Körperbeherrschung und Geschicklichkeit

Im ersten Jahr wird aus einem rührend hilflosen Säugling ein mobiles Kleinkind. Schon mit drei Monaten kann das Baby seinen Kopf halten, wenn es auf dem Bauch liegt und sich auf die Unterarme stützt. Drei Monate später kippt der Kopf nicht mehr nach hinten, wenn man das Baby aus der Rückenlage zum Sitzen hochzieht. Jetzt fängt das Kind auch an, gezielt nach Quietschente oder Rassel zu greifen. Es reicht Gegenstände von einer Hand in die andere.

Mit neun Monaten kann es frei sitzen, es rollt, robbt und rutscht über den Küchenfußboden. Mit etwa zwölf Monaten stehen Kinder zum ersten Mal - noch recht wackelig - auf den eigenen Füßen. Noch vor ein paar Jahren waren Experten davon überzeugt, dass Krabbeln zur gesunden Entwicklung gehört. Heute weiß man, dass zehn bis 13 Prozent aller Babys diese Entwicklungsphase überspringen. Gehirnforscher nehmen an, dass sie eine Art Mentaltraining betreiben. Sie lernen durch Beobachten und werden so reif für den ersten Schritt. Gegenstände werden jetzt ausführlich mit Mund, Fingern und Augen untersucht.