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Warum ist Strahlung aus dem Babyfon schädlich?

Anfangs dachte ich, wir würden gar kein Babyfon brauchen. Als wir dann eines hatten, haben wir es phasenweise doch jeden Abend genutzt. Bis ich durch Zufall darüber gelesen habe, warum ein Babyfon strahlungsarm sein sollte. Seitdem steht es meist, der Stecker gezogen, in der Ecke.

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iStock, yalcinsonat1

Denn anscheinden sind Kinder besonders anfällig für die Auswirkungen von Strahlung auf den Körper und viele Babyfone sind sog. Dauersender mit hochfrequenter Mikrowellenstrahlung. Diese können potentiell einem Kind schaden. Mit dem richtigen Babyfon und einigen weiteren Tricks lässt sich die Strahlung aber erheblich reduzieren.

Strahlung beeinflusst unseren Körper, auch elektromagnetische Strahlung. Allerdings geht man meist davon aus, dass sehr schwache elektromagnetische Felder dem Körper nicht schaden. Es gibt daher Grenzwerte, die im Bundes-Emmissionsschutzgesetz festgelegt wurden. Allerdings ist bisher nicht empirisch belegt, wie sich der dauerhafte "Elektrosmog", dem wir und unsere Kinder ausgesetzt sind, auf den Körper auswirkt. Denn die Energie, die durch elektrische Strahlung übertragen wird, wird auch vom menschlichen Organismus wahr- und aufgenommen.
Babys und Kleinkinder befinden sich noch in der Entwicklung und ihr Körper ist viel kleiner als der eines Erwachsenen. Man kann daher vermuten, dass Kinder empfindlicher gegenüber elektrischen Feldern sind. Mit Kindern sollte man hochfrequente wie auch niederfrequente elektrische Strahlung deshalb möglichst meiden.
Viele Babyfone arbeiten mit der DECT Technik, die auch in Mobiltelefonen verwendet wird. Dabei werden andauernd gepulste hochfrequente Mikrowellen ausgesendet. Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO hat solche Felder als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Sie können angeblich auch Hirnströme verändern.
Allerdings muss auch gesagt werden, dass laut Stiftung Warentest (2015) alle Geräte „unter den Grenzwerten“ bleiben und man so laut Gesetz nicht von einer Gesundheitsgefahr sprechen kann. Insgesamt kann aber niemand mit Sicherheit sagen, ob das zutrifft oder nicht, weshalb häufig zur Vorsicht geraten wird.
Was kann ich tun, um die Strahlung zu reduzieren?
Unabhängig vom Babyfon verringert sich die Strahlung, wenn man folgende Kleinigkeiten beachtet:

  • Wenn nicht benötigt, sollte das Babyfon ganz aus bleiben.
  • Wenn möglich, Gerät mit Batterien oder Akkus betreiben, da auch das Netzteil elektomagnetische Strahlung aussendet.
  • Wenn das Babyfon aus ist, den Stecker ziehen. So strahlt das Netzteil nicht weiter.
  • Sender nicht in unmittelbarer Nähe des Kopfes aufstellen (ca. 1 Meter entfernt, aber nicht zu weit wegen Geräuscherkennungsleistung).
  • Keine Babyfon-App nutzen, hier ist die Strahlung entsprechend des verwendeten Mobiltelefones.

Ist mein Babyfon strahlungsarm?
Auch beim Kauf des Babyfons kann man vieles richtig machen. Grundsätzlich gibt es auch Geräte ohne DECT Strahlung, welche immer von Vorteil sind. Immer mehr Babyfone haben eine geräuschaktivierte Einschaltautomatik. Das heißt, das Sendergerät sendet nur, wenn Geräusche wahrgenommen werden. Natürlich kann es damit passieren, dass man den allerersten Ton des Baby-Weinens verpasst. Aber schon wenige Millisekunden danach springt die Automatik ein.
Viele Geräte haben außerdem eine sog. Reichweitenkontrolle. Sie soll verhindern, dass man sich mit dem Empfängergerät aus der Sendereichweite entfernt. Allerdings sendet sie dazu in sehr kurzen Abständen ein Signal. Das bedeutet also Dauerbelastung für das "bestrahlte" Baby. Wer im gewohnten Umfeld ist und sich selbst bzw. das Babyfon nicht bewegt, benötigt diese Funktion ohnehin nicht.

Viel besser sind darum Babyfone ohne bzw. mit abschaltbarer Reichweitenkontrolle. Auch Babyfone mit ECO-Modus beachten diesen Faktor.
Die Stiftung Öko-Test hat 2014 (10/2014) insgesamt 17 Babyfone, auch im Bezug auf ihre Strahlungswerte, getestet.
 

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