Wenn die Geburt zum Höllentrip wird

„Und als sie dann in meinem Arm lag, da war alles vergessen“. Wie oft lese ich den Satz in intimen Geburtsberichten anderer Mütter und ich bin neidisch. Wirklich eifersüchtig. Denn bei mir ist das nicht so. In erinnere mich an jede Minute mit Grauen. An den Schmerz, die Verzweiflung, die Tränen. Alles.

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Und diese Erinnerungen bestärken mich auch ganz klar in meiner Einstellung kein weiteres Kind mehr zu bekommen. Zu groß ist die Angst jemals wieder diese Schmerzen erfahren zu müssen. Ich habe wirkliche Panik davor. Seit der Geburt hat mich eine unendliche Müdigkeit eingefangen. Eine Müdigkeit die mir auch zweieinhalb Jahre später nicht aus den Gliedern gewichen ist und mir das Leben manchmal wirklich sehr schwer macht. Ich könnte gar kein Kind mehr bekommen, selbst, wenn ich wollte. Mein Körper ist schon jetzt auf Standby… Und dann lese ich wieder über die Glücksmomente anderer Mütter und frage mich:

Bin ich eine schlechte Mutter? Bin ich eine Mimose? Muss ich nicht pures Glück empfinden, statt unendlicher Müdigkeit, wenn ich mein Kind das erste Mal im Arm halte? Was läuft falsch mit mir?

Die Vorwürfe sind zermürbend. Ich hoffe auf diesem Wege andere Mütter zu finden, die ähnlich empfinden oder empfunden haben. Die andere Seite der Medaille. Ich kann doch nicht die einzige Mutter sein, die das so empfunden hat, oder doch?

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