Ahoikinder
 
Wochenbett 3.0

Mein Wochenbett mit drittem Baby ist entspannt. Zumindest was das Baby betrifft. Das war bei unserem ersten Sohn noch ganz anders. Aber lest selbst …

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iStock, evgenyatamanenko

Denke ich an das Wochenbett mit dem Hamburger Jung (heute 6), denke ich an Rückenschmerzen. Ständige Rückenschmerzen von dieser furchtbaren und ständigen Anspannung. Von diesen Schreien. Vom Stillen. Vom Tragen. Von all der neuen Last, auf den unvorbereiteten Schultern. Schließlich kann kein Buch, kein Bericht von Freundinnen, kein Geburtsvorbereitungskurs darauf vorbereiten, was es wirklich heißt, Eltern zu werden. Ich weiß noch, wie schön es war, zu duschen. Zehn Minuten nicht verantwortlich sein, zehn Minuten Pause. Zehn Minuten, dieses wunderbare warme Wasser auf den verspannten Schultern.

Entspannte Eltern = Entspannte Babys? Mitnichten!
„Ihr seid so entspannt, ihr bekommt bestimmt ein entspanntes Baby“, sagten uns damals Freunde. Ja, Pustekuchen! Wir waren sofort unsterblich verliebt in unseren Hamburger Jung. Aber entspannt waren die ersten Wochen mit ihm sicherlich nicht.
Zunächst mal diese Stillprobleme. Unser Erstgeborener konnte am Anfang nur mit Stillhütchen trinken. Wenn überhaupt. Und wenn er die Brust nicht sofort zu fassen bekam, schrie er sich in Rage – einmal sogar bis ins Fieber. Und ich? Ich wurde nervös, kam ins Schwitzen, vielleicht auch weil es draußen 30 Grad und mehr waren in diesem heißen Juli 2010. Und dann dieses Stillkissen! Ich fand es so warm. So umständlich. Wenn unser Erstgeborener trank, brauchte er 30 Minuten pro Seite. „Mal eben noch stillen“, hörte sich für mich damals wie ein schlechter Witz an.

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