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Vorweihnachtszeit 7 Tipps, wie das Plätzchenbacken mit Kindern entspannter wird

Kinder albern beim Plätzchenbacken herum
© Evgeny Atamanenko / Shutterstock
„In der Weihnachtsbäckerei, gibt’s so manche Leckerei …“ Ach ja, Plätzchen backen! So schön besinnlich stellen wir uns diese Aktion vor Weihnachten vor. Mit einer großen Portion Vorfreude und Harmonie, Weihnachtsmusik und fröhlichen Kindern. In der Realität sieht es dann meistens etwas anders und – äh – chaotischer aus. Geht Plätzchen backen mit Kindern überhaupt in entspannt? So könnte es funktionieren.

Tipp 1: Vorbereitung ist das A und O

Es lohnt sich, vor der Backaktion schon einmal zu überlegen, wie das Ganze ablaufen soll. Sprich: Mache ich den Teig alleine? Oder wollen die Kinder unbedingt dabei sein? Plätzchenteig (beispielsweise aus Mürbteig) sollte ohnehin ein Weilchen im Kühlschrank liegen – warum also den Teig nicht am Abend vor dem Backen machen? Dann ist er am nächsten Tag bereit und keiner muss warten. 

Bereitet auch die Arbeitsfläche oder den Küchentisch schon vor dem Backen vor: Ideal ist eine abwaschbare Tischdecke, die euch das Aufräumen und Putzen später erleichtert. Hier können die Kids später nach Lust und Laune Teig ausrollen, Plätzchen ausstechen und verzieren. 

Beim Plätzchenbacken selbst könnt ihr alle Zutaten oder Hilfsmittel für den jeweiligen Arbeitsschritt dann auf den Tisch stellen, wenn sie wirklich gebraucht werden – und danach die nächsten für den nächsten Arbeitsschritt. Bereitet also am besten schon die Ausstecher, kleine Schälchen mit bunten Streuseln und Zuckerperlen vor und stellt sie zur Seite, bis sie gebraucht werden. So sind die kleinen Racker nicht versucht, sie im Vorfeld in der Küche zu verteilen – ihr umgeht also das Chaos ein bisschen und die Kinder sind nicht so schnell reizüberflutet.

Protipp fürs Teigausrollen: Legt die Teigkugel gleich auf das Backblech oder die Backfolie und rollt den Teig dann aus. Damit er nicht am Nudelholz kleben bleibt, könnt ihr außerdem noch ein Stück Backpapier oder Frischhaltefolie drüberlegen. So braucht ihr auch nicht so viel Mehl, das sowieso immer woanders landet als da, wo es hin soll. 

Tipp 2: Zeitaufwand einplanen (und minimieren)

Machen wir uns nichts vor: Plätzchen backen mit den Kindern dauert natürlich länger, als wenn wir es alleine machen. Das ist aber auch vollkommen okay. Vielleicht plant ihr an diesem Tag nichts anderes ein – so entsteht kein Zeitdruck für euch. Außerdem reichen eine oder zwei Sorten Plätzchen erst einmal aus, um zusammen mit den Kindern in das Plätzchen-Back-Abenteuer zu starten.

Tipp 3: Naschen lassen

Beim Plätzchenbacken ist der Naschfaktor natürlich hoch. Der Zuckerschock ist dabei schon fast vorprogrammiert. Hier ein bisschen Teig naschen, da noch ein paar Zuckerperlen stibitzen – und am Schluss warten auch noch die fertigen Plätzchen. Nascherei pur! Aber mal Hand aufs Herz: Im Rückblick erinnern wir Eltern uns doch selbst oftmals genau daran, wie es früher für uns war, den Teig abzuschlecken. 

Tipp 4: Mitmach-Party für alle

Je nach Alter und Schwierigkeitsgrad der Plätzchensorte können Kinder bei allen Schritten mithelfen oder sie sogar alleine ausführen. Plätzchen aus Mürbteig mit einer kleinen Auswahl an Ausstechern und bunten Streuseln reicht für die Kleinsten aber wunderbar. Je älter die Kids, desto mehr Variation und Auswahl könnt ihr anbieten. Bei streitlustigen Kindern könnt ihr im Vorfeld alles fair aufteilen: gleich viele Ausstecher und Schüsselchen mit Dekoelementen.

Tipp 5: Klebe-Potenzial des Teiges einkalkulieren

Unterschätzt nicht den superduper klebenden Plätzchenteig, der sich – Überraschung – gerne mal in den Haaren, auf den Klamotten oder irgendwo anders, wo er nicht hingehört, verteilt. Starke Nerven und der Versuch, es gelassen zu sehen, helfen da in jedem Fall – und natürlich eine funktionierende Waschmaschine und ein Staubsauger. Geputzt wird also nach dem Backen, auf keinen Fall davor.

Tipp 6: Bewegungspausen für die Kleinen

Die Wartezeit kann sich schon mal etwas ziehen – für Kinder fühlt sie sich meist wie eine kleine Ewigkeit an. Deswegen: Lieber herumtollen und spielen lassen und dann wieder voller Neugier und Elan zurück in die Küche. Und ihr habt so lange (idealerweise) ein paar Minuten für euch oder könnt schon einmal den nächsten Arbeitsschritt vorbereiten. 

Tipp 7: Denkt auch an euch

Klar, die Backaktion ist natürlich als Erlebnis für die Kleinen gedacht. Aber auch ihr sollt dabei nicht allzu kurz kommen. Überlegt bei den Vorbereitungen mal, wie ihr den Back-Vor- oder Nachmittag auch für euch schön und entspannt gestalten könnt. Vielleicht mit eurer liebsten Weihnachtsplaylist? Einem Schluck Glühwein oder Punsch nach der letzten Fuhre? Lieber eine befreundete Familie mit ins Boot holen für mehr Unterstützung und Entertainment? Was auch immer euch guttut – macht es!

Verwendete Quellen: ribiselchen.at, kuestenkidsunterwegs.blogspot.com

lha ELTERN

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