Fips & ich
 
Wie die letzte Rabenmutter

Ich bin ein friedliebender Mensch. In meinem Alltag wünsche ich mir nichts mehr als Ruhe, Harmonie und Zufriedenheit. Was sich manchmal schon nicht erreichen lässt, wenn man sein Leben mit einem Partner teilt. Und was höchstens punktuell möglich ist, wenn man seinen Alltag mit einem wetterwendischen kleinen Springteufel a.k.a. einem Dreijährigen in der Selbstfindungsphase verbringt.

Blog Fips & ich, Rabenmutter
iStock, fizkes

Im Moment macht mich das Mamadasein unglaublich müde. Ich will nicht um alles kämpfen. Ich will nicht schimpfen und schnauzen. Ich will nicht erschöpft eine „Sendung mit dem Elefanten“ nach der anderen erlauben, weil ich einfach zu k.o. für Alternativen bin. Denn eigentlich hatte ich mir das mit der Erziehung und der Kinderbetreuung alles anders vorgestellt.

Eine ganz liebevolle, geduldige und verständnisvolle Mama wollte ich sein, die emotionale Ausbrüche gut begleitet, Geborgenheit bietet und die persönliche Entwicklung mit nicht spektakulären, aber doch gemeinsamen Aktivitäten fördert.

Stattdessen hänge ich seit Wochen einfach durch. Es gibt die Zeiten, in denen es gut klappt mit der liebevollen Begleitung, der Förderung und der Geborgenheit. Und dann gibt es die Augenblicke, in denen Fips mir handgreiflich den Mund zuhalten will, damit ich bloß nicht mit anderen Menschen spreche, in denen die kleinsten Alltagsverrichtungen zur Kraftprobe für mich werden und in denen ich dem endlos nörgelnden, allen Versuchen zum Trotz restlos unzufriedenen kleinen Satansbraten einfach ratlos gegenüberstehe. Ich weiß manchmal buchstäblich nicht mehr weiter.

RATLOS. ICH BIN EINFACH RATLOS.

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