Fips & ich
 
Vater-Mutter-Streit: 3 Gründe, warum "glückliche Eltern" streiten

Es gibt Studien darüber, wie sich das Glück eines Paares entwickelt: Grobgesagt fällt der Pegel in der Regel nach dem ersten Kind. Komisch, oder? Neun Monate freut man sich auf den kleinen Krümel, den man wohlmöglich jahrelang herbeigesehnt hat, und dann soll das Glück nach der Geburt doch nicht vollkommen sein?!

Der kleine Brandenburger, Streit, Mama, Papa
iStock, kieferpix

Was ist das denn für ein Blödsinn, denkt man sich als unbedarfte Schwangere. Unsere Beziehung ist topfitromantischrosarotmitsternchen, UNS passiert das garantiert nicht!
Tja, Pustekuchen. Liebe werdenden Eltern, stellt euch darauf ein: Eure topfitromantischen Tage sind gezählt. Nicht nur, weil eure intimen Momente nun jederzeit durch ein weinendes Baby unterbrochen werden können. Sondern weil sich dieser legendäre „Alles wird anders“-Alltag einstellt und ihr euch manchmal gegenseitig ganz schön ankotzen werdet.

IMMER WIEDER DIESELBE LEIER

Es gibt auch eine gute Nachricht: Es geht (fast) allen Eltern so. Denn eigentlich kommt niemand um die Top3 der Neufamilien-Knackpunkte herum:

  • Arbeitsaufteilung
  • Erziehung
  • Missverständnisse

Was ist da los im Elternkopf? Genügt es nicht, gemeinsam ein tolles Kind großzuziehen? Die Antwort: Keine Ahnung. Aber was steckt eigentlich dahinter? Und kann man diese Streitpunkte nicht irgendwie vermeiden? Denn austragen lassen sich diese fiesen, schwelenden Zankereien nicht besonders gut, wenn man ein schlafendes/schreiendes Baby im Haus hat.
Also, um was geht’s überhaupt?

1. ARBEITSAUFTEILUNG: WER HAT DEN HÄRTEREN JOB?
„Geh du erst mal wieder arbeiten!“ – „Bleib du doch mal den ganzen Tag mit Baby daheim!“
„Kannst du noch Wäsche machen/das Klo putzen/kochen?“ – „Häh? Du bist doch den ganzen Tag zuhause!“
„Ich habe heute schon vier Windeln gewechselt, du nur eine!“ – „Die war aber mit Kacki!“
To be continued. Wer gewinnt das Rennen um den härteren Tag? Papa, der zusätzlich zum normalen Leben mit Job und Hobbies auch noch ein Kind bekommen hat – oder Mama, die ihr komplettes altes Leben gegen ein Baby eingetauscht sieht? Diese Frage lässt sich auch mit harten Bandagen nicht beantworten. Also versucht es gar nicht erst. Nehmt euch lieber in den Arm und fragt, wie ihr helfen könnt.

2. ERZIEHUNG: DU MACHST DAS FALSCH!
„Lass mich mal!“ Es gibt nichts Schlimmeres als eine(n) Partner(in), der/die alles besser weiß. Oder dem alles egal ist. Oder einer, der ständig mit guten Ratschlägen, aber nie mit Taten aufwartet. Puh. All das ist schlimmer als alle Last allein auf den Schultern zu tragen.
Doch je älter das Kind wird, desto mehr Tretminen pflastern den Weg. Zum Beispiel:

  • Wann ist Zeit für das eigene Bettchen bzw. das eigene Zimmer?
  • Wann wird getrotzt und wann muss man trösten?
  • Wieviel muss das Kind essen?

Wann-was-wie… es gibt endlos viel zu besprechen, zu definieren und auszudiskutieren. Und auch auszuflippen, ganz bestimmt. Denn so einig man sich vorher in Sachen „Grundpfeiler der Kindererziehung“ war, umso mehr Differenzen tun sich im Einzelnen auf. Und wer darf überhaupt Veto einlegen? Papa als Oberhaupt der Familie, oder Mama als tagtägliche Exekutive? Aaaargh, das allein birgt Sprengstoff für etliche explosive Auseinandersetzungen.

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