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Große Freiheit 10 Tipps für den Caravaning-Urlaub mit der Familie

Große Freiheit : 10 Tipps für den Caravaning-Urlaub mit der Familie
© gorillaimages / shutterstock
Endlich mal wieder Urlaub mit der ganzen Familie, aber bitte ohne Stress. Einfach raus aus dem Alltag, aber sich wohlfühlen wie zu Hause. Geht das? Klar! Wir verraten euch, wie der Caravaning-Urlaub nicht nur besonders spannend wird, sondern auch entspannt gelingt – von der Verpflegung über Unterhaltung für die Kleinen bis zum Stellplatz. 

Stellplatz nach unserem Geschmack

Wild campen mitten in der Natur. Keine Menschenseele, nur ein plätschernder Bach. Hört sich romantisch an? Ist aber in den meisten europäischen Ländern nicht erlaubt. Und letztendlich macht es den Kindern auf einem klassischen Campingplatz inmitten von Gleichaltrigen und Spielgelegenheiten meistens eh mehr Spaß. Das ist trotzdem nicht ganz euer Ding? Stellplätze an Nationalparks sind für Naturverbundene eine schöne Lösung. Oder probiert doch mal Camping auf dem Bauernhof. Viele Höfe bieten Stellplätze an, sie liegen oft naturnah und halten für Kinder einige Abenteuer bereit. 

Der Weg ist das Ziel: Spaß unterwegs

Wer mit Kindern reist, braucht eine Strategie gegen die Langeweile während der Fahrt. Beliebt sind Nachtfahrten, bei denen die Kleinen die Anreise einfach verschlafen. Leider sind sie dann bei der Ankunft so richtig schön ausgeschlafen und aktiv, während Mama und Papa im Stehen schlafen könnten. Wer damit klarkommt, prima – immerhin sind Eltern Schlafentzug ja gewöhnt. Die Alternative ist ein durchdachtes Unterhaltungsprogramm für die Fahrt am Tag. Meistens bewährt sich eine gute Mischung aus dem aktuellen Spielzeug-Favoriten der Kinder und etwas Überraschendem: Jedes Kind erhält eine Kiste mit kleinen Beschäftigungshelfern exklusiv für die Fahrt, etwa ein neues Malbuch, Pixibuch oder Hörspiel. Natürlich muss nicht alles neu sein. Auch Dinge, die das Kind länger nicht mehr bespielt hat, eignen sich dafür. Legt einfach frühzeitig zwei, drei Sachen zur Seite.   

Lecker leben im Urlaub

Im Urlaub jeden Tag kochen – für die einen ein Graus, für die anderen Genuss pur. Das Gute am Wohnmobilurlaub ist ja, dass ihr die Wahl habt. Auch wenn ihr im Urlaub lieber Essen geht, ist mit Kindern ein voller Kühlschrank immer goldwert. Zwischen den Kindern bricht der Hungerstreit aus? Kein Problem, die Snacks liegen griffbereit! Ihr kommt spät von einem Ausflug zurück und das nahe gelegene Restaurant hat schon zu? Die Kühlschrankbar und der Grill warten auf euch! Keine Lust, zum Frühstück irgendwo hinzulaufen? Das Spiegelei ist schnell gemacht. Ihr seht: Ein paar Leckereien müssen einfach mit!

Clever gepackt 

Alles dabei zu haben, ist superpraktisch, aber verzettelt euch lieber nicht. Im rollenden Zuhause ist es nicht anders als in den eigenen vier Wänden: Ständig alles hin- und herräumen zu müssen, um Gegenstand X zu finden, nervt. Überladung stellt außerdem ein Sicherheitsrisiko dar, es drohen Bußgelder. Und: Erreicht ein Wohnmobil ein Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen, gelten nicht nur besondere Regeln im Straßenverkehr, auch der Führer der Klasse B reicht nicht mehr aus, wenn er nach 1999 ausgestellt wurde. Überlegt, was ihr wirklich braucht, schreibt eine Packliste und setzt auf multifunktionale und platzsparende Utensilien wie aufblasbare Bälle oder faltbare Babybadewannen. Zum Verstauen eignen sich Stauboxen oder Taschen, die sich ganz öffnen lassen, besser als beispielsweise Rucksäcke, aus denen ihr erst alles rauswühlen müsst, um an die Unterhose ganz unten zu kommen.

Mutter mit Kindern im Wohnwagen
© Shutterstock / Alina Tanya

Ruhige Nebensaison oder quirlige Ferienzeit?

