Kleine Heimwerker
 
Was gehört in die Kinder-Werkzeugkiste?

Von der Säge bis zum Schlagbohrer: In den ersten Lebensjahren sind die täuschend echten Spielzeugwerkzeuge für Kinder noch cool. Aber irgendwann wollen die kleinen Handwerker nicht mehr nur so tun als ob. Wann sind sie alt genug für richtiges Werkzeug? Und was soll in die Werkzeugkiste?

Junge schlägt einen Nagel ein
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Wann ist ein Kind alt genug für echte Werkzeuge?Woran erkennt man gutes Werkzeug für Kinder?Was gehört in die Werkzeugkiste?Wie können wir verhindern, dass unser Kind sich verletzt?

Wann ist ein Kind alt genug für echte Werkzeuge?

Dafür gibt es kein bestimmtes Alter - Kinder entwickeln sich unterschiedlich, nicht alle sind zum gleichen Zeitpunkt geschickt und verantwortungsbewusst sind, um selbst mit echtem Werkzeug zu hantieren. Außerdem ist Werkzeug nicht gleich Werkzeug: Wenn Papa oder Mama begeisterte Heimwerker sind, dann kann es schon Dreijährigen Spaß machen, mit ungefährlichen Werkzeugen zu helfen, etwa die Wasserwaage zu halten oder den Kreuzschlitz-Schraubendreher aus der Kiste zu suchen und anzureichen.
Je nach Interesse und Geschicklichkeit können dann in den nächsten Jahren immer mehr Werkzeuge dazukommen. Werkzeuge mit echter Verletzungsgefahr wie Sägen oder Hobel dürfen Kinder aber auf jeden Fall nur mit einem Erwachsenen an der Seite in die Hand nehmen.

Woran erkennt man gutes Werkzeug für Kinder?

Ganz bestimmt nicht daran, dass es sehr billig im Set verkauft wird. Denn solches Werkzeug ist praktisch immer minderwertig. Dabei brauchen ja gerade Anfänger hochwertiges Werkzeug, denn mit schlechtem Werkzeug ist die Verletzungsgefahr viel größer. Apropos Verletzungsgefahr: Richtiges Kinderwerkzeug sollte auch nicht stumpf sein, denn wenn man etwa mit einem stumpfen Messer schnitzen will, übt man mehr Druck aus und rutscht eher ab.
Gutes Werkzeug für Kinder hat seinem Preis, liegt gut in der Hand und ist genauso funktionstüchtig wie gutes Werkzeug für erwachsene Hände.

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Was gehört in die Werkzeugkiste?

Ein Tipp, bevor es darum geht, was hineinkommt: die Werkzeugkiste muss groß genug sein, dass auch eine ganze Menge Werkzeug hineinpasst. Schließlich soll das Kind ja lange etwas davon haben! Baumärkte haben meist eine ganze Auswahl an praktischen Werkzeugkisten. Und was soll hinein? Wenn ein Kind bei kleinen Reparaturen im Haushalt helfen möchte und darf, zum Beispiel:

  • Eine kleine Wasserwaage (Kinder lieben es, nachzumessen, ob Dinge auch gerade sind)
  • Batterieprüfer
  • Phasenprüfer (wenn das Kind groß genug ist, um zu verstehen, was Elektrizität ist)
  • Schraubendreher-Set mit Schlitz- und Kreuzschlick-Schraubendrehern in verschiedenen Größen
  • Kleiner Hammer (Nägel gibt's im Bedarfsfall von den Eltern)
  • Schrauben und Muttern (für die Fingerfertigkeit)
  • Imbusschlüssel-Satz

Wenn ein Kind lernt, Holz zu bearbeiten, gehört auf jeden Fall dazu:

  • Schraubstock zum Befestigen des Werkstücks
  • Fuchssäge (kein Fuchsschwanz)
  • Feilen-Set
  • Schleifpapier (feiner und grober)
  • Holzleim
  • Handbohrer

Wie können wir verhindern, dass unser Kind sich verletzt?

Mit ein paar Tipps lässt sich nicht Verletzungsgefahr gut einschränken:

  • Kinder sollten nur mit vernünftigem Werkzeug hantieren und von Anfang an lernen, wie man das jeweilige Werkzeug sicher hält und benutzt.
  • Kinder brauchen einen eigenen, sicheren Arbeitsplatz zum Werken, an dem am besten auch das Werkzeug gut untergebracht ist.
  • Gerade hämmern, bohren und sägen sollten Kinder nie ohne Aufsicht.
  • Zum sicheren Werken gehört Konzentration. Eile, Ablenkung und Müdigkeit erhöhen die Verletzungsgefahr.