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Thema: Elvanse

  1. #51
    elly8 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von JohnSilver Beitrag anzeigen
    Hallo Elly, würde gern von dir mehr über Reaktionen von Elvanse bekommen, wir haben auch das Thema, dass die herkömmlichen Med. zT. gut wirken, aber die Nebenwirkungen nicht hinnehmbar sind. LG JS
    Hallo,

    also das Elvanse wirkt auf jeden Fall gleichmäßiger als die anderen Medis, aber nicht mehr ganz so gut wie am Anfang. ER bekommt jetzt 30 mg. Ich Denke das werden wir vielleicht noch mal etwas erhöhen müssen. Die Lehrerin hat auch den Eindruch, dass das neue Medikament besser wirkt als das Alte. Nachteil: Das Einnässen sowohl Tags als auch Nachts ist wieder wesentlich stärker geworden. Also mal weiter abwarten, wie es sich entwickelt.

    Welche Nebenwirkungen treten denn bei deinem Kind auf? Habt ihr schon umgestellt oder überlegt ihr noch?

    L.G. Elly
    Viele Grüße

    Elly

  2. #52
    JohnSilver ist offline Stranger

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    Standard Re: Elvanse

    Hallo Elly, wir überlegen noch, haben derzeit Strattera, was so für die körperliche Unruhe wirkt, die Impulsivität aber kaum beeinflusst. Ist das Einnässen eine Nebenwirkung, seit dem ihr Elvanse nehmt? Wir sind dankbar für jede Erfahrung.
    schöWochenend+LG JS

  3. #53
    Avatar von orfanos
    orfanos ist offline Legende

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von PhilOdendron Beitrag anzeigen
    @Elly8
    Ich bin Diplombiologin, geschieden und habe 2 Kinder. Mein Sohn hatte als Kleinkind Entwicklungsschwierigkeiten (Innenohrprobleme, Sprachentwicklungsstörung etc.). Als später aber die Scheidungskrise dazukam, hatte er zusätzliche Schulleistungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme, bekam dann erstmal die Diagnose Asperger, dann noch ADHS dazu. Ich hatte bis dato von diesen Krankheiten (vor allem von ADHS) nichts Genaues gehört und mich dann bis heute sachkundig gemacht, mit Vorträgen, FachkollegInnen, Literatur, Symposien etc.
    Warum hast du nie mit einem wirklichen Fachmann/-frau gesprochen? Ich sehe Biologen (ob nun mit Diplom oder ohne) nicht als ausreichend mit der Materie AD(H)S befasst, als dass ich sie als Experten aufzählen würde.
    Ich musste erkennen, dass diese Diagnosen aboluter Unsinn waren...
    Du musstest? Meine Güte, du Arme! Vielleicht hat einfach dein Wissen und deine Kenntnisse nicht gereicht?
    ...und nur davon ablenkten, dass unser Sohn aufgrund seiner körperlich begründeten Entwicklungsschwierigkeiten auf die Scheidungskrise besonders sensibel reagierte.
    Schön, wenn man für alles eine Erklärung findet. Hättest du dich nciht mit deinem Mann gezofft, hätte das Kind kein ADS bekommen. *ioff*
    Das hatte damals kein einziger Fachmann einkalkuliert.
    Wenn das nachgewiesen wäre, hätten sie euch wahrscheinlich auch nach Ehekrise gefragt. Aber ich kenne viele Kinder aus geschiedenen Ehen, bei denen wirklciher Rosenkrieg geherrscht hat - die haben bis auf eines kein AD(H)S. Und das eine hatte es schon diagnostiziert, als die Eltern noch friedlich miteinander gelebt haben.
    Ach ja, mein Sohn hat auch AD(H)S - ich lebe mit seinem Vater glücklich zusammen, wir haben noch keine Krise erlebt, alle Großeltern, Geschwister, Freunde sind noch am Leben (wegen Lebenskrisen usw.) und alles ist paletti! Bis auf sein AD(H)S.
    Nachdem mein Mann und ich unsere Scheidungskrise (auch mithilfe einer psychotherapeutischen Trennungsberatung) bearbeitet hatte, verschwanden die Verhaltensprobleme unseres Sohnes ziemlich rasch.
    Tja, manchmal passieren Dinge auch wirklcih parallel. ABer vielleicht hatte dein Sohn auch kein AD(H)S und der Arzt hat sich geirrt oder nicht gescheit diagnostiziert. Dazu schriebst du ja wohlweislich nichts - obwohl nachgefragt.
    Ritalin hat er ohnedies nie schlucken müssen, das habe ich verhindert.
    Ja zum Glück! Sonst hätte er unter Umständen nicht so leiden müssten. Oder bei falcher Diagnose hätte es nicht gewirkt.
    Die anderen Therapien in Bezug auf die Entwicklungsprobleme haben mittlerweile auch gut angeschlagen, so dass es unserem Sohn nunmehr recht gut geht.
    VT gerande bei ADHS ist nachgewiesenermaßen eine der Therapien, die gute Ergebnisse bringt. Aber oft nut in VErbindung mit Medikation.


