mum & still me
 
*Triggerwarnung* Diagnose Missed Abortion: Verlorene Hoffnung und neuer Mut

Triggerwarnung. Ich möchte euch bewusst öffentlich erzählen, was mir passiert ist. Ich hatte eine frühe Fehlgeburt, eine “missed abortion”, ein “Windei”.

mum & still me: *Triggerwarnung* Diagnose Missed Abortion: Verlorene Hoffnung und neuer Mut

Kurzatmigkeit, spannende Brüste, Appetit auf ALLES, besonders wenn Ketchup drauf ist… Als meine Tage ausbleiben warte ich noch ein bisschen und hole mir dann zwei Tests im Drogeriemarkt. Den ersten mache ich gleich Mittags, mit Herzklopfen. Negativ. Ich denke mir nicht viel dabei – mittags ist die Hormonkonzentration in der Regel anfangs noch viel zu gering, um im Test angezeigt zu werden. Es wird empfohlen mit dem Morgenurin zu testen. Also am nächsten Morgen ein neuer Anlauf… Auch diesmal negativ. Oder? Ganz leicht ist da ein zweiter Strich zu sehen. Aber nur so minimal, dass ich denke, es mir nur einzubilden. Ich weiß ja, wie es eigentlich auszusehen hat. Was solls, denke ich. Dann eben nicht. Wir haben keinen Druck, es macht nichts. Ein bisschen schade finde ich es zwar schon. Aber uns läuft ja nichts davon.

Meine Tage bleiben aber weiter aus. Entgegen dem Rat der Apothekerin (“Wenn der Test einmal negativ war, dann wird er es auch beim zweiten Mal sein. Ich empfehle Ihnen bei Ihrer Ärztin einen Bluttest zu machen.”) hole ich mir einen dritten Schwangerschaftstest. BÄM. Sowas von positiv! Eine Welle der Freude und des Glücks durchfährt mich.

Ich traue dem Braten nicht

Trotzdem: irgendwie traue ich dem Braten diesmal nicht recht. Das ist eigentlich noch zu milde ausgedrückt. Ich weiß nicht wieso, aber diesmal habe ich einfach Schiss. Bei der ersten Schwangerschaft habe ich mich tiefenentspannt in Erinnerung. Alles schien immer okay zu laufen. Große Sorgen habe ich mir nie gemacht. Also versuche ich es auch diesmal. Mein rationaler Kopf sagt mir: Entspann dich. Genieße! Freu dich!

Wenn ich über diese Schwangerschaft spreche, drücke ich mich dennoch sehr vorsichtig aus. Freundinnen gegenüber wundere ich mich, dass die Symptome diesmal so milde ausfallen. Kaum Übelkeit, die anfänglichen Gelüste sind kaum mehr da. Was man eben sonst so hat. Aber sie beruhigen mich. Jede Schwangerschaft ist anders.

Jede Schwangerschaft ist anders

Nach einigen Tagen ist es dann soweit und ich habe in der SSW 6 + 0 meinen Termin bei der Frauenärztin. Dort sehe ich immerhin eine Fruchthöhle. Zeitgemäß ausgebildet. Und laut Ärztin alles tippitoppi. Aber habe ich nicht bei der letzten Schwangerschaft in dieser Woche schon ein Pünktchen mit schlagendem Herzen gesehen? (Zuhause gucke ich in meinem Büchlein nach: ja, habe ich).

Trotzdem: die Ärztin beruhigt mich, sagt mir das, was meine Ratio mir ja auch ständig einzuhämmern versucht. In zwei Wochen solle ich nochmal vorbei kommen. Dann könne man auch schon mehr sehen.

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