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sonjaschreibt.com Zweimal Teilzeit bitte – Warum ich meinen Mann sehr gut mit den Kindern allein lassen kann

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© Liderina / iStock
“Oh du Arme, du musst ja schon so lange arbeiten! Ach das tut mir so leid für dich!” Ehe ich begriff wie mir geschah, war die Mutti schon weiter gezogen. Mit im Gepäck ihre selbstgebackenen Dinkelkekse und ihre vollzeitbemutterten Kinder, die sie nun vom Kinderturnen abholte und morgen zum Musikunterricht und übermorgen zum Schwimmen fahren wollte.

Und ich stand etwas ratlos da. Verdiente ich ihr Mitleid? Eigentlich nicht. Zumindest nicht in diesem Bereich. Denn Achtung Sensation: Ich arbeite ja gerne und hab mich selbst dazu entschlossen. Huch! Schockschwerenot! Um mal einen Helden aus meiner Kindheit zu zitieren.

Von falschem Mitleid und übergriffigen Kommentaren
Aber blöd fühlte ich mich trotzdem. Nicht weil meine armen Kinder mir so leid taten, dass sie ihre Vormittage in ihrem geliebten Kindergarten verbringen mussten. Sondern weil ich mich in so eine Ecke gedrängt fühlte. Und weil ich das Gefühl hatte, mich verteidigen zu müssen. Für meinen Lebensentwurf.

Und das ist etwas, was ich eigentlich total ablehne. Denn bevor jetzt die erste Vollzeitmama anfängt, mir wiederum hier Vorwürfe zu machen: Ich finde es total in Ordnung, dass sich jede von uns für ihren eigenen Weg entscheiden kann. Und auch wenn ich meine Gründe habe, so zu leben, wie ich lebe; so gebe ich mir doch größte Mühe, niemandem vorzuwerfen, sich anders entschieden zu haben.

Aber ach wohin mit all den guten Vorsätzen, wenn man doch selber immer wieder in Schubladen geworfen wird? Können wir Frauen das vielleicht mal lassen? Das fände ich toll.

Von #idiotdads und #maternalgatekeeping

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