Frau auf dem Markt

Wolfgang Bokelmann
Er ist emeritierter Professor für Ökonomie der Gärtnerischen Produktion an der HU Berlin und spezialisiert auf Nachhaltigkeit.

  1. Im Supermarkt sehr gern die einzeln herumliegenden Bananen mitnehmen oder die Gurke mit trockenem Ende. Sonst wurden sie nur für die Tonne produziert. Wenn wir schon nicht darauf achten, wer dann?
  2. Wer im Winter mal nicht auf Zucchini oder Paprika verzichten kann, sollte in der Zeit zu Sorten aus Südeuropa greifen. Der Heizenergiebedarf der Gewächshäuser ist da nicht so hoch wie in Deutschland, weil das Klima dort natürlich wärmer ist.
  3. TK-Gemüse aus Deutschland oder dem nahen Ausland wurde zur Saison energieeffizient eingefroren. Somit ist es eine top Lösung, wenn es die Ware aktuell nur frisch aus dem weiten Ausland gibt.
  4. Klingt verrückt, aber der Romanasalat, also der, der in die Höhe wächst, ist klimafreundlicher als sein runder Kollege. Denn der Kopf­salat liegt mit seiner gesamten Unterfläche auf, was ein Nährboden für Pilze und Schädlin­ge ist – also auch mehr gespritzt werden muss. Weniger Pflanzen­schutzmittel heißt weniger Ressourcenver­brauch, was die Umwelt schont und auch noch gesünder ist.