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Was lohnt sich für meine Familie? Wohnmobil kaufen oder mieten: die Vor- und Nachteile!

Mama und Baby im Wohnmobil
© Halfpoint / shutterstock
Entspannt mit der Familie in den Urlaub fahren? Ja! Mit einem Wohnwagen? Auch ja! Doch bei der Frage, ob sie ein Wohnmobil direkt kaufen oder lieber mieten wollen, geraten viele Familien ins Stocken. Wir zeigen die Vor- und Nachteile von beiden Varianten auf. 

Frei. Ungebunden. Jeden Tag etwas Neues sehen. Urlaub mit einem Wohnmobil liegt spätestens seit der Corona-Pandemie voll im Trend. Gerade auch für Familien mit Kindern, die kein All-Inklusive-Cluburlaub wollen, sondern lieber All-inklusive-Naturabenteuer. Ein Gegenentwurf zum Massentourismus.

Doch bevor ihr einfach die Sachen im Camper verstauen und losdüsen könnt, müsst ihr zunächst zwei elementare Fragen klären: Welches Reisemobil soll es werden? Und wollen wir mieten oder kaufen? Hier kommen unsere Tipps:

Welche Varianten gibt es?

Verschiedene Wohnmobiltypen
© Alexandr III / Shutterstock

Wohnwagen oder Wohnmobil? Ist das nicht das Gleiche? Nein! Der Wohnwagen ist ein Pkw-Anhänger ohne eigenen Motor. Du kannst ihn auf dem Campingplatz stehen lassen und mit deinem eigenen Auto zum Supermarkt fahren. Das derzeit beliebtere Wohnmobil ist zwar ähnlich ausgestattet wie der Wohnwagen, verfügt aber über einen eigenen Antrieb und eine eigene Fahrerkabine. Abkuppeln geht also mit diesem Typ nicht, dafür ist mehr Platz im Innenraum – zum Beispiel für Fahrräder.

Doch es gibt nicht einfach nur DAS Wohnmobil, auch hier sind viele verschiedene Unterarten auf dem Markt. Die bekannteste und kleinste Form ist der Campingbus, auch Van genannt. Eine andere Form, die in Deutschland nicht so verbreitet ist, ist die Wohnkabine, die auf einen Pick-up-Truck gesetzt wird.

Das Alkoven-Reisemobil gilt als das klassische Wohnmobil. Dieses Fahrzeug hat über der Fahrerkabine einen Schlafaufbau (Alkoven). Ansonsten ist der Innenausbau identisch mit dem nächsten Fahrzeugtypen, dem sogenannten Teilintegriertem Reisemobil. Diese Art von Wohnmobil ist in den Grundzügen ein Transporter. Die originale Fahrerkabine ist bei diesem Typ noch erhalten, nur der hintere Teil bekommt einen Wohnaufbau. Dann gibt es noch das Vollintegrierte Reisemobil. Dieses unterscheidet sich von dem Teilintegriertem nur insofern, dass die Fahrerkabine "voll integriert" ist und somit ist von außen nicht mehr zu erkennen ist, dass das Reisemobil auf Transporterbasis gebaut ist. Bezeichnend für diesen Typ sind die steil abfallende Front und die großen Windschutzscheiben. Und zu guter Letzt: die Luxus-Wohnmobile, die das Fahrgestell eines Lkw haben und deshalb deutlich mehr Platz bieten – luxuriöser eben.

Im Folgenden gehen wir vor allem auf den Typ Wohnmobil ein, doch viele der Vor-und Nachteile lassen sich auch auf alle Arten übertragen.

Ein Wohnmobil mieten

Was lohnt sich für meine Familie?: Wohnmobil kaufen oder mieten: die Vor- und Nachteile!
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Ganz klar und absolute Empfehlung: Habt ihr noch keine Erfahrung mit einem Urlaub im Wohnmobil, solltet ihr auf jeden Fall für den ersten Trip ein Wohnmobil mieten. Noch besser sind zwei, drei weitere Trips zum Ausprobieren.

Die Vorteile

  • Mieten ist günstiger als Kaufen – zumindest in den meisten Fällen. Die Miete eines Wohnmobils kostet in der Hauptsaison im Durchschnitt 120 Euro pro Tag für eine Basisaustattung. Meist kommt noch eine Servicepauschale von 100 bis 130 Euro obendrauf. Langzeitmieter bekommen häufig Rabatt. Klar, auch kein Schnäppchen und trotzdem ist die Miete eines Wohnmobils in der Regel günstiger als eine Neuanschaffung von durchschnittlich 40.000 Euro plus der laufenden Kosten.
  • Mieten spart Zeit. Nach der Auswahl des geeigneten Fahrzeugs und dem Abschluss des Mietvertrags kannst du im Grund einfach losfahren. Und nach dem Urlaub gibst du das gute Teil einfach wieder ab. Viele Anbieter bieten zusätzlich eine Reinigungspauschale an, bei dem du das Wohnmobil noch nicht einmal gesäubert hinterlassen brauchst. Ansonsten gilt bei den meisten Anbietern: besenrein.
  • Du brauchst keinen Stellplatz und musst dir keine Gedanken um eine Garage machen, wo du dein Gefährt in der urlaubsfreien Zeit parken kannst.
  • Du kannst dich zurücklehnen. Es kann immer mal passieren, dass etwas kaputt geht und du mit dem Wagen in die Werkstatt musst. Doch ist der Wagen gemietet, unterstützt dich der Anbieter bei der Abwicklung. Bei den gewerblichen Vermietern ist so gut wie immer eine Vollkaskoversicherung inklusive. Unterschiede gibt es bei der Selbstbeteiligung, die variiert zwischen 1000 und 2000 Euro.
  • Du hast kein schlechtes Gewissen. Mit einem gemieteten Wohnmobil brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, wenn es ein Jahr mal stehen bleibt und du stattdessen deinen Urlaub anders verbringst.
  • Du kannst alles testen. Denn ob ihr wirklich Familie Wohnmobil seid oder euch doch eher ein VW Bus zusagt, weißt du erst, nachdem du alles ausprobiert hast.

