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Welche Matratze für Kinder? Diese Baby- und Kindermatratzen bestehen den Sicherheitstest

Welche Matratze für Kinder: Baby schläft auf fester, weißer Matratze
© fizkes / Adobe Stock
Gerade Babys verbringen einen Großteil ihrer Zeit unbeaufsichtigt im Babybett – umso wichtiger ist für sie eine Matratze, die absolut sicher ist. Kleine und große Kinder brauchen darüber hinaus Matratzen, die sich optimal an ihren wachsenden Körper anpassen. Welche Matratze für Kinder welchen Alters ideal ist und welche Sicherheitsrisiken Kindermatratzen im Test von ÖKO-TEST und Stiftung Warentest aufwiesen, erfahrt ihr hier.  

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Erst mit der passenden Kindermatratze wird das Baby- oder Kinderbett zu einer bequemen Schlafstätte, in der euer Kind sicher und geborgen durchschlafen kann. Doch ein Blick auf die Baby- und Kindermatratzen im Test von ÖKO-TEST und Stiftung Warentest zeigt: Dass Babymatratzen rundum sicher sind, ist nicht selbstverständlich, nicht einmal bei namhaften Marken. Welche Matratzen für Kinder unbedenklich sind und auf welche Kriterien es beim Matratzenkauf ankommt, haben wir für euch zusammengefasst.  

Welche Matratze ist für Kinder sicher? 

Sicherheit ist vor allem bei Babymatratzen (60 x 120 oder 70 x 140 cm) das wichtigste Kaufkriterium. Schließlich können die Kleinen sich in den ersten Monaten nur eingeschränkt selbst bewegen und sind darauf angewiesen, dass ihre Schlafstätte keine Sicherheitsrisiken birgt. Eine feste Matratze, in die Babys mit dem Gesicht nicht einsinken können, gehört neben einem guten Babyschlafsack zu der Grundausstattung, die empfohlen wird, um den plötzlichen Kindstod vorzubeugen. 

Sobald Kinder mobil werden, ist es dann gerade ihr Bewegungsdrang, der zum Sicherheitsrisiko werden kann. Welche Matratze für Kinder sicher ist, könnt ihr anhand der folgenden Kriterien überprüfen:

  • Nicht zu weich: Gerade für Babys darf die Matratze nicht zu weich sein. Dreht sich euer Baby versehentlich auf den Bauch, kann es sonst passieren, dass es mit dem Gesicht in der Matratze einsinkt und keine Luft mehr bekommt. Um das Erstickungsrisiko bei Babymatratzen zu minimieren, werden diese seit 2017 einem sogenannten Kugeltest unterzogen. Dieser simuliert mit einer Stahlkugel, was passiert, wenn sich Babys im Schlaf auf den Bauch drehen. Ob die von euch gewählte Matratze einen solchen Test durchlaufen hat, erkennt ihr an der DIN EN-Norm 16890 Kennzeichnung (Nummer und Datum). Die DIN-Norm ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, gilt heute vielen Herstellern aber als Standard. 
  • Keine verschluckbaren Kleinteile: Die Kindermatratze muss so verarbeitet sein, dass sich keine Kleinteile lösen können. Das kann zum Beispiel der Schieber vom Reißverschluss sein oder das Füllmaterial, welches kleine Kinder allzu leicht verschlucken könnten. Deshalb sind Matratzen, die sich zum Beispiel nur mit speziellem Werkzeug oder einer Büroklammer öffnen lassen, die sicherere Variante. In den unabhängigen Baby- und Kindermatratzen-Tests von ÖKO-TEST und Stiftung Warentest werden alle Modelle auch auf verschluckbare Teile getestet. 
  • Mit Trittkante: Kindermatratzen mit einem festen Matratzenrand, der sogenannten Trittkante, minimieren die Gefahr, dass Kinder beim Toben im Bett zwischen Matratze und Bettgestell rutschen und mit dem Fuß umknicken können. 
  • Ohne Schadstoffe: Selbstverständlich sollten Baby- und Kindermatratzen frei von Schadstoffen sein. Die einschlägigen Tests zeigen aber, dass hier immer noch gesundheitsgefährdende Stoffe wie Antimon oder halogenorganische Verbindungen drinstecken – entscheidend ist, in welcher Menge. Gerade das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wertet Produkte mit erhöhten Schadstoffmengen streng ab.  

Zu guter Letzt muss eine Kindermatratze exakt die deklarierte Größe haben, damit keine Lücken im Babybett entstehen, in denen euer Kind Arme und Beine einklemmen kann.  

