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  • 2 Post By Fairie

Thema: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

  1. #1
    DominaNocturna ist offline Stranger

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    Standard Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    Hallo!
    Es ist das erste Mal, dass ich hier akitv was schreibe. Sonst habe ich immer nur die Beiträge gelesen. Aber jetzt weiss ich einfach nicht mehr weiter und brauch dringend Rat.
    Es geht um meinen achtjährigen Sohn. Er hat seit 2 Jahren die Diagnose ADHS. Diese wurde nach sieben Monaten Aufenthalt in einer Tagesklinik gestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht das alleinige Sorgerecht und sein Vater stellte sich gegen eine Medikation. So kam es, dass er ohne Medis eingeschult wurde. Nach gerade mal sechs Wochen flog er aus der ersten Grundschule raus, weil er sich komplett im Unterricht verweigerte und massiv aggressiv wurde, wenn es nicht nach seinem Kopf ging. Einmal musste ich ihn abholen, da warf er mit Stühlen um sich! Von dort kam er in ein Schulprojekt, das für die erste und max. zweite Klasse ausgelegt ist: eine Kleinklasse mit höchstens sieben Kindern und zwei Sonderpädagogen plus zwei Sozialpädagogen. Er blieb dort 1,5 Jahr, und wurde in dieser Zeit mit Ritalin behandelt. Weil er sich dort sehr gut gemacht hat wurde er Anfang 2015 in eine normale Grundschule reintegriert. Dieser Vorgang kann bis zu 6 Monaten dauern, er schaffte es innerhalb von vier Wochen! Mir machte das alles Angst, aber alle anderen waren begeistert. Er kam in eine zweizügige Klasse mit 20 anderen Kindern. Zwei Wochen ging dann alles gut, bis es zur Faschingsfeier kam. Dort war es einfach zu viel für ihn, er rastete aus. Von seiner anfänglichen Begeisterung fürs Lernen ist nichts mehr geblieben. Wenn er überhaupt im Klassenzimmer ist, dass macht er dort sonst was, aber nicht am Unterricht teilnehmen. Er rastet weiter häufig aus, geht dann auf Erwachsene und Kinder gleichermaßen los läuft weg... Weil es auch zu Hause zur Hölle wurde und ich schon an eine Fremdunterbringung dachte, wurde das Medikament von Ritalin auf Elvanse umgestellt. Das war eine Woche vor den Osterferien. Da es in den Ferien zu Hause super lief, hatten wir alle große Hoffnungen. Aber schon am ersten Tag nach den Ferien eskalierte es wieder massiv in der Schule. Daraufhin machten es mein Lebensgefährte und ich möglich, dass er zwei Wochen erst um 10.00 Uhr in die Schule kam. Ich war dann auch wieder bei dem Jugendpsychiater, der die Dosierung von 15mg auf 20mg hochsetzte. Mein Sohn ist für sein Alter zu klein und auch eher schmächtig, darum fingen wir erst mit 15mg an. Aber auch das brachte nichts. Zusätzlich haben wir nach über einem Jahr Suche endlich einen Platz bei einem Verhaltenstherapeuten bekommen. Dort war er heute zum zweiten Mal. Mir rennt langsam die Zeit davon, da die Schule langsam nicht mehr weiss, wie sie ihn halten soll. Ein Mädchen aus seiner Klasse hat wegen seines Verhalens schon die Schule gewechselt... Ich arbeite eng mit dem Jugendamt zusammen, habe mich auch schon an das Schulamt und die Schulaufsicht gewandt. Aber keiner weiss einen Rat oder gar eine Lösung. Heute war ich wieder bei dem Psychiater. Der meinte nur, weiter noch mit der Dosierung. Und gegen die Einschlafprobleme soll er dann halt noch ein Schlafmittel nehmen. Mehr könne man nicht tun. Ich bin aber nicht bereit, die Dosis noch höher zu schrauben, da die Problematik sich zu Hause sehr vermindert hat und ich ihm auf keinen Fall noch mehr Medikamente geben möchte! Es muss doch noch einen anderen Weg geben, als ihn mit Medikamenten zuzupumpen...
    Ich bin total verzweifelt und weiss echt nicht mehr weiter. Er hat einen überduchschnittlichen IQ, aber er verbaut sich gerade alle Wege.
    Er ist ein total liebes Kind, sehr empathisch und refektiert. Wenn er wieder einen Ausraster hatte, entschuldigt er sich danach und kann auch gut benennen, was los war, warum er ausgerastet ist. Die anderen Kinder spielen eigentlich gerne mit ihm, noch ist er weder im Hort noch in der Schule isoliert. Aber ich trau mich schon nirgends mehr hingehen mit ihm, weil ich ständig Angst habe, dass er wieder ausrastet. Wie das letzte mal beim Schuhekaufen, oder beim Arzt. Er flippt dann total aus, brüllt in voller Lautstärke und geht auch auf mich los. Und wenn ich versuche das zu unterbinden und ihn festhalte, schreit er ganz laut, dass ich ihm weh tue. Das sind Auftritte, die gehen mir an die Substanz. Denn wenn ich ihn nicht festhalte, würde er entweder die Sachen in seiner Umgebung demolieren, oder mir weh tun. So kommt es, dass wir eigentlich total isoliert sind und kaum bis gar keine Sozialkontakte haben. Kindergartenfreunde von meinem zweiten Sohn können nicht zu uns kommen, weil ich immer Angst haben muss, dass der Große ausrastet und auf die anderen los geht.
    Bitte versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Sohn. Aber ich weiss nicht mehr weiter. Und es tut so weh, zu sehen, dass er selber auch leidet.
    Ach ja, in die Ergotherapie geht er auch noch. Dort probiert seine Therapeuten jetzt ein spezielles Programm für ADHS, welches sie vor kurzen auf einer Fortbildung gelernt hat.
    Hat jemand von Euch noch eine Idee, was ich für meinen Sohnemann tun könnte? Ich bin für jede Idee dankbar.

