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Thema: Kind mit ADHS

  1. #1
    spacemaeuschen ist offline Stranger

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    Standard Kind mit ADHS

    Hallo,

    Im Kindergarten gab es in jedem Jahr ca. 1 Monat wo mein Kind sich selbst bestraft hat, wenn ihm was nicht gepasst hat oder er sich nicht wertig gefüllt hat. Ich dachte damals das ist nur eine Phase, weil es danach wieder weg war. Malen mochte er z.B. gar nicht, also kümmerte ich mich darum, dass er eine Ergotherapie macht. Die brachte auch erfolge, weil er wenigstens heute malt und schreibt, was vorher undenkbar gewesen ist.

    Als er in die Schule kommen sollte freute er sich überhaupt nicht, aber die erste Woche lief super. Wahrscheinlich weil alles neu war. Ab der zweiten Schulwoche fing er wieder an sich selbst zu bestrafen in dem er seinen Kopf gegen die Wand haut oder sich mit der Pfaust gegen den Kopf haut oder ganz dolle in die Beine zwickt. Man muss dazu sagen, dass mein Kind von der zweiten Woche an soviel Hausaufgaben aufbekam, dass er mit der Menge nicht zurecht kam, natürlich auch weil er im Unterricht nicht aupasste. Das heißt er hatte kein Wochenende oder Ferien ohne Hausaufgaben und das hat ihn überfordert. Nun gut ich habe mir das eine Weile angeschaut und ihm so gut ich konnte geholfen. Die Lehrerin (die selber überfordert ist und jeden Tag in der Klasse von 26 Kindern mit 18 Jungs schreit) gab mir dann den Tipp ich solle mich mal an die Caritas wenden, wegen einer Erziehungsberatung. Ok das habe ich dann gemacht. Letzendlich haben wir da nur den Tipp bekommen wir sollen uns noch mehr um unseren Sohn kümmern, was wir schon mehr als genug vorhher gemacht haben. Das hieß für uns, keine Zeit mehr für die Eltern und solange wie das Kind wach war nur noch mit dem Kind spielen. Ich durfte in dieser Zeit keine Hausarbeit mehr machen usw. und man muss dazu erwähnen ich bon Vollberufstätig und kann mir keine Halbtagsstelle leisten. Nun gut ich habe trotzdem ein paar andere gute Tipps im Umgang mit meinem Kind bekommen was ich auch umgesetzt habe. Später sagte die Dame von der Caritas und unsere Kinderärztin, dass wir doch einen Termin im SPZ Stuttgart (Sozialpädiatrischen Zentrum) machen sollen. Normal wartet man da 2-3 Monate auf einen Termin, aber bei uns hatte jemand abgesagt, sodass wir nach ca. 3 Wochen schon einen Termin hatten.

    Also wurde bei meinem Sohn 8 Jahre vor ca. 6 Wochen ADHS von SPZ Stuttgart diagnostiziert. Es wurde einmal ein Intelligenztest (IQ 90) und 4-5 Konzentrationstest (Langzeit-, Ablenkungs-, normale, und noch zwei andere Konzentrationtests) gemacht. Das Ergebnis war bei gerade mal 10% Konzentration. Ok es war ein Schlag ins Gesicht, aber ich musste mich jetzt damit abfinden und meinem Kind helfen.

    Als Tipp bekam ich letzendlich:

    - mein Kind soll eine Ergotherapie machen
    - zum Pycholgen gehen (Verhaltenstherapie) und Medikamente geben
    - Schule für Erziehungshilfe

    Das ganze hat mich überfordert, weil mein Kind nicht aus der Schule will zumal das meistens nur für ein Jahr ist, nicht so wie bei einer Förderschule.

    Wir haben dann ein Gespräch mit der Caritas gehabt die uns eine Jugendgruppe bei uns vorgeschlagen hatte. Das wird über das Jugendamt finanziert. Ich gebe zu ich hatte echt Angst mit dem Jugendamt jemals in Verbindung zu kommen, weil man ja immer wieder mal was schlechtes hört, aber ich war von der Dame sehr angetan, weil sie uns zughört hat und wirklich versucht hat im Sinne des Kindes zu handeln. Das heißt, die oberen Tipps machen wir erstmal nicht, sondern unser Sohn geht jetzt in eine Jugendgruppe wo ca. 8 Kinder und 3 Sozialpädagogen sich um die Kinder mit ADS und ADHS bzw. andere Verhaltensauffälligkeiten kümmern. Und Ihr werdet es mir nicht glauben, aber als mein Kind in der Gruppe einen Probetag gemacht hatte, kam er so glücklich raus ich hätte heulen können so hat mich das gefreut. Das habe ich in der ganzen Schulzeit noch nicht erlebt.

