Eine ganz normale Mama
 
Weniger aufs Handy starren vor den Kindern

Ich habe mir Urlaubsfotos angeschaut. Und neben den schönen skandinavischen Landschaften ist mir eins aufgefallen: Ich habe viel zu oft mein Telefon in der Hand. dabei dachte ich, ich hätte meinen Handykonsum im Urlaub reduziert.

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Nathalie Klüver

In meiner Erinnerung hatte ich es hauptsächlich zum Fotografieren in der Hand. Hm. Auf den Fotos sieht es nicht so aus, als würde ich fotografieren. Die eigene Erinnerung ist manchmal trügerisch. Wurde ich auf den Foto nur in einem ungünstigen Moment erwischt? Mag sein. Aber ob ungünstig hin oder her: Ich möchte weniger auf mein Handy starren. Vor allem in Gegenwart der Kinder.
Denn auch wenn ich mit diesem Internetding mein Geld verdiene und tatsächlich oft beruflich aufs Handy starre, Mails beantworte oder schnell etwas an Texten ergänze oder Ideen für Texte notiere – wenn ich mir gegenüber ehrlich bin, ist das Handy auch viel zu oft ein eher sinnfreier Zeitvertreib.

Ich like bei Instagram fremde süße Babyfotos, während das süßeste Baby der Welt neben mir strampelt?! Hallo?! Geht’s noch?!

Das möchte ich nicht mehr. Ich achte schon länger auf meinen Handykonsum: Videos bei Facebook schaue ich nie an. Egal ob lustig oder traurig oder sonst irgendwas, habe ich nie getan, mir gibt es einfach nichts. Nachrichtenseiten lese ich nur morgens (die Tageszeitung auf Papier, so richtig analog und altmodisch) und manchmal auch noch mal gebündelt abends. Apps habe ich eigentlich keine auf dem Handy. Handyspiele habe ich noch nie gespielt. Und statt in Social Media Gruppen zu diskutieren, diskutiere ich lieber mit echten Menschen (naja meistens). Meistens sind diese echten Menschen meine Kinder, Ihr wisst, was ich meine. Bei uns zuhause gibt es die Regel, am Essenstisch das Handy nicht zu benutzen. Wenn meine Kinder mir etwas erzählen, dann schaue ich sie an und nicht das Smartphone. Und wenn wir gemeinsam in der Eisdiele sitzen, bleibt das Telefon in der Handtasche.

Wieso mangelt es an Selbstdisziplin im  Umgang mit dem Handy?
Aber trotz aller Vorsätze und aller Selbstdisziplin. Das Handy ist noch zu oft in meiner Hand. Viel zu oft ertappe ich mich dabei, dass ich es zücke und sinnlos drauf starre. In der Schlange an der Supermarktkasse. Im Fahrstuhl. Wenn ich glaube, dass meine Kinder gerade abgelenkt sind. Leider auch, wenn meine Kinder es mitbekommen. 

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