  2. #2
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    Das sind ganz massive Probleme. Tut mir echt leid für euch, das wird schwierig. Ohne Medizin wird das nicht gehen. Und offensichtlich funktioniert es auch nicht in einer normalen Schule/Klasse. Ich hab selbst ADHS, hab zwei Kinder mit ADHS und bin Lehrerin. Der Junge ist total überfordert in einer grossen Gruppe. Für einen ADHS-ler ist es total anstrengend, wenn eine Menge andere Kinder dabei sind, Lärm und Gewusel. Mein Ältester hat das keine 5 Minuten ausgehalten. Er musste mit einer Assistentin in einem anderen Raum sitzen, sonst wäre das gar nicht gegangen.

    Dass er aufgegeben hat und nicht mehr dran glaubt, dass es funktionieren kann - das ist doch verständlich. Vielleicht hat er auch gehofft, dass jetzt alles besser wird mit der Medizin, und dann passierte doch wieder etwas. Aber es lief ja immerhin besser, oder? Wenn man ihn jetzt noch motiviert und er selbst auch merkt, dass es doch viel besser laufen kann, wenn auch nicht perfekt, dann ist das doch ein Fortschritt. Natürlich muss man auch versuchen die Medizinierung zu optimieren. D.h. austesten, was am besten hilft. Aber man sollte auch versuchen, Situationen zu vermeiden, die er einfach nicht packt. Verhaltenstherapie hilft da nur bedingt. Sicher, er kann lernen, richtig zu reagieren, z.B. auf Provokationen. Aber so schnell wie ADHS-ler aufgeben, die geringe Ausdauer - da muss man erst die Umstände noch sehr optimieren damit das klappen kann. Am besten Beschulung in einer kleinen Gruppe. Ich weiss nicht, welche Möglichkeiten es da bei euch gibt, ich wohne selbst im Ausland. Aber eine kleine Gruppe braucht er. Und nicht nur für Wochen oder für ein halbes Jahr, sondern eher für längere Zeit.
    Koenigin.Esther und DominaNocturna gefällt dies.

  3. #3
    Koenigin.Esther ist offline old hand

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    Erstmal finde ich es toll, dass du so viel Kraft für dein Kind hast.

    Ich fürchte auch ohne Medikamente ist dem Kind nicht zu helfen. Und leider bringt es nichts das Mittel in einer zu niedrigen Dosierung zu geben :-(

    „Elias“ wäre in einer Regelschule heillos überfordert, weil ihn schon der bloße Aufenthalt in einem Raum mit 20 Menschen überfordern würde. Er ist auch normal intelligent und ausgesprochen motiviert. Für ihn ist eine Förderschule für Körperbehinderte ein Segen, weil die Klassen viel kleiner sind und weil es mehr Personal gibt. Wenn das nicht in Frage kommt, käme auch noch eine Schule für Erziehungshilfe in Frage. Gibt es das in erreichbarer Nähe? Diese Schulen haben fast immer Fahrdienste, die die Kinder morgens abholen und nachmittags heimbringen. Meiner unwesentlichen Meinung nach haben Kinder wie unsere ein Recht darauf in einem Rahmen unterrichtet zu werden , in dem sie auch lernen können. Das macht die Medikamente nicht überflüssig, aber es verbessert die Lebensqualität der Kinder erheblich.

    Habt ihr Asperger testen lassen? Aspies finden den Aufenthalt in einem Raum mit vielen Menschen auch sehr schwer und sie ticken oft aus, weil sie schlicht nicht wissen, wie sie sich benehmen sollen.