    Ich hole ihn jetzt von der Schule und fahre ihn in die Gruppe wo er Mittagessen bekommt, Hausi macht (die klappen sogar dort) und er spielen kann (spezielle Angebote werden gemacht). Er geht sehr gerne hin und freut sich auf die Kinder die auch gerne mit ihm spielen.

    Eine Mami mit einem ADHS Kind (bekommt Medikamente) stellt jetzt auch die Lebensmittel um, sie versucht ohne Glutamat und irgendwelche Zusatzstoffe das Essen zu machen und zu kaufen, weil sie von den Medikamenten runterkommen möchte.
    Ich habe das mit dem Essen auch versucht und zu Hause in Verbindung mit der Gruppe läuft es besser.
    In der Schule hat er mal gute und schlechte Tage, aber das ist nun mal so.


    Fazit bis jetzt ohne Medikamente:


    Zuhause läuft es besser und ich sehe gleich ein Veränderung, wenn er mal süßes mit Farbstoff gegessen hat (wie jetzt beim Fasching). Das sind Ausnahmen und das ist OK.

    Wie es in der Schule auf dauer läuft, müssen wir jetzt abwarten, aber versucht sich Mühe zu geben nicht den Unterricht zu stören.

    Ich und mein Mann sind total gegen Medikamente, deswegen versuchen wir es solange wie möglich rauszuzögern. Und wenn mein Kind nur einen Hauptschulabschluss machen sollte (alle ohne Medikamente), dann ist es halt so. Ich verstehe seit der Diagnose mein Kind besser und versuche mich besser auf mein Kind einzustellen.

    So es war jetzt viel Text, aber ich wollte mal meine Erfahrung mit meinem Kind Euch mitteilen.

    Gruß
    spacemaeuschen

  2. #2
    spacemaeuschen ist offline Stranger

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Eine Frage habe ich doch noch. Gibt es eigentlich im Rems-Murr-Kreis eine Selbsthilfegruppe?

  3. #3
    Marcie12 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Ich rate Dir Dich dringend mit ADS /ADHS auseinanderzusetzen, es geht nicht nur um die Schule.

    Es geht darum ob Dein Kind glücklich und zufrieden ist. Schafft er das so- super, aber was ist wenn nicht??

    Am Besten kannst Du immer noch reagieren wenn Du über alle Komorbiditäten informiert bist.

    Geh mal auf ADHS-Deutschland - Home da kannst Du Dir eine SHG suchen.

    Gruß M
    Geändert von Marcie12 (05.03.2014 um 22:22 Uhr)
    Koenigin.Esther gefällt dies

  4. #4
    spacemaeuschen ist offline Stranger

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Hallo Marcie12,

    ich habe schon angefangen mich damit auseinanderzusetzen und habe es mittlerweile auch akzeptiert seit wir die Diagnose haben. Was wir und das Jugendamt nicht wollen ist, dass unser Sohn den einen Tag Ergotherapie, den anderen Tag zum Pychologen, den anderen Tag einen Sport ausübt den er garnicht mag usw. . Dann ist die ganze Woche voll mit Terminen und der Junge hat nur Stress. Deswegen haben wir uns momentan (kann später anders sein) nur dafür entschieden, dass er in einer Jugendgruppe (Sozialgruppe) gewisse wichtige Sozialverhalten lernt die wir ihm zu Hause nur schlecht beibringen können. Er geht sehr gerne dort hin und hat schon Freunde. In der Schule hat er auch noch Freunde deswegen nehmen wir ihn dort noch nicht raus. Ich gehe auch offen in meinem Umfeld (Schule und Privat) damit um, weil nur so die Leute (wenn sie wollen) die Chance haben darauf einzugehen bzw. zu verstehen warum er sich gerade so verhält. Bis auf die Lehrerin haben wir bisher von den Reaktionen her keine negativen Erfahrungen gemacht. Das kann daran liegen, weil ich mich bisher sehr in der Schule angachiert habe.

