Aus dem Kopf
 
Überfördert

„Was machst Du denn um Dein Kind zu fördern?“, fragte mich einmal eine andere Mutter. Wir saßen gemeinsam im Wartezimmer unseres Kinderarztes, hatten uns vor ein paar Minuten erst kennengelernt und bis gerade eben erschien sie mir auch recht sympathisch. „Ähm…“, erwiderte ich. „Im Moment noch nicht so richtig viel."

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Ich meine ich spiele halt mit ihm, singe ihm vor und sowas. Er ist ja auch erst ein paar Wochen alt.“ Das Gesicht meiner neuen Bekanntschaft morphte in einen Ausdruck, der irgendwo zwischen Entsetzen und Verwunderung lag. „Aber gerade die ersten Wochen sind doch ganz entscheidend für die Entwicklung!“, sagte sie, nachdem sie sich wieder gefangen hatte. „Ich geh mit Titus Montags zum Babyschwimmen, Dienstags zur Babymassage, und Donnerstags sind wir immer beim PEKIP-Kurs. Also ich merke, dass ihm das total gut tut. Gerade der Kontakt zu anderen Kindern. Der schläft danach immer total super!“ … Kein Wunder, dachte ich, bei dem Terminkalender ist das einzige, was sich bei Titus gerade entwickelt, höchstwahrscheinlich sein allererster Burnout :-).
Wieder zu Hause kam ich jedoch ins Grübeln. Was, wenn Titus‘ Mutter Recht hatte? „Förderte“ ich mein Kind wirklich genug?

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