LÄCHELN UND WINKEN
 
Zwischen Schönheits-Idealen und dem Stolz auf die Leistungen des Körpers: 86 super ehrliche Interviews mit Müttern

Natürlich ist es fantastisch, wenn sich Mütter in ihrem Nach-Schwangerschafts-Körper pudelwohl fühlen, aber nicht jede Frau kann das ... aus verschiedenen Gründen. Schämen sollte man sich dafür aber nicht müssen, findet Anke von LÄCHELN UND WINKEN, und führte dazu mal „ein paar“ Interviews.

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Lächeln und winken

Nicht schön, aber Fakt: Überall auf der Welt gibt es Schönheits-Ideale, die uns Frauen vorschreiben, in welchem „Zustand“ wir uns gut fühlen dürfen. In einigen Ländern beziehen sie sich auf die Kleidung, in anderen auf bestimmte Accessoires, in den meisten jedoch auf die Figur. Gerade letzteres kann ziemlich stressig werden, sofern Frau sich dazu entscheidet, das Spiel mitzuspielen, denn schließlich haben nicht alle die perfekt passende Basis aus dem Gen-Pool gezogen, um – zum Beispiel unserem aktuellen Körper-Schönheits-Ideal entsprechend – auszusehen wie eine Heidi Klum. Sich bewusst GEGEN die Teilnahme an diesem Spiel zu entscheiden, ist natürlich eine aus vielerlei Gründen empfehlenswerte Option, allerdings ist das manchmal gar nicht so einfach umzusetzen, wie es wünschenswert wäre. Denn schließlich wachsen wir mit diesen Schönheits-Idealen auf, verinnerlichen sie oftmals über Jahrzehnte, werden überall damit konfrontiert und können sie daher – selbst wenn wir es wirklich wollen – nur schwer EINFACH abschütteln. Klar, es sollte definitiv das Ziel sein, sich davon loszumachen und vor allem unseren Kindern wichtigere Werte zu vermitteln, aber für uns, die wir seit frühster Jugend versuchen, zumindest im Ansatz auszusehen wie ein retuschiertes Foto-Model (wir wissen es ja eigentlich ;) ), ist es dennoch eine Mammut-Aufgabe.

Eigentlich voll gut und doch …
Durchaus positiv zu bewerten ist es da, dass für Mütter neuerdings andere „Vorgaben“ zählen. Immer mehr Fotostrecken, Aktionen, Artikel und Bücher werden publiziert, die ein neues, ein selbstbewussteres Frauen- bzw. Mütter-Bild (vor)zeichnen und das gängige Schönheits-Ideal kippen wollen. Plötzlich ist es nicht mehr das Ziel, ein optisches Klischee zu erfüllen, also rank, schlank und knackig zu sein. Jetzt zählt stattdessen, dass wir uns so annehmen, wie wir sind … nach Schwangerschaften und Geburten. Wir sollen stolz sein auf das, was unser Körper geleistet hat und die Spuren, die davon zurückgeblieben sind, als Erinnerung akzeptieren … ja, vielleicht sogar lieben. Ich finde diesen Gedanken, diese Idee, ganz wunderbar. Denn natürlich ist es absolut richtig: Unser Körper leistet wahrlich Großartiges, während ein Kind in uns heranwächst und es ist nur natürlich, dass wir danach (meist) nicht mehr ganz in unsere alte Form zurückfinden. Davon abgesehen: Auch ohne Geburten müssen wir uns irgendwann von straffen Möpsen und festen Hintern verabschieden. AUßER wir sind sehr sportlich (ich leider nicht) oder haben genug Kleingeld in der Portokasse, um zwischendurch mal einen kleinen Kurzurlaub auf dem OP-Tisch eines Schönheitschirurgen einzulegen (ich leider nicht ;) ). Grundsätzlich macht es also Sinn, diesen doch eigentlich völlig verrückten Fokus von unserem Körper wegzuschieben und ihn stattdessen auf unsere inneren Werte zu richten. DA gehört er nämlich hin … und DAS wissen wir alle schon ewig. Trotzdem … ist es schwer, VERDAMMTE HACKE NOCHMAL! :D

Wenn man will, aber einfach nicht kann.

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