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  4. #54
    Avatar von orfanos
    orfanos ist offline Legende

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von PhilOdendron Beitrag anzeigen
    Was mir in diesem Forum stark auffällt ist, dass sehr gerne über Psychopharmaka gesprochen wird, aber nie über eine psychotherapeutische Gesamtstrategie, in die laut verbindlichen ärztlichen Leitlinien eine Psychopharmaka-Gabe ja immer eingebettet sein muss.
    Sein muss - das ist es! Ich gehe bei mind. 90% der User hier völlig selbstverständlich davon aus, dass die Kinder auch Psychotherapie bekommen. Ich schreib auch nicht, dass sie aufs Klo gehen oder ich ab und zu ein- und ausatme, weil das eben selbstverständlich und normal ist.
    Psychopharmaka müssen ja immer nachrangig sein, vorrangig ist Psychotherapie/Psychoedukation etc.
    Das ist nicht richtig! Psychotherapie bedeutet, dass das Kind sich konzentrieren können muss. Nicht der Therapeut arbeitet, sondern das Kind. Also muss es auch leistungsfähig sein. Und das sind AD(H)Sler oft nicht. Mit MEdikation dagegen schon. Dann klappt auch die PT.

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  5. #55
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von orfanos Beitrag anzeigen
    Schön, wenn man für alles eine Erklärung findet. Hättest du dich nciht mit deinem Mann gezofft, hätte das Kind kein ADS bekommen. *ioff*
    Vor allem würde es nicht erklären, warum manche von Geburt an auffällig sind. Mein Sohn war schon im Krankenhaus nach der Geburt etwas anders. "Hab noch nie so ein stures Kind gesehen", meinte eine Schwester. Und meine Mutter, die selbst Krankenschwester auf der Entbindungsstation war, befürchtete irgendwas neurologisches (schlimmeres als ADHS) weil er nie mehr als 2 Stunden schlief, sehr oberflächlich schlief und sehr stark auf äussere Reize reagierte. Und so ging es ja auch weiter. Erst hat er nicht gekrabbelt, nicht gefremdelt, sprach früh, aber wollte nicht laufen.

  6. #56
    Simcha ist offline Stranger

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    Vor allem würde es nicht erklären, warum manche von Geburt an auffällig sind. Mein Sohn war schon im Krankenhaus nach der Geburt etwas anders. "Hab noch nie so ein stures Kind gesehen", meinte eine Schwester. Und meine Mutter, die selbst Krankenschwester auf der Entbindungsstation war, befürchtete irgendwas neurologisches (schlimmeres als ADHS) weil er nie mehr als 2 Stunden schlief, sehr oberflächlich schlief und sehr stark auf äussere Reize reagierte. Und so ging es ja auch weiter. Erst hat er nicht gekrabbelt, nicht gefremdelt, sprach früh, aber wollte nicht laufen.
    Auch mein Sohn war bereits von Geburt an auffällig lebhaft und dementsprechend anstrengend.
    Erst mit Geburt meiner Tochter zwei Jahre später habe ich gemerkt, wie pflegeleicht Babys sein können.

  7. #57
    PhilOdendron ist offline Gesperrt

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    Standard Re: Elvanse

    @Un-Fairie
    Vor allem würde es nicht erklären, warum manche von Geburt an auffällig sind
    Doch! Man darf keinesfalls ausblenden, dass ein Kind bei seiner Geburt schon 9 Monate alt ist. Negative Umwelteinflüsse während der Schwangerschaft erhöhen nachgewiesenermaßen die Zahl von ADHS-Diagnosen. Und einer Scheidung gehen ja oft jahrelange Dissonanzen voraus. Mütterliches Rauchen oder Frühgeburt sind klare Risikofaktoren, aber auch "alleinerziehende Mutter", autoritäres Vaterverhalten, chonische Ehekonflikte, psychische Krankheit eines oder beider Eltern, geringer sozioökonomischer Status usw. sind bereits in der Schwangerschaft als Risikofaktoren für ADHS belegt. Es ist typisch für die ADHS-Diskussion, dass Umwelteinflüsse stur geleugnet werden, womit man den Kindern großes Leid zufügt.