Die besten Kindermatratzen: Diese Matratzen empfehlen ÖKO-TEST und Stiftung Warentest 

Die Baby- und Kindermatratzen der Größe 70 x 140 cm, die in den letzten Jahren gut bis sehr gut in den Tests von ÖKO-TEST und Stiftung Warentest abgeschnitten haben, erfüllen die oben aufgeführten Sicherheitskriterien und bringen teilweise weitere vorteilhafte Features mit. So hat die Julius Zöllner Dr. Air Premium Babymatratze, die 2020 Testsieger bei ÖKO-TEST wurde, einen integrierten Nässeschutz und kann gewendet werden: Von der einen Seite ist die Matratze, die es in den Größen 60 x 120 und 70 x 140 cm gibt, eine mittelweiche Babymatratze für Kinder bis 18 Monate, von der anderen eine weichere Kleinkindmatratze.

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Weitere ÖKO-TEST-Testsieger in den letzten Jahren waren: 

Im Test von Stiftung Warentest gehörten diese Kindermatratzen zuletzt zu den Besten:

Immer wieder gut abgeschnitten bei beiden Testinstanzen hat auch die Kindermatratze Jonas von JYSK (ehemals Dänisches Bettenlager). Zusammen mit der Träumeland Regenbogen Basic gehört sie zu den Kindermatratzen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn Stiftung Warentest ihre Liegeeigenschaften wegen der geringen Luftdurchlässigkeit nur als “befriedigend” bewertet.  

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Welche Matratzen für Kinder außerdem gut abgeschnitten haben und welche Vor- und Nachteile sie im Einzelnen haben, könnt ihr in unserem Babymatratzen-Vergleich einsehen, in dem wir uns die Testsieger genauer angeschaut haben.  

Material, Luftdurchlässigkeit und Co. – worauf sollte man noch achten beim Kauf einer Kindermatratze? 

Neben der Sicherheit sollte auch der Komfort bei einer Kindermatratze nicht zu kurz kommen. Eine gute, hygienische Matratze ist mit Luftkammern und Belüftungskanälen im Matratzenkern ausgestattet, die für Luftdurchlässigkeit sorgen. In Kombination mit einem atmungsaktiven Matratzenbezug minimiert ein solches Belüftungssystem das Erstickungsrisiko und sorgt für ein angenehmeres Schlafklima, weil euer Kind im Schlaf nicht so stark schwitzt.  

Die meisten Kindermatratzen bestehen aus aufgeschäumtem Polyurethan (PUR). Dieses Material ist leicht, luftdurchlässig und passt sich gut an den wachsenden Kinderkörper an –sofern es nicht zu weich ist. Außerdem muss eine Schaumstoffmatratze vor der ersten Benutzung gründlich ausgelüftet werden und kann bei einseitiger Nutzung Kuhlen bilden.

Wer mehr Geld für eine Babymatratze ausgeben kann, bekommt mit einer Kokos-Latex-Matratze ein natürlicheres und festeres Modell. Kokosfasern sind ein natürliches, atmungsaktives Material, das gerade für Babys genau die richtige Härte hat. Oft sind Kokos-Matratzen Wendematratzen mit einer härteren Kokos-Seite für Babys und einer weicheren, punktelastischen Kleinkindseite, zum Beispiel aus Naturkautschuk wie bei der Prolana Lara Plus Babymatratze. Prolana setzt bei seinen Kindermatratzen grundsätzlich auf natürliche Stoffe, sodass hier auch der Matratzenbezug zu 100 Prozent aus Baumwolle besteht. Eine Kindermatratze aus Kokos ist aber auch deutlich dünner und schwerer als eine Schaumstoffmatratze und hat außerdem keine Trittkante.  

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Nicht zuletzt spielen auch Haltbarkeit und Pflegeaufwand bei der Wahl der richtigen Matratze für Kinder eine Rolle. Der Matratzenbezug sollte abnehmbar und bei 60 Grad in der Maschine waschbar sein. Für Eltern leichter zu handhaben sind dabei Bezüge, die hälftig getrennt werden können und so nicht bei jedem Fleck als Ganzes abgezogen und gewaschen werden müssen. Einen solchen Matratzenbezug hat zum Beispiel auch der Stiftung Warentest Testsieger Paradies Mariella Hygienica.

