Ernährung
 
Feta in der Schwangerschaft: Genießen oder vermeiden?

Käse ist in der Schwangerschaft ein heikles Thema. Sorte und Zubereitung spielen auf einmal eine entscheidende Rolle. Wie sieht es also mit dem beliebten Feta aus? Hier erfährst du alles Wichtige.

Feta in einer Schale mit gemischtem gebratenen Gemüse
iStock, kabVisio
Auf einen Blick
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  • Feta ist ein Salzlakenkäse, der ursprünglich aus Griechenland kommt und mit zahlreichen wichtigen Nährstoffen aufwarten kann.
  • Um eine mögliche Infektion mit Listerien in der Schwangerschaft zu vermeiden, achte immer darauf, dass der Käse pasteurisiert ist.
  • Ist er pasteurisiert, kannst du ihn auch während deiner Schwangerschaft ohne schlechtes Gewissen genießen.

Feta ist ein eingelegter Käse, der seinen Ursprung in Griechenland hat und inzwischen in vielen Ländern zu einer der beliebtesten Käsesorten zählt. Für die Herstellung wird Milch von Schafen verwendet – und bei manchen Sorten werden bis zu maximal 30 Prozent Milch von Ziegen dazu gemischt.

Was sind die Vorteile des Verzehrs?

Neben seinem Geschmack hat der Fetakäse auch gesundheitliche Vorteile. Im Vergleich zu gereiften Käsesorten wie beispielsweise Parmesan oder altem Gouda ist sein Kalorien- und Fettgehalt deutlich niedriger. Feta enthält Bakterien, die die Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken können, sowie konjugierte Linolsäuren (CLA), also zweifach ungesättigte Fettsäuren, die Studien zufolge Diabetes vorbeugen können. Gleichzeitig ist Fetakäse vollgepackt mit wichtigen Nährstoffen.
 
100 Gramm Feta enthalten unter anderem (Prozentangaben entsprechen dem täglichen Bedarf eines Erwachsenen):

  • Phosphor: 51 Prozent
  • Kalzium: 45 Prozent
  • Vitamin B12: 38 Prozent
  • Zink: 24 Prozent
  • Vitamin B3: 23 Prozent

Des Weiteren enthält Fetakäse die Vitamine A und K sowie eine gewisse Menge an Eisen (100 Gramm entsprechen 5 Prozent des täglichen Bedarfs) und Magnesium (hier sind es 7 Prozent).
 
Schaf- und Ziegenmilch enthalten im Vergleich mehr Kalzium als Kuhmilch. In den oben angegebenen Mengen können Phosphor und Kalzium die Knochenentwicklung unterstützen und einer Schwangeren beispielsweise dabei helfen, ihre täglich empfohlene Menge an Kalzium aufzunehmen.

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Gibt es Gefahren für dich und dein Baby?

Die größte potenzielle Gefahrenquelle liegt beim Feta tatsächlich in der Zubereitung. Es ist vor dem Verzehr wichtig, dass du auf der Verpackung nachschaust, ob der Käse pasteurisiert ist. Denn Käse, der aus nicht pasteurisierter Milch hergestellt wurde, könnte Listerien enthalten. Also Bakterien, die gefährlich für dein ungeborenes Baby sind.
 
Des Weiteren hat Fetakäse einen relativ hohen Natriumgehalt. 100 Gramm decken satte 87 Prozent deines täglichen Bedarfs ab.

Worauf solltest du beim Fetakäse achten?

Schwangere, die gerne Feta essen, brauchen also nicht auf ihren Lieblingskäse zu verzichten. Denn grundsätzlich ist er eine gute Option, auch – oder gerade während deiner Schwangerschaft. Das Wichtigste ist, dass du beim Einkauf immer darauf achtest, dass der Käse pasteurisiert ist! Außerdem solltest du Feta von Salatbars und offene Salatbars im Allgemeinen meiden, den dort weißt du nicht, wo die Lebensmittel herkommen und wielange sie schon dort liegen.
 
Und solange du nicht Lactose-intolerant bist oder eine starke Reaktion auf salziges Essen hast (gerade während einer Schwangerschaft entwickeln viele Frauen ja bisher unbekannte Abneigungen zu bestimmten Lebensmitteln), musst du dir keine Sorgen machen.
 
Noch ein kleiner Tipp: Fetakäse wird in Salzlake eingelegt, um frisch zu bleiben. Wasch ihn vor dem Verzehr ab. Auf diese Weise kannst du zumindest oberflächlich den Salzgehalt verringern.

Quellen

Changes in fatty acid profile of feta cheese including conjugated linoleic acid, Journal of Science, Food and Agriculture, 2013.
Nährwertrechner Feta, Stand: 20.08.2020.
Microflora of Feta cheese from four Greek manufacturers, International Journal of Food Microbiology, 2008.
Conjugated linoleic acid: health implications and effects on body composition, Journal of the American Dietetic Association, 2004.