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Hallo liebe Wolke Wie man das Selbstbewusstsein eines Kindes garantiert ruiniert

Blog Hallo liebe Wolke Selbstbewusstsein
© halloliebewolke.de
Hallo liebe Wolke, gestern früh waren die Wolken so toll rosa, richtig? Mein kleines Leben weckte mich extra so gegen 4.45 Uhr, damit mir der Anblick auch ja nicht entging.

„Mama, wach auf! Die Wolken sind ganz rosa. Die Engelchen backen! Ist heute Weihnachten? Mama?“
Meine Tochter ist wirklich oft Zucker. Meine Tochter könnte ich manchmal aber auch, für einen Moment, dahin wünschen wo der Pfeffer wächst. Der Unterschied bei Zucker und Pfeffer ist allerdings, dass ich das eine laut ausspreche und das andere nicht. Andere Menschen sehen das wohl anders, machen das anders, und überfahren dabei das kleine Pflänzchen, das sich Selbstbewusstsein nennt, und das bei einem Kind doch gerade erst zu wachsen beginnt.

Ich hab dich lieb!
Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich meinem kleinen Leben in den letzten Jahren „ich hab dich lieb!“ gesagt habe – und es genau so meine. Das geht ganz von selbst, darüber muss ich nicht nachdenken und ich muss es mir auch nicht vornehmen. Da steht dieses kleine Mädchen mit großen Augen vor meinem Bett, und auch wenn ich morgens um Viertel vor Fünf noch gern ein kleines Weilchen schlafen wollen würde, durchflutet mich diese enorme Art von Liebe, die wohl die schönste ist, die ich kenne. Dann bin ich ganz gerührt von der kleinen Kinderseele, die an die backenden Engelchen glaubt, und wünschte uns beide an einen einsamen Ort wo wir diese Momente konservieren könnten. Aber vielleicht ist dieser Ort ja in unseren Herzen.
Und ich wünschte mir noch etwas, nämlich dass die Menschheit sich ein bisschen kindliche Naivität bewahren könnte. Vielleicht gäbe es dann ein paar weniger Spinner.

Ich bin genervt!
Es gibt aber auch diese Momente, die mögen ganz schnell vorbeigehen, weil ich genervt bin von den Trotzanfällen (die glücklicherweise weniger und kürzer werden), von dem wenigen Raum, der mir nur noch so wenig Platz für mich lässt, von dem Chaos, das meine Tochter in der gesamten Wohnung veranstaltet, usw. – manchmal bin ich wirklich genervt.
So wie ich ihr schon mindestens 3.987.109 Mal gesagt habe, dass ich sie liebe, oder ich mich mit ihr freue, dass sie so viele Dinge in ihrem kleinen Leben gelernt hat und gut macht – so sage ich auch, dass ich andere Dinge nicht gut finde, die sie macht.
Wie soll ein Kind denn sonst lernen?
Ich bin der Meinung, dass man eine Leitplanke im Leben braucht, an der man anstoßen kann, um die Richtung wiederzufinden, und um weiterzugehen. Aber: Ich käme nie auf den Trichter, meiner Tochter zu sagen, dass sie nervt.

Ich kann es nicht mehr hören!
Der gestrige Tag war die reinste Freakshow.
Die Erzieherin der Seesterngruppe, vor der sogar ich ein bisschen Angst habe, die sieht das mit den persönlichen Angriffen ein wenig anders.

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