    Asperger ist eine anerkannte Behinderung ADHS nicht. Das heißt z.B., dass euch ein Integrationshelfer zusteht, dass ihr Pflegegeld beantragen könnt und einiges mehr. Es werden auch gerade überall Hilfen für Menschen mit Asperger aufgebaut. Das wird meist in Ambulanzen an Uni-Kliniken diagnostiziert. Nicht jeder niedergelassene Kinderpsychiater kennt sich damit gut aus. Bei „Elias“ ist Asperger erst ausgeschlossen und dann doch festgestellt worden. Das scheint nicht selten zu sein.

    Du schreibst, dass du an eine Fremdunterbringung denkst. Ehrlich gesagt verstehe ich das gut, mir geht es manchmal auch nicht anders. Jugendämter haben aber auch noch etliche kleinere Angebote. Da kämen z.B. eine Familienhilfe oder ein Erziehungsbeistand in Frage. Die Erfahrungen sind sehr verschieden. Es gibt hundsmiserable Familienhilfen, die alles besser zu wissen glauben und sonst nichts tun. Es gibt aber auch gute, die dich entlasten können. Bei Erziehungsbeiständen ist es nicht anders. Da musst du darauf achten, dass das Amt euch nicht gerade einen Bewährungshelfer in die Schule schickt. (So etwas kommt tatsächlich vor.) Aber auch da gibt es kompetente Leute.

    Verhaltenstherapie gehört eigentlich zwingend zu einer ADHS-Behandlung. Aber wenn dein Kind längere Zeit in dem Rahmen unterrichtet worden ist, den du beschreibst kannst du davon ausgehen, dass alles, was ein Verhaltenstherapeut machen könnte schon gemacht worden ist. Falls ihr euch dennoch dafür entscheidet: Achte darauf, dass der Therapeut etwas von der Störung versteht. Sonst serviert er dir ein paar Binsenweisheiten, die auf dein Kind nur leider nicht anwendbar sind und macht dich dann dafür verantwortlich, dass nichts besser geworden ist. Auch das ist leider nicht selten und auch da gibt es auch gute Therapeuten.

    Auch Ergotherapie ist eine wunderbare Sache – aber auch da sind die Möglichkeiten sehr begrenzt.

    Elias helfen die Medikamente, weil sie seine Konzentrations- und Steuerungsfähigkeit verbessern. In der Schule kommt er – wie dein Sohn damals auch – gut zurecht, weil die Rahmenbedingungen für ihn angemessen sind. Das macht ihn nicht zu einem Kind ohne ADHS und Asperger, aber es gibt ihm das Gefühl, dass es in Ordnung ist beides zu haben. Diese Haltung versuche ich so gut wie möglich auch zu Hause durchzuhalten. Das klappt nicht immer – aber das ist dennoch der richtige Weg.

    Ich wünsch die weiterhin viel Kraft für deinen Jungen. Und noch etwas: Die Prognose eines behandelten ADHS ist gut. Er hat – was längst nicht für alle Kinder mit Störungen zutrifft - viele Chancen seinen Weg zu finden.

    Esther

    PS: Zumindest im K-Bereich bleiben zwar alle Schüler bis zur 9. Klasse zusammen - aber danach können sie noch jeden Schul- und Hochschulabschluss erreichen. Das dürfte im E-Bereich auch nicht anders sein. Diese Schularten bieten bis zur 9. Klasse Regelzweige mit dem ganz normalen Schulstoff der Grund- und Hauptschulen. Danach kommen - als Internate - allen weiterern Schularten und dazu Ausnildungszentren. Davor muss man keine Angst haben.

  4. #4
    Habibi007 ist offline Veteran

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    wenn die richtige Dosierung nicht gefunden wird nutzt auch alle andere Therapie nichts da er sie gar nicht umsetzen kann und einsetzen.

    Ich würde erst mal die Dosis anpassen, beobachten , zurücksetzen kann man immer von einem tag auf den anderen

    sehe es nicht als vollpumpen, einem Brillenträger würdest du eine stärke Brille auch nicht verweigern

