VG-Wort Pixel

Zukunft.Leben.Jetzt Unsere große ELTERN-Studie: DAS wollen wir für die Zukunft unserer Kinder!

Vater pflanzt mit seinen Kindern einen Tomatenpflanze
© Monkey Business Images, Shutterstock
Der Blick nach vorn ändert sich, wenn wir Eltern werden. Was können wir tun, damit ein gutes Leben auch in vielen Jahren noch möglich ist? Darum geht es in unserer neuen Serie über Familien und nachhaltiges Leben. Wie Eltern die Zukunft sehen und wie umweltbewusst sie heute schon handeln, haben ELTERN und Pampers in einer großen Studie untersucht.

Die Zukunft ist ungewiss. Das ist ihr Charakter. Trotzdem sind wir zuversichtlich, meistens jedenfalls. Anspruchsvollerer Job? Kommt irgendwann, wir hängen uns ja rein. Bessere Wohnung? Nur oft genug Besichtigungstermine vereinbaren, dann klappt es. Trauen wir uns Familie zu? Wir trauen uns! Und dann? Deutlich nachdenklicher werden wir, wenn die erträumte Zukunft ganz konkret einzieht in unser Leben. 52 Zentimeter, 3600 Gramm. Die Zukunft will in den Schlaf getragen werden. Lächelt zahnlos, aber sehr bezaubernd. Krabbelt durch den Flur. Zieht sich am Sofa hoch.

Mit Kindern nehmen wir eine andere Perspektive ein. Was wir erwarten und erhoffen ändert sich. Jetzt soll das Leben nicht mehr nur für uns gut sein. Wir wünschen uns eine Welt, in der die Töchter und Söhne sicher, gesund und glücklich groß werden.

Noch ist das Baby völlig damit zufrieden, umsorgt, gefüttert, gefördert, geliebt zu werden. Es weiß nicht, dass klimatische Veränderungen, gesellschaftliche Umbrüche, Pandemien, Börsenschwankungen, neue Technologien sein Leben beeinflussen werden. Aber wir wissen es. Und machen uns deshalb viel mehr Gedanken über die Welt als zu unseren kinderlosen Zeiten.

Wie wird das Leben sein für dieses kleine Wesen? Was wünschen wir ihm? Was können wir heute schon für eine lebenswerte Umwelt tun? Das wollten wir von Müttern und Vätern wissen und haben dazu gemeinsam mit Pampers beim Meinungsforschungsinstitut Ipsos eine große repräsentative Studie in Auftrag gegeben*.
 
*Befragung unter 1005 Frauen und Männern in Deutschland (Erstschwangere/werdende Väter, Eltern von Kindern unter 14 Jahren)

Hier sind die Ergebnisse:

Pampers X ELTERN Logo
© Gruner + Jahr

 Wie blicken wir auf die Zukunft?

Nach vorn schaut man von der Gegenwart aus: Ihre aktuelle Lebenssituation bewerten die allermeisten Befragten trotz Corona-Pandemie erfreulicherweise positiv. „Sehr“ oder „ eher“ zufrieden damit sind 93 Prozent der werdenden Eltern.

Ist das Baby erst einmal da, nimmt das Rund-um-Glück zwar etwas ab, ist mit 89 Prozent bei den Eltern von 0- bis 2-Jährigen aber immer noch auf hohem Niveau. Mit den größten Schwierigkeiten haben alleinerziehende Mütter und Väter zu kämpfen: Von ihnen sagen nur 69 Prozent, dass sie zufrieden sind mit ihrem Leben, Zukunftsängste haben sie vor allem in Bezug auf die finanzielle Situation und deren Auswirkung auf das Leben ihrer Kinder.

Kleinere Kinder, mehr Gedanken
91 Prozent der Väter und Mütter finden, dass man sich mit Nachwuchs mehr Gedanken über die Zukunft macht. „Voll und ganz“ dieser Meinung sind 64 Prozent der Schwangeren, aber nur noch 45 Prozent der Eltern mit Kindern zwischen zehn und 14 Jahren. Mit den Erfahrungen wächst offenbar das Vertrauen, dass auch schwierigere Lagen gemeistert werden können.