Diese Matratze ist genau wie der ÖKO-TEST-Sieger, die Julius Zöllner Dr. Air Premium Babymatratze, mit einem integrierten Nässeschutz ausgestattet, der den Matratzenkern vor Flecken jeder Art schützt und sie so länger haltbar macht. Beide Matratzen sind außerdem Wendematratzen. Das heißt, sie sind von beiden Seiten gleichermaßen als Baby- und Kindermatratze nutzbar, was ihre Haltbarkeit zusätzlich erhöht.  

Welchen Härtegrad brauchen Matratzen für Kinder? 

Eine gute Baby- und Kindermatratze ist nicht zu weich und nicht zu hart. Entscheidend ist, dass sie sich so an die Körperform eures Kindes anpasst, dass die Wirbelsäule optimal unterstützt wird. Dafür darf der Körper maximal 3 bis 4 cm in die Matratze einsinken. Bestimmte Härtegrade spielen hierbei keine Rolle, auch weil es dafür keine einheitlichen Normen gibt.  

Wann ist es Zeit, die Kindermatratze zu wechseln?  

Matratzen für Babybetten sind in der Regel 60 x 120 oder 70 x 140 cm groß. Wann ein Wechsel zur nächsten Größe – 70 x 160 oder gleich 90 x 200 cm – ansteht, merkt ihr daran, wie viel Platz euer Kind noch bis zum Kopf- und Fußende hat. Sind es weniger als 10 cm, ist es Zeit für ein größeres Bett. Dementsprechend reichen die Standard-Kindermatratzen (70 x 140 cm) maximal bis zu einer Körpergröße von 120 cm, das entspricht in etwa einem Kleinkind von 4 bis 5 Jahren. Dann ist es Zeit für das erste eigene Jugendbett (90 x 200 cm). 

Tipp: Unterschiedliche Liegeeigenschaften für Babys und Kleinkinder sind kein ausreichender Grund, eine Kindermatratze zu wechseln. Obwohl einige Hersteller wie Julius Zöllner oder Orthomatra spezielle Wendematratzen mit einer Baby- und einer Kleinkindseite anbieten, konnte Stiftung Warentest hier keine großen Unterschiede feststellen. Kleinkinder können also genauso gut auf einer Babymatratze schlafen, bis sie ihr entwachsen sind.  

Unabhängig davon wird aus hygienischen Gründen empfohlen, Matratzen alle fünf Jahre zu wechseln.

Welche Matratze für Kinder ist in der Größe 90 x 200 cm zu empfehlen? 

Je größer euer Kind ist, desto eher braucht es eine Matratze, die individuell zu seiner Körpergröße und Körperform passt. Welche Matratze für große Kinder die richtige ist, lässt sich damit nicht mehr pauschal sagen. Eltern müssen aus dem Matratzenangebot aus Federkern-, Schaumstoff- und Latexmatratzen das richtige Modell für ihr wachsendes Kind finden. Im Matratzen-Test von Stiftung Warentest (02/2022) empfiehlt die Verbraucherstiftung für kleine Personen mit normaler Statur, und damit auch für Kinder, die Schaumstoffmatratze Billerbeck Hermine. Diese verfügt über gute Liegeeigenschaften für große und kleine Personen in jeder Liegeposition, ist luftdurchlässig, sehr gut haltbar und frei von Schadstoffen. Insgesamt kommt die Matratze auf ein gutes Qualitätsurteil von 2,2. 

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Die beste Federkernmatratze für Kinder in einem älteren Matratzen-Test von Stiftung Warentest (2019) ist mit einem Testurteil von 1,8 die Emma Dynamic. Die mittelfeste Matratze bietet gute Abstützeigenschaften für fast alle Körpertypen, ist frei von Schadstoffen, sehr haltbar und sehr gut waschbar. Mit einer Größe von 140 x 200 cm ist sie jedoch kein Jugendzimmer-Standard, sondern nur für große Betten geeignet. Mit der Emma One bietet der Hersteller aber eine 90 x 200 cm Federkernmatratze an, die produktgleich mit der getesteten Emma Dynamic ist.  

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Die beste 90 x 200 cm Federkernmatratze für Kinder ist im Test von Stiftung Warentest die Breckle Smart Sleep 6000 KS TFK mit einem Testurteil von 2,4 (2021).  

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Für einen guten, gesunden Schlaf braucht es neben der richtigen Matratze auch das richtige Bettzeug. Welche Schlafsäcke, Kopfkissen und Bettdecken sich für euer Kind am besten eignen und welche gut in den einschlägigen Tests abgeschnitten haben, erfahrt ihr ebenfalls bei ELTERN.

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