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Wo drückt der Schuh – Kinderschuhe kaufen

Winterschuhe, Übergangsschuhe, Gummistiefel, Sommerschuhe und Sandalen. So etwa sieht die Schuhsammlung meiner Kinder aus. Manche Exemplare, wie die Sportschuhe im Sommer, gibt es mehrfach. Das regelmäßige Schuhe kaufen im Frühjahr und im Hebst ist allerdings schwieriger und Folgenschwerer, als man annimmt.

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Hauptsache bunt
Sind die Kinder noch klein, ist zwar nicht Alles, aber zumindest das Schuhe kaufen viel leichter, als später. Genügsam sind die Kleinsten mit jedem beliebigen Schuh zufrieden.  Je älter die kleinen Diven werden, desto höher werden auch die Ansprüche. Blinken und glitzern sollen die Schuhe und natürlich cool aussehen. Dass Mama und Papa dann auch noch Ansprüche haben und nicht unbedingt zum Plastikschuh um 10 Euro greifen wollen, macht das Auswahlverfahren auch nicht leichter.

Auf die Größe kommt es an
Studien zufolge gibt es kaum einen Schuh, der so groß ist, wie er sein sollte. Nahezu alle Kinderschuhe sind teilweise deutlich kleiner, als die Größenangabe vermuten lässt. Das europäische Schuhgrößensystem misst die Größen in 2/3 cm. Also Schuhgröße 33 sollte eigentlich einem 22cm langen Fuß passen. Da die Schuhe aber eben fast durchgängig zu klein sind, kann man sich darauf nicht verlassen.

Drück mich
Jeder, der Schuhe für seine Kinder kauft, kommt irgendwann an den Punkt, an dem mit einem kräftigen Daumendruck getestet wird, wieviel Platz die Zehen im Schuh haben. Dummerweise ziehen Kinder ihre Zehen aber gerne an. Besonders dann, wenn man mit dem Daumen auf die Zehen drückt werden sie eingerollt. Wie bestimmt man dann aber die richtige Größe?

Kartonschablone
Eine immer wieder empfohlene Methode ist die Herstellung einer Kartonschablone. Man stellt sein Kind auf einen Karton und zeichnet den Fuß nach. Übrigens sollte man beide Füße messen, weil es nicht ausgeschlossen ist, dass sie sich in der Größe unterscheiden. Hat man den Fuß auf den Karton übertragen, dann wird von der Ferse bis zur längsten Zehe gemessen. Zum Messergebnis addiert man dann noch mindestens 12 mm.

Rollraum
Der Fuß arbeitet beim Gehen und bewegt sich ein wenig im Schuh hin und her. Damit die Zehen nicht bei jedem Abrollen vorne an den Schuh stoßen und bei jedem Schritt gestaucht werden, muss der Schuh etwas länger sein, als der Fuß. Empfohlen sind hier mindestens 12mm. Maximal sollte der Schuh 17mm länger sein, als der Fuß. Damit hat man einen Spielraum von 5mm. Sind nur noch 12, oder weniger Millimeter Spielraum verfügbar, braucht das Kind einen neuen Schuh.

Wachstum
Kinderfüße wachsen und wachsen. Bis etwa 3 Jahre wachsen die Füße noch 1,5mm im Monat, danach, zwischen 3 und 6, noch 1mm pro Monat und danach etwas weniger. Hat man mit 17mm Puffer also 5mm Spielraum, dann kommt ein Kind unter drei Jahren damit etwa 13 Wochen aus. Danach braucht es neue Schuhe!

Gebrauchte Schuhe?
Meist wird von der Verwendung gebrauchter Schuhe abgeraten. Der Grund ist, dass sich die Schuhe an die jeweilige Fußform anpassen und eigentlich nur dem ersten Träger passen. Trägt man gebrauchte Schuhe, dann kann das zu einigen Problemen führen. Die Füße der Kinder sind ausgesprochen flexibel und passen sich schnell an den falschen Schuh an. Will man auf Nummer sicher gehen, dann sollte man einen neuen Schuh tragen.

Große Verantwortung
Kinder spüren es nicht, wenn der Schuh zu klein ist. Bei Studien hat man jede Menge Kinder mit zu kleinen Schuhen gefunden. Der Spitzenreiter trug einen Schuh, der 5 Nummern zu klein war. In Tests, in denen man Kindern einen passenden und einen zu kleinen Schuh angezogen hat, haben die Kinder angegeben, dass beide Schuhe passen. Der kindliche Fuß ist weich und formbar und die Nerven im Fuß sind nicht fertig ausgebildet. Die Verantwortung für passende Schuhe tragen also die Eltern.

Folgeschäden
Zu kleine Schuhe dürfen nicht unterschätzt werden. Zehenfehlstellungen und Senk- und Spreizfuß können daraus resultieren. Sind die Schuhe zu groß können die Kinder nicht ordentlich gehen und lernen sich eine falsche Technik ein. Es ist also wichtig, die Kinder immer mit passenden Schuhen auszustatten. Ist es möglich sollte man seine Kinder auch barfuß laufen lassen, so oft es geht. Ein Kinderfuß braucht keine Schuhe und das barfuß Laufen ist die ideale Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung!

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