Urlaub mit Freunden
 
Mit Freunden auf Tour - so wird es ein Traumurlaub

Von allen Bewährungsproben für eine Freundschaft ist ein gemeinsamer Urlaub eine der härteren. Wie Sie es schaffen, dass die Ferien ohne Zerwürfnis enden, wo Sie mit Ihren Freunden ein paar schöne Ferienunterkünfte finden und wann die Anreise in einem Auto Sinn macht, erfahren Sie hier.

Drei goldene Regeln für den Urlaub mit Freunden

Urlaub mit Freunden: Mit Freunden auf Tour - so wird es ein Traumurlaub

Damit Ihr Urlaub mit den Freunden wirklich ein Traumurlaub wird, verraten wir Ihnen hier die drei goldenen Regeln:

Urlaub mit Freunden - das sind die häufigsten Streitpunkte:

Fast jeder dritte Deutsche, so eine aktuelle Studie des Europäischen Tourismus Instituts, macht Urlaub mit Freunden oder Verwandten. Doch häufig enden Cliquenferien im Frust: Sohn A hat Tochter B im Nachmittagsschlaf gestört, Papa B spült die Weingläser zu schlampig, und die As haben sowieso ein falsches Ferienhäuschen ausgesucht.
Um Ihnen zumindest den letzten Streitpunkt zu ersparen, zeigen wir Ihnen in unserer Bildershow eine Auswahl an Ferienhäusern, die jeden Mitreisenden begeistern werden:

Hier seid Ihr mit Freunden genau richtig

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Alle in ein Auto?

Für größere Urlaubsreisen ist die Anfahrt mit einem gemeinsamen Auto meist nicht praktikabel (zu wenig Platz für zwei Familien und das Urlaubsgepäck) und für längere Aufenthalte nicht empfehlenswert (mit zwei Autos vor Ort fällt es leichter, auch mal getrennte Wege zu gehen).
Für Wochenendtrips aber ist die Anfahrt in einem Auto eine wunderbare Alternative! Für Kinder beginnt so der Spaß schon bei der Autofahrt: Statt "Wann sind wir endlich da?" in der Dauerschleife kann gemeinsam gequatscht, gesungen und gelacht werden. Außerdem freut sich die Umwelt und der Geldbeutel, wenn die Strecke mit nur einem Auto zurück gelegt wird. Und manches Elternteil ist froh, wenn man sich bei längeren Autobahnfahrten auch mal abwechseln kann! Wenn Sie also das nächste Mal mit Freunden zu einem verlängerten Wochenende auf dem Bauernhof aufbrechen oder zum nächsten Märchenpark fahren: überlegen Sie, ob Sie nicht auf ein Auto verzichten können.

Alle mit der Bahn?

Lange Autofahrten sind Ihnen ein Graus? Oder Sie meinen es ernst mit dem Umweltschutz? Die Bahn bietet Familien viele Vorteile: So fahren Kinder bis 15 Jahren zum Beispiel unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos mit ihren Eltern oder Großeltern mit, es gibt nicht nur Kleinkind-Abteile, sondern auch Familienbereiche, und wenn zwei Familien gemeinsam fahren, dann lohnen sich vielleicht schon günstige Gruppentarife. Und: Das Gepäck kann man gegen Gebühr von Haustür zu Haustür vorausschicken.

Regel Nr. 1 für den Urlaub mit Freunden: Es muss nicht alles perfekt sein

Wenn die Kinder sich verstehen, wird der Urlaub mit Freunden fast zum Selbstläufer
Wenn die Kinder sich verstehen, wird der Urlaub mit Freunden fast zum Selbstläufer