    Kannst Du mir ein Buch empfehlen? Die Selbsthilfegruppen sind leider so weit weg von mir. Ich habe gerade geschaut. Schade.

  5. #5
    Marcie12 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Hochrisiko ADHS , oder kuck hier, ,mein Alltimefavourite Essential Ideas for Parents - YouTube

    lass Dich nicht von der Zeit abschrecken- das gibts auch in kürzeren Abschnitten, oder kucks Dir abschnitsweise an.

    von ihm gibts auch Bücher auf Deutsch.

    M

  6. #6
    Koenigin.Esther ist offline old hand

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Hallo,

    da passt so einiges nicht recht zusammen. Autoaggressives Verhalten ist kein ADS-Symptom - aber für euch eine riesige Belastung.

    Die Ernährungsgeschichten kannst du vergessen. Damit hat man lange herumexperimentiert, das hilft aber so gut wie keinem Kind. Es gibt zwar tatsächlich Farbstoffe, die im Verdacht stehen Kinder aufgedreht zu machen - aber sie sind allesamt in Deutschland verboten. Gruppensituationen sind für ADHS-ler anstengend. Vielleicht lags an Fasching daran.

    Üblich ist eigentlich mit einer Verhaltenstherapie anzufangen. Nichts gegen die betreuten Gruppen - aber mit dem Umfeld, das sie bieten ist nicht jede Familie einverstanden. Auch die Erfahrungen mit Jugendämtern sind sehr unterschiedlich - und können durchaus auch "ADHS gibt es gar nicht" umfassen. Warum habt ihr das so schnell gemacht?

    Eine Schule für Erziehungshilfe kommt eigentlich auch nur in Frage, wenn alle anderen Hilfen nicht ausreichen. Auch da ist das Umfeld selten ideal - um es vorsichtig auszudrücken. Daran ist eigentlich nicht zu denken, ohne auch nur versucht zu haben, ob er mit Medikamenten nicht doch regelbeschulbar ist. Von Förderschulen halte ich aus eigener Erfahrung sehr viel, mein Zweitklässler besucht eine K-Schule. Aber dort gibt es eben kein hochproblematisches Umfeld, sondern Kinder mit Asperger, ADHS oder eben Körperbehinderungen.

    Wenn es irgendwie möglich ist, sollte ein Kind entsprechend seiner Begabung beschult werden - ob nun mit oder ohne Medikamente. Das kann durchaus eine Haupt- oder auch Förderschule sein. Aber es ist keine gute Idee ein begabtes Kind auf eine Schule zu schicken, in der es nicht ausreichend gefördert wird, nur weil man keine Medikamente geben möchte. Außerdem ist auch nicht sicher, dass er dann einen Hauptschulabschluss bekommt. KOnzentrationsschwierigkeiten hat er schließlich auch dort.

    Hol dir Unterstüzung - am ehesten bei einer SHG. Was ihr da macht ist keine normale ADS-Therapie.


    Sei vorsichtig mit Maßnahmen, die vom Jugendamt finanziert werden. Das kann gut gehen, es kann aber auch massive Schäden anrichten. Mir sind Fälle bekannt, wo einem Kind an den Eltern vorbei eingeredet wurde es sei nicht krank. Der gerade mal 14-jährige setzte seine Medikamente ab - und erreichte trotz Hochbegabung nur einen miserablen Hauptschulabschluss und kam überdies in ein sehr problematisches Milieu. Das sind - leider - nicht nur Einzelfälle. Schon deshalb kommt so etwas eigentlich nur infrage, wenn andere Maßnahmen - also Verhaltenstherapie, Elterntraining und Medikamente - unzureichend waren. Dein Kind ist nicht dissozial, es ist krank und braucht eine Behandlung.

