Ostern
 
Vier Fragen an den Osterhasen

Was ist wahr an all den Geschichten und Gerüchten rund um den Osterhasen? Wir hatten das Glück mit dem Meister (Lampe) persönlich zu sprechen!

Ostern: Vier Fragen an den Osterhasen

Seit wann legen Hasen eigentlich Eier?
Seit etwa 400 Jahren. Dass ich als Säugetier begann, Eier zu legen, war schon damals eine echte Sensation. Nur das Schnabeltier ist außer mir dazu in der Lage.
Mein Aufgabenfeld hat sich seitdem stark erweitert. Ich lege nicht nur Eier, sondern auch Barbiepuppen, Legosteine und Bilderbücher. In Sachen Popularität habe ich das Schnabeltier damit längst abgehängt.

Apropos populär: Bist du auf der ganzen Welt ein willkommener Gast?
Mein Einsatzgebiet liegt schwerpunktmäßig in den westlichen Kulturen, im engeren Sinne dort, wo man die Auferstehung Christi, also Ostern, feiert.
Eigentlich merkwürdig, da die katholische Kirche uns Hasen jahrhundertelang bekämpft hat. Wir waren das Symbol für Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit. Aber irgendwann haben sich christliche und heidnische Bräuche wohl vermischt.
Nach China zum Beispiel fahre ich nie. Dort feiert man im Frühjahr nicht Ostern, sondern das Neujahrsfest. Deswegen habe ich dort nichts zu suchen.

Dein Einsatz in Ehren, aber warum musstest du den Hühnern ihren Job wegnehmen?
Gegenfrage: Warum wollten ihn die Hühner nicht selbst machen? Das Federvieh denkt von jeher, es sei etwas Besseres. Dachte, es macht sich unglaubwürdig, wenn es bunte Eier in die Nester setzt. Es waren evangelische Pädagogen, die mich damals überredet haben, den Job zu übernehmen. Jahrelang gab es böse Gerüchte.

Stimmt es, dass Schokohasen die Weihnachtsmänner vom Vorjahr sind?
Ich gebe zu, ich kooperiere intensiv mit dem Weihnachtsmann. Geschenke, die er nicht bringen konnte, übernehme häufig ich. Aber austauschbar sind wir nicht, nicht einmal in Schokolade! Behauptungen, man schmelze die in den Supermarktregalen stehen gebliebenen Schoko-Weihnachtsmänner ein, um sie beim nächsten Fest als Hasen zu verkaufen, sind völliger Unsinn.