Familien mit kleineren Kindern entscheiden sich oft für die Nebensaison als Reisezeitraum. Clever – schließlich ist das günstiger und oft auch entspannter. Aber denkt daran, dass es gerade in nicht so stark frequentierten Gegenden passieren kann, dass ihr dann kaum andere Familien mit Kindern antrefft. Kein Problem, wenn ihr euch ganz auf euer schönes Familienerlebnis konzentrieren wollt. Aber für Kinder kann es eben auch toll sein, in den Ferien viele Gleichaltrige um sich zu haben. Und friedliche spielende Kinder sind letztendlich auch für Mama und Papa ziemlich entspannend. Die Frage ist nur: Was passt zu euch?

Früher Vogel: Campingplätze vorbuchen

Sicher ist es ein großartiges Gefühl, sich einfach treiben zu lassen und spontan zu schauen, wohin die Reise geht. Doch wer einmal nach einer langen Fahrt mit einem übermüdeten Kind verzweifelt einen Stellplatz gesucht hat, weiß, dass eine gute Planung mit Kindern viele Vorteile hat – gerade für Camping-Anfänger. Reserviert also lieber vorab ein schönes Plätzchen nach eurem Geschmack. Wenn ihr früh dran seid, könnt ihr euch meistens auch noch besonders viel Komfort sichern – beispielsweise den Platz im Schatten oder den mit dem Wasseranschluss direkt neben dem Stellplatz. 

Das Abenteuer ist so nah – oder?

Klar seid ihr mit einem Wohnmobil grundsätzlich besonders mobil. Wenn ihr euch aber für einen längeren, komfortablen Urlaub auf einem Campingplatz entschieden habt, kann es sehr von Vorteil sein, wenn ihr den Platz so wählt, dass ihr in unmittelbarer Nähe gemeinsam ein paar spannende Aktivitäten unternehmen könnt, ohne ständig den Camper bewegen zu müssen. Informiert euch also vorher, welche für euch interessanten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Fuß- oder Fahrradweite liegen. Wenn ihr mit einem Caravan unterwegs seid, also einem Wohnanhänger, könnt ihr natürlich auch schnell mal mit dem Auto los und weiter entfernte Ausflugsziele ansteuern.  

Probecampen 

Zelten im Garten macht allen Kindern Spaß. Übernachten im Wohnmobil vor der Tür auch! Wenn ihr die Möglichkeit habt, macht euch vor eurem ersten Trip erst einmal ausführlich mit eurem fahrenden Zuhause vertraut. Das geht am besten im 24-Stunden-Praxistest: Wie klappt man dies aus, wie funktioniert das? Mit etwas Vorlaufzeit vor dem eigentlichen Urlaub habt ihr noch genug Puffer, um euch individuelle Lösungen für eure Familie zu überlegen. Der Kühlschrank ist doch ein bisschen klein? Eine zusätzliche Kühlbox kommt mit! Das Kind findet in der neuen Umgebung doch nicht so leicht in den Schlaf? Vielleicht sorgt die vertraute Kuscheldecke für noch mehr Behaglichkeit. 

Kindersitz im Wohnmobil? Aber sicher!

Abenteuer? Ja! Aber bei der Sicherheit sollte es doch bitte nicht zu abenteuerlich sein. Auch im Wohnmobil gehören die Kleinen in einen Kindersitz auf einen vorwärts gerichteten Sitzplatz. Auf keinen Fall dürfen sie im Wohnbereich des Campers untergebracht werden – auch wenn es noch so gemütlich wäre, die Fahrt im Wohnmobilbett zu verschlafen. Prüft also beim Wohnmobilkauf oder vor dem Ausleihen, welcher Kindersitz passt. Erfolgt die Sicherung per Isofix, über einen Zweipunktgurt oder einen Dreipunktgurt? Längst nicht jedes Kindersitz-Modell ist mit jedem Wohnmobil kompatibel. 

Spezielle Regelungen im Ausland beachten

Wusstest du, dass du in Italien jede Ladung, die nach hinten überragt, wie etwa Fahrradträger, mit einer reflektierenden Warntafel kennzeichnen musst? Jedes Land hat seine eigenen Regeln, die du kennen solltest. Brauche ich Kleingeld für Mautgebühren? Welche Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten für Wohnmobile? Wo darf ich parken und unter welchen Bedingungen? Informiere dich vorab, um im Urlaub selbst entspannt und ohne Knöllchen unterwegs zu sein.  

ELTERN