    Esther
    Andrea40 gefällt dies

  7. #7
    spacemaeuschen ist offline Stranger

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Hallo Esther, das kann schon sein mit dem Jugendamt. Bisher haben wir gute Erfahrungen gemacht, kann sich ja noch andern. Wir haben ja erst den Bewillingstermin in 2 Wochen. Die Dame vom Jugendamt hat ja vorgeschlagen wir sollen nicht alles auf einmal machen, sondern wir probieren jetzt ersteinmal die Gruppe und stellen einen Therapieplan auf. Es gibt ja verschiedene Arten von ADHS bei jedem kann es anders sein. Ich kann seit Ende Januar nur folgendes feststellen seit dem ich die Ernährung (kein Glutamat, Hefeextrakt und Farbstoffe E Nummern) umgestellt habe, das mein Sohn (zu mindestens zu Hause) ruhiger geworden ist. Für die Schule gebe ich ihm gerade DextroEnergie Traubenzucker mit die er vor dem Unterricht und in der ersten Pause nimmt. Ich habe ihm gesagt er soll mal testen, ob er sich damit besser konzentrieren kann. Nach 2 Wochen Schule ohne Ferien, sagt er zu mir, dass es ihm hilft. In zwei Wochen erfahre ich, was die Lehrerin sagt wie es in letzter Zeit mit ihm war. Die weiss von dem Test von uns nichts. Wenn er glaubt es gehe damit besser, ist es doch schon super (Placebo Effekt nenne ich das).

    Ich möchte Medikamente wirklich nur als allerletzte Möglichkeit nutzen.
    Selbsthilfegruppen gibt es bei mir im Landkreis nicht, leider. Ich kenne aber eine ADHS Mama die ihrem Kind bisher Medikamente gegeben hatte und jetzt davon weggeht und seit dem sie beim Heilpraktiker ist und der Sohne Mann Globulies bekommt geht es auch ohne Medikamente. Der Junge war extrem, als Anmerkung.

    Das zeigt mir, dass man nicht immer zu Medikamenten (Ritalin usw.) greifen muss.

    Wenn ich all das was der Arzt gesagt hat machen wurde, dann hatte mein Sohn keine freie Minute mehr und ich denke dass ich da mehr Schaden anrichte als wie ich es jetzt gerade versuche. Mit sanften Mitteln. Und er ist sehr sehr glücklich in der Gruppe.

    Danke trotzdem, dass ihr mir schreibt. Vielleicht lasse ich mich irgendwann eines besseren belehren, aber solange hoffe ich noch, dass wir es auf so eine Weise hin bekommen.

    Lieben Gruss
    Spacemaeuschen

  8. #8
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Nur ist es dann wahrscheinlich etwas spät - wenn du dich belehren lässt. Sorry, aber all das ist sooo naiv! Ein Junge mit einem IQ von 90 und mit deutlichem ADHS, das bereits nicht zurecht kommt in der Schule. Und du glaubst, dein Kind wird zumindest den Hauptschulabschluss schaffen ohne Medikamente? Das hat meiner so gerade eben geschafft, MIT Medis und mit deutlich höherem IQ. Und er hätte die Schule auch fast nicht zu Ende gekriegt, wenn ich mich nicht hätte krankschreiben lassen um allen Schulstoff mit ihm zu Hause zu machen. Bin selbst Lehrerin und mein Ex-Mann auch. Ohne jetzt Panik machen zu wollen, aber was du da machst, ist einfach voll reinsteuern ins Aus.

    Alle Nahrungsumstellungen kannst du vergessen, das hat man bereits vor 20 Jahren aufgegeben. Ich hab es zu der Zeit noch mal genau recherchiert, mein Sohn bekam nämlich die Diagnose vor 20 Jahren. Auch die E-Nummern, das Glutamat, die Hefe. Ich kenne auch Kindern, die gegen so was überempfindlich sind. Das sind längst keine ADHS-Kinder. Eine Bekannte von mir hatte so einen Jungen, der "hyperaktiv" war wegen Glutamat. Dann hat sie mal meinen Sohn ein paar Tage gehabt und nachher meinte sie: "Ich hatte ja keine Ahnung, dass das so viel schlimmer ist!" Das war nicht zu vergleichen, wirklich nicht. Und alles, was es sonst gibt, Ergotherapie und alles - ist reine Beschäftigungstherapie. Wenn du zu viel Zeit hast - bitte!