Warum das so ist, weiß Michael Stark, Urlaubs-Psychologe an einer Hamburger Klinik: "Urlaubsreisen sind immer mit hohem Erwartungsdruck verbunden. In diesen zwei Wochen soll alles perfekt sein." Und wehe, die Freunde hören im gemeinsamen Ferienhaus die falsche Musik. Dazu kommt: Jeder erholt sich auf seine Weise. Und das passt nicht immer zusammen. Etwa, wenn Papa vor allem seine Ruhe, Mama dagegen möglichst viel erleben möchte. Kommt eine befreundete Familie dazu, wird es noch komplizierter.
Dabei kann der Trip mit der Clique durchaus harmonisch verlaufen. "Wenn die Kinder sich gut verstehen und genügend beschäftigt sind, ist der Urlaub fast ein Selbstläufer", betont Michael Stark. Weil dann auch die Eltern entspannt sind. Für die Erwachsenen gilt: Die besten Urlaubsbegleiter müssen nicht unbedingt die engsten Freunde sein. Wichtiger ist, welche Eigenschaften sie mitbringen. "Bevor man ihnen einen gemeinsamen Urlaub vorschlägt, sollte man überlegen: Wie steht es um ihre Kompromissfähigkeit? Können wir es aushalten, auch einmal geteilter Meinung zu sein?", rät Michael Stark
Noch besser: eine kleine Generalprobe, etwa ein gemeinsames Wochenende, an dem man die Gewohnheiten der anderen studieren kann. So profan es klingt: vor allem ihren Umgang mit Geld. Denn auch wenn die Reisekasse ungefähr gleich voll ist, kann es Ärger geben: etwa, wenn Sonderangebotsjäger auf Spaßkäufer treffen - oder wenn die Kinder der Familie A bei jedem Freizeitparkbesuch noch ein Extra-Kuscheltier aus dem Shop schleppen, während Familie B schon den Ausflug selbst teuer genug findet.
Ein paar Rahmenbedingungen verstehen sich von selbst: Supersportler und Bewegungsmuffel passen schlecht zusammen. Und wer am liebsten picknickt, wird kaum glücklich mit Begleitern, die nie ohne ihren Gault-Millau reisen. Wenn die Kinder sich verstehen, wird der Urlaub mit Freunden fast zum Selbstläufer

Regel Nr. 2 für den Urlaub mit Freunden: Genug Platz für jeden

Sport oder Relaxen: Jeder Familie ist im Urlaub etwas anderes wichtig
Sport oder Relaxen: Jeder Familie ist im Urlaub etwas anderes wichtig

Aber auch andere Grundsatzfragen sollte man vorher klären. Etwa: Was ist jedem von uns im Urlaub besonders wichtig? Wie viel Freiraum brauchen wir? Reicht ein eigenes Zimmer, oder will jede Partei lieber eine abgeschlossene Wohneinheit haben? Wenn die Hotelküche fürs Abendbuffet sorgt, fällt auch der Streit ums Spülen flach. Dafür ist mehr Zeit für ein Tennisdoppelmatch, während die Kinder sich bei der Schatzsuche im Miniclub vergnügen. Übrigens: Wo (fast) alles inklusive ist, fällt der unterschiedliche Umgang mit Geld gar nicht auf. Sport oder Relaxen: Jeder Familie ist im Urlaub etwas anderes wichtig

Regel Nr. 3 für den Urlaub mit Freunden: Regeln für alle

Toll: sich im Urlaub mit Freunden Erziehungstricks abgucken
Toll: sich im Urlaub mit Freunden Erziehungstricks abgucken

Auch wichtig: die Frage der gegenseitigen Unterstützung. Abwechselnd babysitten funktioniert nur, wenn alle miteinander vertraut sind. Außerdem: Wer seine Reisebegleiter von gemeinsamen Spielnachmittagen kennt, weiß ganz gut, ob die Erziehungsstile zusammenpassen. Das heißt nicht, dass im Urlaub für alle Kinder exakt die gleichen Regeln gelten müssen. Aber wenn feste Schlafenszeiten mit freiem Toben konkurriert, steht der Urlaub unter keinem guten Stern.
Sind die Unterschiede nur klein, kann eine gemeinsame Liste von Ferienregeln viel bringen. Warum sollte nicht beim Zelten in der Bretagne mal etwas anderes gelten als daheim? Und zwischen den Eltern wird der Urlaub dann auch nicht zum Wettbewerb um die bessere Erziehung, sondern zum gegenseitigen Blick in die Trickkiste - aha, so machen die das, wenn der Kleine brüllend nach der dritten Kugel Eis verlangt. Übrigens auch ein gutes Thema, falls einem unter blühenden Bäumen mal der Gesprächsstoff ausgehen sollte.

Text: Verena Carl, Bettina Laude

Viele Urlaubsgrüße!

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