Familienurlaub
 
Haustausch - wäre das etwas für Sie?

Familienurlaub per Haustausch - funktioniert das wirklich? Offensichtlich, denn immer mehr Tauschbörsen bieten genau das an: Machst du Urlaub in meinem Haus, erhole ich mich in deinem. Wäre das auch etwas für Sie? Machen Sie mit bei unserer Umfrage!

Wie funktioniert ein Haustausch?

Familienurlaub: Haustausch - wäre das etwas für Sie?

Im Internet und per Katalog bieten verschiedene international vernetzte Tauschbörsen ihre Dienste an, die zum Teil seit Jahrzehnten im Geschäft sind. Marktführer ist Homelink (www.homelink.de), fündig wird man auch bei www.haustauschferien.com und www.haustausch.de. Nach der Anmeldung stellt man sein eigenes Angebot mit Beschreibung und Fotos ins Internet und hat im Gegenzug Zugriff auf Tauschangebote aus aller Welt, die man mit verschiedenen Suchmasken eingrenzen kann (Zielgebiete, Familiengröße, hundefreundliche Haushalte etc.). Kontakt kommt per E-Mail oder Telefon zustande, internationale Verkehrssprache ist Englisch.

Was kostet der Haustausch?

Für die Jahresmitgliedschaft bezahlt man zwischen 80 und 140 Euro, für das Ferienquartier selbst nichts. Wie Nebenkosten geregelt werden, etwa die Telefonrechnung, sprechen die Tauschpartner direkt miteinander ab.

Woran merke ich, ob das Haus auch wirklich zu mir und meiner Familie passt?

Erfahrene Tauscher betonen: Am wichtigsten ist, dass die Chemie zwischen beiden Parteien stimmt. Am besten lässt sich das in einem ausführlichen Telefongespräch herausfinden. Auch die Fotos sagen viel: Familien mit einem ähnlichen Einrichtungsstil sind meistens auch gute Tauschpartner.

Ist sicher, dass wir genau in unserer Urlaubszeit am gewünschten Ort etwas finden?

Nein. Und das ist einer der wenigen Nachteile an dieser Art des Reisens: Wer örtlich und zeitlich sehr festgelegt ist, tut sich schwerer, das richtige Ferienhaus zu finden. Doch selbst dann kann es klappen: vor allem, wenn man mit längerem Vorlauf sucht (bis zu einem Jahr) und an einem begehrten Ort wohnt.

Kann ich auch eine Wohnung gegen ein Haus tauschen und umgekehrt?

Kein Problem. Theoretisch können Sie für Ihr Zweizimmerappartement in Schwabing ein Landhaus in der Provence bekommen - wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind.

Ist Haustausch auch eine Option, wenn ich nicht in einer Urlaubsregion oder einer aufregenden Großstadt wohne?

Zugegeben: Mit einem Loft in Berlin hat man bessere Karten als mit einer Mietwohnung in Bochum. Ein Versuch lohnt sich trotzdem: Kann ja sein, dass die dreiköpfige Familie aus Manhattan aus beruflichen Gründen dort zu tun hat oder die Großeltern in der Nähe wohnen.

Was tun, wenn wir die Reise nicht antreten können, zum Beispiel weil eines der Kinder krank wird – oder wenn unsere Gastfamilie ihr Haus nicht verlassen kann?

Wer absagt, muss entweder versuchen, einen Ersatz zu finden, oder den Tauschpartnern eine Ferienwohnung mieten. Deshalb auf jeden Fall bei der Tauschagentur nachfragen, ob sie eine Extraversicherung anbietet, die im Notfall diese Kosten übernimmt! Denn eine gewöhnliche Reiserücktrittskostenversicherung zahlt bei Haustausch nur für den Transport, zum Beispiel den nicht angetretenen Flug.

Sind wir gegen Schäden im fremden Haus versichert, etwa, wenn eines der Kinder aus Versehen etwas kaputt macht?

Am besten vor dem Tausch bei der eigenen Haftpflichtversicherung nachfragen. Da manche Policen die Haftung für geliehene Gegenstände ausschließen, bieten einige Agenturen (zum Beispiel Homelink) eine Extraversicherung für diesen Fall an. Auch von der eigenen Hausratsversicherung sollte man sich bestätigen lassen, dass der Schutz auch während der Tauschzeit besteht.

Ist es sinnvoll, auch die Autos zu tauschen - und was müssen wir dabei beachten?

Diese Möglichkeit wird häufig genutzt, vor allem bei weit entfernten Reisezielen. Auf jeden Fall die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung informieren und für die Zeit des Tausches einen Vollkaskoschutz vereinbaren. Außerdem wichtig: ein internationaler Führerschein.

Wie bereiten wir unsere Wohung oder unser Haus auf einen Tausch vor?

Gründlich aufräumen und putzen, allzu private Dinge wegräumen - das versteht sich eigentlich von selbst. Außerdem gehört es zum guten Ton, ein paar Informationen zusammenzustellen: von der Bedienungsanleitung für die Waschmaschine bis zu Tipps für nahe gelegene Spielplätze, Lokale oder Ausflugsziele. Besonders freundlich: ein selbst gebackener Kuchen oder eine Flasche Wein zur Begrüßung.

Urlaub per Haustausch - wäre das etwas für Sie?

Jetzt mal ehrlich: Könnten Sie sich vorstellen, Ihren Urlaub im Haus einer fremden Familie zu verbringen? Und zu wissen, dass diese Familie im Gegenzu in Ihren Betten schläft? Machen Sie mit bei unserer Umfrage - wir sind gespannt!

Können Sie sich vorstellen, mit einer fremden Familie für einen Urlaub die Häuser zu tauschen?
Klar!
71% (15 Stimmen)
Höchstens, wenn mir die Familie extrem sympathisch erscheint.
24% (5 Stimmen)
Auf keinen Fall!
5% (1 Stimme)
Gesamtstimmen: 21