  9. #9
    spacemaeuschen ist offline Stranger

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Hallo Fairie,

    Ich denke nicht das ich naiv bin. Leider wird viel zu schnell Medikamente verschrieben. Ich habe die Erfahrung gemacht, seit dem ich Glutamat usw. Weggelassen habe, dass er wirklich ruhiger geworden ist auch in der Schule, also muss ja was daran sein. Das ganze kann man auch unter Naehrstofftherapie nachlesen. Schulische Defiziete versuchen wir spielerisch aufzufangen. Ich brauche keinen Spitzenschueler, wenn das nur mit Medikamenten geht. Ich moechte lieber keine Medikamente und habe lieber einen 3er Kantidaten, als die ganzen Nebenwirkungen für den Kinder Körper in Kauf zu nehmen.

    Ich werde wieder berichten, wie es bei uns so weiter geht.

    Gruss spacemaeuschen

  10. #10
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Kind mit ADHS

    Zitat Zitat von spacemaeuschen Beitrag anzeigen
    Hallo Fairie,

    Ich denke nicht das ich naiv bin. Leider wird viel zu schnell Medikamente verschrieben. Ich habe die Erfahrung gemacht, seit dem ich Glutamat usw. Weggelassen habe, dass er wirklich ruhiger geworden ist auch in der Schule, also muss ja was daran sein. Das ganze kann man auch unter Naehrstofftherapie nachlesen. Schulische Defiziete versuchen wir spielerisch aufzufangen. Ich brauche keinen Spitzenschueler, wenn das nur mit Medikamenten geht. Ich moechte lieber keine Medikamente und habe lieber einen 3er Kantidaten, als die ganzen Nebenwirkungen für den Kinder Körper in Kauf zu nehmen.

    Ich werde wieder berichten, wie es bei uns so weiter geht.

    Gruss spacemaeuschen
    Spitzenschüler? Mit einem IQ von 90? Sorry, aber der wird zu kämpfen haben. Mit oder ohne ADHS. Ich hab viele Schüler mit ADHS gehabt. Die meisten unmediziniert. Ich glaube nicht, dass Medizin einen grossen Unterschied macht, was Noten angeht. Ich hab selbst ADHS und hab gute Noten gehabt. Hab mein Abi mit 2,0 gemacht. Ohne Medizin natürlich. Aber Schule ist nicht alles. Mein grösstes Problem war das Soziale, d.h. der Kontakt mit Gleichaltrigen. Schulisch war ich prima. Und ich hab es wie gesagt auch bei Schülern gesehen: die begabteren hatten ganz gute Noten, mit oder ohne Medis. Aber spätestens in der Pubertät kommen andere Probleme. Kriminalität, Drogen und ähnliches. Oder bei den mehr passiven Typen Depressionen, Esstörungen (vor allem bei Mädchen). Meine Tochter bekam erst mit 16 die Diagnose und Medizin. Und die Ärztin sagte, hätte sie früher Behandlung für ihr ADHS bekommen, dann hätte sie nie die Magersucht bekommen. Gute Noten hat sie auch vorher gehabt.

    Und bei den nicht Was schulische Defizite auffangen angeht - mein Ex-Mann und ich sind beide Lehrer. Die Lehrer meines Ältesten haben immer gesagt, er wusste einiges über die Themen, die behandelt wurden, aber nicht das, was in der Schule durchgenommen wurde. Wir haben wirklich aufgefangen, was irgendwie ging. Aber er konnte nicht mal mit den anderen Kindern in einem Raum sein. Sicher, er ist auch ein schwerer Fall. Eine richtige Ausbildung hat er bis heute nicht. Trotz überdurchschnittlichem IQ, Medizin ab etwa 9 Jahre (früher bekam er es nicht). Ausserdem hab ich bei ihm eine Art "home schooling" gemacht, anders ging es nicht das letzte halbe Jahr. Aber zumindest hat er nix mit Drogen oder Kriminalität zu tun.

    Ja, ich finde du bist naiv. Aber du hast halt nicht Jugendlichen gesehen wie die mit denen ich arbeite. Da sind auch viele dabei, die nicht wirklich Hilfe bekommen haben und irgendwann hatten sie dann wirklich massive Probleme.

    "Die ganzen Nebenwirkungen"? Frag mal wer hier Nebenwirkungen hat und wer nicht! Ich hab keine, mein Sohn hat keine, Tochter hatte angeblich anfangs. Gut, Sohn und ich hatten auch ein paar mehr Tics und Sohn war die ersten Tage etwas schlecht drauf.

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