Du und dein Kind
 
Sollte ich meinem Kind mehr Grenzen setzen?

Noch als mein Sohn ein Säugling war, begann ich Literatur zu lesen, die vor allem auf die seelischen Bedürfnisse des Kindes schaute. Literatur, die nicht nur das leibliche Wohl des Kindes in den Fokus stellte, sondern auch seine emotionalen Bedürfnisse mit in den Fokus nahm.

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Vom ersten Moment an, war ich somit ausgestattet mit viel Wissen um die Bedürfnisse eines Kindes und um dessen gesundes Wachstum. Wieso schreien Babys? Weshalb können sie so schwer alleine einschlafen?

Warum ist einschlafstillen so besonders? Und warum sollte man keine Kinder bestrafen und warum sollte man sie andersherum aber auch nicht übermäßig loben? All die Informationen fühlten sich richtig und gut an. Ich spürte, dass ich keine Schwierigkeiten hatte all die Informationen aufzunehmen und anzunehmen. Doch aus dem Säugling ist mittlerweile ein Kleinkind geworden und manchmal stellt sich mir die Frage, ob ich das mit dem bedürfnisorientierten Umgang, manchmal etwas zu genau genommen habe… Sollte ich meinem Kind mehr Grenzen setzen?

Denn irgendwie wurden die Bedürfnisse meines Kindes lange Zeit in den Mittelpunkt und die der restlichen Familie etwas hinten angestellt. Zugegeben, mein eigenes Bedürfniss war eine ziemlich lange Zeit nur mein Kind. Ich wollte es 24/7 bei mir haben. Ich konnte mich an ihm nicht satt sehen. Jedes Lächeln schüttete einen riesigen Cocktail Oxytocin aus. Jede Stunde in der er nicht bei mir war schmerzte und so, waren wir eigentlich die ganze Zeit zusammen. Doch langsam (wirklich sehr sehr langsam) spürte ich, dass ich auch wieder andere Interessen hegte. Und das Abnabeln kam beidseitig, denn auch mein Kind hatte vermehrt Interesse an der Umwelt, an anderen Kindern und nicht mehr nur an Mama.

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