Gedanken sind nicht automatisch auch Sorgen
Sich mit der Zukunft beschäftigen heißt aber nicht, sie düster zu sehen: Drei Viertel aller befragten Mütter und Väter blicken sehr bis ziemlich optimistisch auf die nächsten 20 Jahre. Besonders positiv eingestellt sind werdende Eltern – klar, die Vorfreude aufs Baby setzt sich durch. Es gibt aber auch nicht wenige Mütter und Väter, die den Optimismus der Mehrheit nicht teilen: 25 Prozent sehen mehr Probleme als gute Zeiten auf ihr Kind zukommen.

Hauptsache gesund. Aber nicht nur
Und was genau erhoffen sich Eltern für die Zukunft ihrer Kinder? Gesundheit steht für 98 Prozent aller Eltern ganz oben auf der Wunschliste. Dicht gefolgt von Frieden, guter Bildung und finanzieller Sicherheit. Ebenfalls wichtig: eine glückliche Partnerschaft, ein gutes soziales Umfeld, starkes Selbstbewusstsein, Freiheit, Zufriedenheit im Beruf, eine intakte Umwelt und eine stabile Demokratie – das alles ist jeweils über 90 Prozent der Eltern ebenfalls sehr wichtig bis wichtig für ihr Kind.
 

Ergebnis der ELTERN X Pampers-Studie
© Gruner + Jahr

Welche Rolle spielt dabei ein nachhaltiges Leben?

Noch sehr viele Jahrzehnte werden unsere Kinder in der Welt leben, die wir ihnen bereiten. Das ist eine große Verantwortung. Und den meisten Eltern ist bewusst, dass sich unser Planet in keinem guten Zustand befindet: Sorgen bereiten ihnen vor allem die Erderwärmung und der Plastikmüll in den Weltmeeren. 

Immerhin geben die meisten an, dieser Verantwortung gerecht werden zu wollen. Was kaufen wir, was stellen wir auf den Tisch, wie umweltfreundlich bewegen wir uns vorwärts? Das sind Fragen, die zunehmend mehr Väter und Mütter beschäftigen, wie die Studie zeigt. Wo sie selber etwas für Umwelt, Natur, Klima tun können, tun sehr viele es auch. „Am stärksten umgesetzt werden Aktivitäten, die in der Eigenverantwortung liegen, wie Mülltrennung, nachhaltiger Konsum, Einsparen von Strom und Wasser“, fassen die Meinungsforscher die Ergebnisse ihrer Studie in diesem Bereich zusammen. Was auffällt: Insbesondere werdende Eltern sind in Hinblick auf ein nachhaltiges Familienleben ehrgeizig und engagiert, sie wollen es gut machen. Und werden dann offenbar vom ganz normalen täglichen Chaos gebremst. 

Die Zahlen dazu im Einzelnen:

  • Thema Ernährung
    Auch wenn sich das im tatsächlichen Einkaufsverhalten noch nicht komplett widerspiegelt – drei Viertel der Eltern geben an, regionale und saisonale Lebensmittel zu bevorzugen. Nur etwa 25 Prozent halten sich in ihrem Einkaufsverhalten nicht an diese Formel. Diese beiden Zahlen ziehen sich durch die gesamte Elternschaft, egal ob werdende Eltern, Mütter und Väter von Kleinkindern oder Familien mit Teenagern einkaufen gehen.
  • Thema Energie und Wohnen
    Es dient dem Klima, schont aber auch den Geldbeutel: Eine große Mehrheit der Familien versucht, sparsam mit Strom und Wasser umzugehen (80 bzw. 83  Prozent) und umweltfreundlich zu heizen (74 Prozent). 54 Prozent der Eltern geben an, Ökostrom zu nutzen. 
  • Thema Konsum
    Geht es darum, wo Produkte herkommen und was sie enthalten, werden Mütter und Väter hellhörig. Das Tierwohl, die Herstellung aus nachhaltigen Rohstoffen und wenig Verpackung gehören zu den wichtigsten Kriterien beim Kauf. Und 74 Prozent der Eltern sagen, dass sie lieber kaufen, was in Deutschland hergestellt wurde.