Die Nachteile

  • Du musst flexibel sein oder schon sehr früh planen. Gerade in den Ferienzeiten sind viele Camper bereits ausgebucht und dein Lieblingsmodell steht unter Umständen nicht mehr zur Verfügung.
  • Spontan ist schlecht. Schnell mal übers Wochenende mit dem Wohnmobil weg ist meistens nicht möglich. Viele Anbieter haben eine Mindestmietzeit.
  • Du bekommst, was du bekommst und wenn dir beispielsweise die Inneneinrichtung nicht gefällt, heißt es leider: Pech gehabt.

Ein Wohnmobil kaufen

Was lohnt sich für meine Familie?: Wohnmobil kaufen oder mieten: die Vor- und Nachteile!
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"Die Faustformel lautet, dass sich ab vier bis sechs Wochen Nutzung pro Jahr ein Kauf lohnt, abhängig vom Modell und der Reisezeit“, erklärt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verband (CIVD) gegenüber dem Spiegel.

Die Vorteile

  • Die Flexibilität mit einem Wohnmobil ist kaum zu toppen. Ob ein Wochenendtrip, für eine Nacht zu Freunden ohne Gästebett oder in der Elternzeit für 12 Wochen in den Süden: All das geht ohne große Probleme.
  • Der Preis bleibt gleich. Nachdem du einmal den Anschaffungspreis gezahlt hast, ist es erst einmal egal, ob du einmal oder 12-mal im Jahr mit deinem Wohnmobil unterwegs bist. Laufende Kosten mal ausgenommen.
  • Der Wertverlust hält sich in Grenzen für ein gepflegtes Reisemobil.Generell gilt, dass Reisemobile nach zehn Jahren auf rund ein Drittel im Wert gesunken sind. Ursache dafür sind die geringen Kilometerleistungen. Verkaufst du dein gutes Stück also wieder, solltest du noch einen guten Preis erzielen. 
  • Packen ist kein Problem. Viele Dinge, die du auf Reisen immer benötigst, kannst du einfach in deinem Reisemobil lassen. So verläuft der Start in den Urlaub viel schneller und bequemer.
  • Die Hygiene. Bei einem gemieteten Gefährt weißt du nie, wie gründlich der Reinigungsprozess vom Vormieter bzw. Anbieter durchgeführt wurde.
  • Alles, wie du es magst. Du kannst die Inneneinrichtung individuell nach deinem Geschmack gestalten. Und wenn dir Jahre später der Stil nicht mehr zusagt, kannst du jederzeit Veränderungen vornehmen. Genauso bist du auch in der Ausstattung flexibel.

Die Nachteile

  • Die Kosten: Alleine der Anschaffungspreis ist ein ziemlicher Happen. Für ein neues Wohnmobil kannst du locker mit 40.000 Euro rechnen, die Grenze nach oben ist offen. Um den Anschaffungswert rauszubekommen, muss eine Familie vier- bis sechsmal im Jahr mit dem Wohnmobil in den Urlaub fahren.
    Hinzu kommen die laufenden Kosten wie Steuer, Versicherung, TÜV, Instandhaltung, Reparaturen, Reifenwechsel, Stellplatz und Co. Eine Familie kann da schon mal mit 2500 Euro pro Jahr an laufenden Kosten rechnen.
  • Die Reinigung ist nicht zu unterschätzen. Kommst du aus deinem Caravaning-Urlaub zurück, kannst du dein Wohnmobil leider nicht einfach abstellen, sondern musst es von innen und außen reinigen. Hinzu kommt eine zusätzliche Grundreinigung, die einmal im Jahr stattfinden sollte. Am besten wenn du dein Fahrzeug winterfest machst.
  • Du brauchst einen Stellplatz für dein Wohnmobil.Grundsätzlich darfst du dein Wohnmobil unbegrenzt lange auf Parkplätzen und öffentlichen Straßen abstellen, solange es nicht explizit durch ein Schild verboten ist. Die einzigen Voraussetzungen: Das Wohnmobil hat weniger als 7,5 Tonnen, es ist zugelassen und blockiert beispielsweise durch seine Höhe keine Straßenschilder. Manche Städte und Gemeinden haben gesonderte Bedingungen für das Abstellen von Wohnmobilen erlassen. Informiere dich am besten vor dem Kauf. Besser für die Werterhaltung des Wohnmobils ist es aber natürlich, wenn es sicher geschützt zum Beispiel in einer Garage untergebracht wird.
ELTERN

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