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Inselmudda Was sich neckt ist toxisch

Inselmudda: Was sich neckt ist toxisch
Es ist eine der zentralen Lebensregeln, die ich meinem Kind von Anfang an vermittle, dass es um toxische Menschen und Beziehungen einen möglichst großen Bogen schlagen soll.

Das mögen viele für eine Selbstverständlichkeit halten, aber so banal ist es nicht. Daran hat mich Graffiti auf einem Plakat erinnert, an dem ich letztens mit meiner Tochter vorbeigegangen bin. Auf dem Werbeplakat einer Supermarktkette für Treuepunkte und Disney-Prämien hatte jemand die Worte "Disney zeigt nur toxische Beziehungen" gesprüht. "Wahre Worte", ging es mir durch den Kopf. Und während ich das Plakat fotografiere, fragt mich meine Tochter: “Mama, was ist toxisch? Und wieso Disney?”

Einvernehmlichkeit? Nicht für Dornröschen

Tja, und dann muss ich mir überlegen, wie ich “toxisch” kindgerecht erkläre. Bislang hat mein Kind wenig Interesse an Disney-Filmen gezeigt. Märchen haben wir auch kaum gelesen. Ich kann also schlecht als Beispiel Dornröschen bringen, die ohne ihre Zustimmung geküsst wird. Oder Belle, die akzeptiert, dass sie gefangen gehalten wird und sich sogar noch in ihren Geiselnehmer verliebt.

Beziehungen wie Gift

Also fange ich direkt beim Begriff an: “Toxisch heißt giftig.”- “Giftige Beziehungen?" - "Ja, Beziehungen, die einem nicht gut tun. Die einen krank machen. So wie Gift. Wenn man verliebt ist, aber auch bei Freundschaften.” Das Kind hört schweigend zu. Es kommen keine weiteren Fragen. Zu viel erklärt? Zu wenig? Zu abstrakt?

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