    Weil kaum irgendwo so viel Müll anfällt wie beim Wickeln eines Babys, haben wir hier noch genauer nachgefragt. Die allermeisten Eltern von Kindern bis drei Jahren setzen auf bequeme Einmalwindeln. Noch wichtiger als Nachhaltigkeit ist ihnen der Schutz der zarten Babyhaut. Über 90 Prozent erwarten von ihren Windeln: Hautverträglichkeit, hohe Produktqualität und dass sie keine bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten. Wenn die Windel dann noch nachhaltig produziert wurde – umso besser.: Jeweils über 70 Prozent wünschen sich recyclebare Verpackungen, nachhaltige Rohstoffe und Transparenz bei der Produktion.  
  • Thema Abfälle
    Den Müll trennen – das machen neun von zehn Befragten: „Häufig" sagen 67 Prozent der werdenden Eltern, etwas weniger, nämlich 58 sind es bei den Eltern mit Babys und Kleinkindern. Wahrscheinlich liegt es am Stress – wer nicht genug Schlaf hat und viel Aufregung, kümmert sich weniger um Mülltüten. Etwa drei Viertel der Familien versuchen es mit Müllvermeidung oder achten schon beim Kauf darauf, Verpackungsmüll zu reduzieren.
  • Thema Mobilität
    Tragetuch, Fahrradanhänger, Kinderkarre, Bus und Bahn – Eltern sind ziemlich umweltfreundlich unterwegs. Solange es möglich ist. Aber 44 Prozent geben an, selten oder nie aufs Auto zu verzichten. Immerhin 66 nutzen ab und zu oder häufig das Rad oder gehen zu Fuß. Allerdings legen 40 Prozent nach wie vor Wert auf Urlaubsflüge und Ferien außerhalb ihrer Region. 

Was ändert Corona?

Vater hat seine Tochter auf dem Rücken
© NDAB Creativity, Shutterstock

An die Zukunft der Kinder denken, jetzt schon in ihrem Sinne handeln – darin sind sehr viele Mütter und Väter gut. Aber was macht die Gegenwart mit ihnen? Gegenwart heißt derzeit: Corona. Die Pandemie bestimmte das Leben im vergangenen Jahr und auch in diesem noch. 

Deshalb erstaunt es fast, dass 37 Prozent der Befragten (im Dezember) angaben, ihr Familienleben habe sich durch die Krise nicht oder nur wenig verändert. Nur bei den Alleinziehenden und den werdenden Eltern sind es mit 28 bzw. 23 Prozent weniger.

Die, die sich sehr bis ziemlich belastet fühlen, leiden vor allem unter den Kontaktbeschränkungen: Spielkameraden für ihr Kind, Verwandte, Freunde und Bekannte fehlen fast 50 Prozent der Baby- und Kleinkindeltern sehr. Verständlicherweise sind unter den besonders belasteten Eltern viele Alleinerziehende, die in normalen Zeiten auf Kontakte und Unterstützung außerhalb der kleinen Familie besonders setzen.
Bei allen persönlichen Problemen und Einschränkungen scheinen Eltern aber zu sehen, dass Krisen wie diese Pandemie auch Chancen bieten. Sie führen dazu, dass wir vieles anders betrachten, uns auf Wesentliches besinnen, über unsere Welt neu nachdenken.

Angesichts der Corona-Erfahrungen: Was haben Familien gelernt? Welche Veränderungen in Gesellschaft und Politik erhoffen sich Eltern? Die wichtigsten vier Wünsche lauten: „Bessere Bezahlung von Berufen im medizinischen Bereich, in Pflege und Einzelhandel“, „stärkerer Zusammenhalt innerhalb der Familie“, eine „bessere digitale Ausstattung der Schulen“ und „bessere Betreuungsangebote“. Bei den Jüngeren spielt auch Nachhaltigkeit eine große Rolle: Dringendster Veränderungswunsch in der Gruppe der werdenden Eltern ist ein „höheres ökologisches Bewusstsein für die Herstellung von Produkten“.
Wieder sieht es so aus, als stünden Umweltthemen bei den Eltern älterer Kinder nicht ganz so im Fokus. Warum das so ist und weshalb Eltern die Verantwortung für ein ökologisch vernünftigeres Leben nicht allein tragen dürfen, das lest ihr im Interview mit der Umweltpsychologin Dr. Katharina Beyerl.