  8. #58
    Avatar von orfanos
    orfanos ist offline Legende

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von PhilOdendron Beitrag anzeigen
    @Un-Fairie

    Doch! Man darf keinesfalls ausblenden, dass ein Kind bei seiner Geburt schon 9 Monate alt ist. Negative Umwelteinflüsse während der Schwangerschaft erhöhen nachgewiesenermaßen die Zahl von ADHS-Diagnosen. Und einer Scheidung gehen ja oft jahrelange Dissonanzen voraus. Mütterliches Rauchen oder Frühgeburt sind klare Risikofaktoren, aber auch "alleinerziehende Mutter", autoritäres Vaterverhalten, chonische Ehekonflikte, psychische Krankheit eines oder beider Eltern, geringer sozioökonomischer Status usw. sind bereits in der Schwangerschaft als Risikofaktoren für ADHS belegt. Es ist typisch für die ADHS-Diskussion, dass Umwelteinflüsse stur geleugnet werden, womit man den Kindern großes Leid zufügt.
    Auch wenn du mich nicht angesprochen hast, mag ich antworten.
    UmweltEINFLÜSSE leugne ich sicher nicht. Aber als Erklärungsmuster taugt das eben nicht. Wenn diese Faktoren, die du oben aufgezählt hast, Risikofaktoren sind, was genau löst das ADS denn dann aus? Und wie bekommen es Kinder (wie meins), was auch während der Schwangerschaft all so etwas nicht "miterlebt" hat, geschweige denn nach der Geburt.
    Ich habe nicht geraucht, er ist keine Frühgeburt, wir waren und sind glücklich verheiratet, mein Mann ist nicht autoritär, haben beide studiert und promoviert und sind körperlich sowie psychisch gesund!

    Orfanos
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  9. #59
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von PhilOdendron Beitrag anzeigen
    @Un-Fairie

    Doch! Man darf keinesfalls ausblenden, dass ein Kind bei seiner Geburt schon 9 Monate alt ist. Negative Umwelteinflüsse während der Schwangerschaft erhöhen nachgewiesenermaßen die Zahl von ADHS-Diagnosen. Und einer Scheidung gehen ja oft jahrelange Dissonanzen voraus. Mütterliches Rauchen oder Frühgeburt sind klare Risikofaktoren, aber auch "alleinerziehende Mutter", autoritäres Vaterverhalten, chonische Ehekonflikte, psychische Krankheit eines oder beider Eltern, geringer sozioökonomischer Status usw. sind bereits in der Schwangerschaft als Risikofaktoren für ADHS belegt. Es ist typisch für die ADHS-Diskussion, dass Umwelteinflüsse stur geleugnet werden, womit man den Kindern großes Leid zufügt.
    Das sind aber Symptome, die typisch sind für neurologische Störungen. NICHT für psychische. Vor allem diese "Schreckhaftigkeit", diese starken Reflexe. Und dass das nicht stimmen kann, sieht man doch ziemlich einfach daran, dass längst nicht alle Kinder, deren Mütter wirklich unter schweren Bedingungen schwanger waren, ADS entwickeln. Früher hatte man da oft viel schwierigere Umstände. Warum hatten dann nicht früher mehr Leute ADHS?

    Und bei mir trafen keine der von dir aufgezählten Faktoren zu. Ausser eigenem ADHS. Was das Rauchen angeht - da hat man inzwischen schon grosse Zweifel, ob es NICHT ursächlich zum ADHS beiträgt. Dass Erwachsene ADHS-ler öfter rauchen als die Durchnittsbevölkerung, ist auch erwiesen - auch Männer, die nicht schwanger werden können. Und ein entsprechendes Kandidaten-Gen hat man ja auch gefunden.

    Genetic Link To Smoking And ADHD - Medical News Today
    http://adhdnet.com/wp/papers09/Thapar_2009.pdf

    Gute Zusammenfassung hier:

    "There may be a link between ADHD and maternal smoking. However, women who suffer from ADHD themselves are more likely to smoke, so a genetic explanation cannot be ruled out. Nevertheless, nicotine can cause hypoxia (lack of oxygen) in utero."

    Causes of Attention Deficit Disorder (ADHD) | Psych Central

  10. #60
    Avatar von MajaMayer
    MajaMayer ist offline willyseine

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    Standard Re: Elvanse

    Zitat Zitat von PhilOdendron Beitrag anzeigen
    Es ist typisch für die ADHS-Diskussion, dass Umwelteinflüsse stur geleugnet werden, womit man den Kindern großes Leid zufügt.
    Niemand leugnet Umwelteinflüsse. wohl aber psychosoziale Ursachen.
    LG
    Maja



    Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
    und der Himmel ein Opal
    weiss ich, dass das meine Zeit ist,
    weil die Welt dann wie ein Weib ist,
    und die Lust schmeckt nicht mehr schal.
    (Konstantin Wecker)


    http://www.youtube.com/watch?v=HNKvRIRBdy4&NR=1


    http://www.youtube.com/watch?v=FRLBS...eature=related

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