Renovieren
 
Unser Heim soll schöner werden

Lüften: Auf Durchzug schalten

Nicht nur während der heißen Renovierungsphase: Für richties Lüften gilt die Losung "Alles oder nichts." Nur wenn die Fenster weit offen sind, ist es möglich, dass verbrauchte, sauerstoffarme Luft und Frischluft ausgetauscht werden. Wenn dabei leichter Zug entsteht - umso besser. Nach etwa fünf Minuten die Fenster wieder schließen. Die beste Wirkung erzielt man, wenn man das Stoßlüften mehrmals wiederholt. Experten empfehlen fünf Mal täglich. So bleibt die Luftfeuchtigkeit niedrig. Schimmel trocknet aus, bevor er entsteht.Uneffizient ist dagegen Dauerlüften mit gekipptem Fenster: Der Luftaustausch bleibt gering. Stattdessen steigen die Heizkosten.Extra-Tipp: In Badezimmer und Küche entsteht der meiste Wasserdampf. Geschlossene Türen verhindern, dass sich Feuchtigkeit in der Wohnung ausbreitet. Lassen Sie die alte Luft unbedingt nach außen abziehen.

Nach dem Renovieren: Heizen!

Mit einem einfachen Trick, dünsten Schadstoffe aus Farben, Bodenbelägen oder Klebstoffen nach dem Renoviere schneller ab: Wechseln Sie kräftiges Heizen und kräftiges Lüften ab - auch wenn es Sommer ist und draußen die Sonne scheint. Bernhard Schwald vom TÜV-Süd erklärt, wie es geht: "Drehen Sie die Heizung ganz auf und warten Sie bis sie heiß ist. Anschließend lüften Sie etwa eine Viertel Stunde mit weit geöffnetem Fenster." Hohe Temperaturen sorgen dafür, dass gesundheitsgefährdende Stoffe schneller austreten, Lüften transportiert sie nach draußen. Diesen Vorgang mehrmals täglich etwa eine Woche lang wiederholen - dann kann man beruhigt wieder in das renovierte Zimmer ziehen.

Weitere Infos

Viele weitere nützliche Tipps, um Ihrer Familie ein gesundes Umfeld zu schaffen, finden Sie auch unter www.nestbau.info. Die Site wird betreut von WECF – Women in Europe for a Common Future, einem internationalen Netzwerk aus Organisationen, die sich für Gesundheit, Umweltschutz und die Information über Chemikalien im Alltag einsetzen.