Sandra
 
Waldorfschule Teil 1: Warum ich begann, an der Regelschule zu zweifeln

Okay, ich gebe es ja zu. Eigentlich hatte ich schon immer meine Zweifel an der Regelschule, schließlich habe ich auch eine besucht. Das Paradoxe: Ich bin trotzdem gerne zur Schule gegangen, weil ich wusste, dass auf diesem Weg meine Neugier befriedigt würde.

Blog Sandra Schindler Waldorfschule
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Mir Neues zu erschließen, das hat mich schon immer fasziniert. Dennoch gab es so manche Dinge, die ich extrem ätzend fand. Und es gibt sie immer noch:

10 Gründe gegen die Regelschule

1. Mobbing
Ich war in einer besonderen Klasse, nämlich der mit den Schülern, die den musischen Teil unseres Gymnasiums besuchten. Das waren wenige Menschen mit teils außergewöhnlichen Begabungen, aber auch liebenswerten Spleens. So sehe ich es heute. Die damaligen Mitschüler aber sahen das anders. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen: „Oh, da sind ja wieder die aus der Spasti-Klasse“, schrie ein Junge aus der Parallelklasse uns Tischtennisspielenden entgegen.

Muss ich erwähnen, wie schwer es ist, in einem solchen Umfeld ein gesundes Selbstwertgefühl zu bewahren?
Vor allem beschränkt sich das Ganze nicht auf psychische Gewalt, sondern auch auf physischer Ebene ist es beängstigend, was allein unter Schülern ablaufen kann. Schon in der ersten Klasse der Grundschule.

Was wird getan, um dem entgegenzuwirken? Mal wird bewusst weggeschaut, mal wird eingegriffen, mal werden die Eltern verständigt. Aber das Resultat bleibt das Gleiche: Da rebellieren Kinder gegen das Schulsystem, indem sie die Mitschüler drangsalieren, weil sie nicht wissen wohin mit ihren Aggressionen.

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