Corona-Krise
 
Krisenmanagement: An wen du dich wenden kannst, bevor es knallt

Die aufgrund der Corona-Krise auferlegten Kita- und Schulschließungen bedeuten für viele Familien ein erhöhtes Konfliktpotential. Nicht jeder kann seinen eigenen Stress auf engem Raum konstruktiv bewältigen. An wen du dich in so einer Situation wenden kannst, erfährst du hier.

Eine gestresste Mutter sitzt auf dem Sofa während ihre zwei Kinder wild toben
iStock, fizkes
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Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich in einem Interview mit RTL und n-tv besorgt zum Thema häusliche Gewalt geäußert. Sie befürchtet aufgrund der Ausgangsbeschränkungen einen Anstieg der Auseinandersetzungen innerhalb von Familien. „Umso wichtiger ist es, dass jetzt auch die Schutzeinrichtungen weiter aufrechterhalten werden.", sagte sie.
 
Falls du dich aufgrund deiner Lebenssituation überfordert, gefährdet oder gestresst fühlst, kannst du dich derzeit an folgende Beratungsstellen wenden:

Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen"

Da Experten angesichts der Corona-Krise eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt befürchten, verweisen sie jetzt auf das Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen". Unter der 08000 116 016 wird kostenfreie Erst- und Krisenunterstützung geleistet. Der Service ist rund um die Uhr besetzt. Das Hilfstelefon ist anonym und bietet Unterstützung in 18 Sprachen. 

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP e.V.) bietet ab sofort einen anonymen und kostenlosen Beratungservice an. Die sogenannte BDP-Corona-Hotline ist täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Nummer 0800 777 22 44 geschaltet. Hier stehen ehrenamtliche Mitglieder des BDP mit Rat zur Seite.

„Die Angst unter Kontrolle kriegen und Vernunft in Verhalten umsetzen: Das ist eine besondere Aufgabe! Und genau hier können wir als Berufsgruppe unterstützen. Daher stellen wir ab heute mit der BDP-Corona-Hotline ein Beratungsangebot besonderer Art zur Verfügung“, sagt Dr. Meltem Avci-Werning, Präsidentin des BDP.

Das Hamburger Eltern-Telefon

Die Corona-Sorgen Hotline für Eltern ist von Montag bis Freitag zwschen 9 und 16 Uhr geschaltet. Anonym und kostenfrei können sich hier Hamburger Eltern unter folgenden Telefonnummern beraten lassen: (040) 428 12 8209 oder (040) 428 12 8219 oder (040) 428 12 8050.

Bundesweites Elterntelefon des Kinderschutzbundes

Weiterhin hilft das Elterntelefon des Kinderschutzbundes unter der Nummer 0800 111 0 550. Die Beratung findet hier von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr und zusätzlich am Dienstag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr statt.

Die Nummer gegen Kummer

Verzweifelte Jugendliche sitzt auf dem Fußboden und starrt auf ihr Handy
iStock, AntonioGuillem

Für Kinder und Jugendliche gibt es eine gesonderte Hotline – die Nummer gegen Kummer. Die 116 111 ist wie bisher von Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr erreichbar und aufgrund der Corona-Krise ab sofort zusätzlich am Montag, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr.

Örtliche Jugendämter

Bei Sorgen und Nöten können sich Kinder, Jugendliche oder Familien auch an ihre Jugendämter vor Ort wenden. Die Telefonnummer deines lokalen Jugendamtes findest du auf dem Familienportal des Bundesfamilienministeriums.

Kinder-, Jugend- und Familienberatungsstellen

Aufgrund der Corona-Krise sind die Kinder-, Jugend- und Familienberatungsstellen nur in Ausnahmefällen persönlich erreichbar. Dafür sind aber Telefonberatungen möglich. Welche Beratungsstelle für dich zuständig ist, findest du mit Hilfe der Suchfunktion.

Frauenhelpline gegen Gewalt, Österreich

In Österreich können sich Frauen unter der 0800 222 555 an die Frauenhelpline wenden. Die Beratungs- und Hilfsangebote sind kostenlos und stehen den Betroffenen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Beraterinnen sind zur absoluten Vertraulichkeit verpflichtet. Auf Wunsch können Anruferinnen anonym bleiben.

Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2020

Corona-Krise: Krisenmanagement: An wen du dich wenden kannst, bevor es knallt

Dieser Beitrag ist Teil der Initiative GEMEINSAM GEGEN CORONA der Bertelsmann Content Alliance, zu der auch der Verlag Gruner + Jahr gehört, in dem ELTERN erscheint. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus.

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