nathalie Klüver - Eine ganz normale Mama

Das ist genug Zeit, um gemütlich den Tisch zu decken, die Kinder umzuziehen, den Kaffee zu kochen und das Rührei zu rühren. Passt perfekt! Das Geheimnis ist die Hefemenge: Einfach sehr wenig nehmen. Dann geht der Teig schön langsam im Kühlschrank über Nacht. Hier also mein Rezept für supersaftige, superschnelle und supersuperleckere Brötchen. Achso. Und kinderleicht ist es auch noch!

Rezept für schnelle Dinkelbrötchen

Für 15 kleine Brötchen (etwa mamafaustgroß) nehme man:
7 gr frische Hefe (jep, richtig gelesen. 7 Gramm!)
1 TL Salz
1 TL Honig
250 gr Weizenmehl
400 gr Dinkelmehl
600 ml kaltes Wasser
(es funktioniert übrigens auch mit 650 gr Weizenmehl, wenn man kein Dinkelmehl im Haus hat. Sie sind genauso saftig und lecker, ich finde Dinkel aber ein bisschen intensiver im Geschmack)

Und so geht’s:

Am Abend: Hefe mit kaltem Wasser verrühren, Salz und Honig druntermischen. Am besten mit einem Holzlöffel Weizen- und Dinkelmehl unterheben und sorgfältig zu einem Teig einarbeiten. Der Hefeteig ist sehr weich und klebrig! Küchenfolie über die Schüssel, ab in den Kühlschrank. Über Nacht gehen lassen (mindestens 6 Stunden sollten es sein).

Am Morgen: Backofen auf 225 Grad Umluft vorheizen. Den immer noch recht klebrigen Teig mit zwei Löffeln zu Brötchen formen (es werden eher so große Kleckse, da der Teig wirklich sehr weich und klebrig ist, nicht wundern…) und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Wer die Brötchen so ein bisschen gold haben möchte, kann etwas verquirltes Eigelb draufpinseln (hab ich bei den Brötchen auf dem Foto auch gemacht). 20 Minuten backen. Die Brötchen sind fertig, wenn sie goldbraun sind. Kleiner Tipp: Wenn man mit der Fingerspitze unten am Boden klopft und ein hohles Geräusch ertönt, sind die Brötchen fertig.
Nach dem Backen die Brötchen 5 Minuten noch abkühlen lassen.

Und dann: Guten Appetit!!!

Backen mit Kindern bringt Spaß!

Die Brötchen gewinnen vielleicht keinen Schönheitspreis, sie sind eher flach und nicht kugelrund – aber sie sind dafür sehr saftig! Sie schmecken tatsächlich auch am nächsten Tag noch sehr lecker und sind immer noch supersaftig. Das ist für Brötchen nicht selbstverständlich! Allerdings werden sie selten bis zum nächsten Tag reichen :-) Den Kindern bringt das Backen übrigens auch riesigen Spaß. Sie finden es toll, abends vorm Schlafengehen die Teigzutaten abzuwiegen – und dann morgens gleich als erstes zum Kühlschrank zu rennen und nach dem Teig zu schauen.
Das Rezept habe ich aus einer schwedischen Essenszeitschrift, die ich mir mal im Urlaub kaufte. Wer noch mehr leckere Schwedensachen möchte: k. DAS schwedische Gebäck schlechthin. Für mich die absolute Sommer-Assoziation.

So und jetzt ran an den Backofen!

Eine ganz normale Mama