    Zitat Zitat von DominaNocturna Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Es ist das erste Mal, dass ich hier akitv was schreibe. Sonst habe ich immer nur die Beiträge gelesen. Aber jetzt weiss ich einfach nicht mehr weiter und brauch dringend Rat.
    Es geht um meinen achtjährigen Sohn. Er hat seit 2 Jahren die Diagnose ADHS. Diese wurde nach sieben Monaten Aufenthalt in einer Tagesklinik gestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht das alleinige Sorgerecht und sein Vater stellte sich gegen eine Medikation. So kam es, dass er ohne Medis eingeschult wurde. Nach gerade mal sechs Wochen flog er aus der ersten Grundschule raus, weil er sich komplett im Unterricht verweigerte und massiv aggressiv wurde, wenn es nicht nach seinem Kopf ging. Einmal musste ich ihn abholen, da warf er mit Stühlen um sich! Von dort kam er in ein Schulprojekt, das für die erste und max. zweite Klasse ausgelegt ist: eine Kleinklasse mit höchstens sieben Kindern und zwei Sonderpädagogen plus zwei Sozialpädagogen. Er blieb dort 1,5 Jahr, und wurde in dieser Zeit mit Ritalin behandelt. Weil er sich dort sehr gut gemacht hat wurde er Anfang 2015 in eine normale Grundschule reintegriert. Dieser Vorgang kann bis zu 6 Monaten dauern, er schaffte es innerhalb von vier Wochen! Mir machte das alles Angst, aber alle anderen waren begeistert. Er kam in eine zweizügige Klasse mit 20 anderen Kindern. Zwei Wochen ging dann alles gut, bis es zur Faschingsfeier kam. Dort war es einfach zu viel für ihn, er rastete aus. Von seiner anfänglichen Begeisterung fürs Lernen ist nichts mehr geblieben. Wenn er überhaupt im Klassenzimmer ist, dass macht er dort sonst was, aber nicht am Unterricht teilnehmen. Er rastet weiter häufig aus, geht dann auf Erwachsene und Kinder gleichermaßen los läuft weg... Weil es auch zu Hause zur Hölle wurde und ich schon an eine Fremdunterbringung dachte, wurde das Medikament von Ritalin auf Elvanse umgestellt. Das war eine Woche vor den Osterferien. Da es in den Ferien zu Hause super lief, hatten wir alle große Hoffnungen. Aber schon am ersten Tag nach den Ferien eskalierte es wieder massiv in der Schule. Daraufhin machten es mein Lebensgefährte und ich möglich, dass er zwei Wochen erst um 10.00 Uhr in die Schule kam. Ich war dann auch wieder bei dem Jugendpsychiater, der die Dosierung von 15mg auf 20mg hochsetzte. Mein Sohn ist für sein Alter zu klein und auch eher schmächtig, darum fingen wir erst mit 15mg an. Aber auch das brachte nichts. Zusätzlich haben wir nach über einem Jahr Suche endlich einen Platz bei einem Verhaltenstherapeuten bekommen. Dort war er heute zum zweiten Mal. Mir rennt langsam die Zeit davon, da die Schule langsam nicht mehr weiss, wie sie ihn halten soll. Ein Mädchen aus seiner Klasse hat wegen seines Verhalens schon die Schule gewechselt... Ich arbeite eng mit dem Jugendamt zusammen, habe mich auch schon an das Schulamt und die Schulaufsicht gewandt. Aber keiner weiss einen Rat oder gar eine Lösung. Heute war ich wieder bei dem Psychiater. Der meinte nur, weiter noch mit der Dosierung. Und gegen die Einschlafprobleme soll er dann halt noch ein Schlafmittel nehmen. Mehr könne man nicht tun. Ich bin aber nicht bereit, die Dosis noch höher zu schrauben, da die Problematik sich zu Hause sehr vermindert hat und ich ihm auf keinen Fall noch mehr Medikamente geben möchte! Es muss doch noch einen anderen Weg geben, als ihn mit Medikamenten zuzupumpen...
    Ich bin total verzweifelt und weiss echt nicht mehr weiter. Er hat einen überduchschnittlichen IQ, aber er verbaut sich gerade alle Wege.
    Er ist ein total liebes Kind, sehr empathisch und refektiert. Wenn er wieder einen Ausraster hatte, entschuldigt er sich danach und kann auch gut benennen, was los war, warum er ausgerastet ist. Die anderen Kinder spielen eigentlich gerne mit ihm, noch ist er weder im Hort noch in der Schule isoliert. Aber ich trau mich schon nirgends mehr hingehen mit ihm, weil ich ständig Angst habe, dass er wieder ausrastet. Wie das letzte mal beim Schuhekaufen, oder beim Arzt. Er flippt dann total aus, brüllt in voller Lautstärke und geht auch auf mich los. Und wenn ich versuche das zu unterbinden und ihn festhalte, schreit er ganz laut, dass ich ihm weh tue. Das sind Auftritte, die gehen mir an die Substanz. Denn wenn ich ihn nicht festhalte, würde er entweder die Sachen in seiner Umgebung demolieren, oder mir weh tun. So kommt es, dass wir eigentlich total isoliert sind und kaum bis gar keine Sozialkontakte haben. Kindergartenfreunde von meinem zweiten Sohn können nicht zu uns kommen, weil ich immer Angst haben muss, dass der Große ausrastet und auf die anderen los geht.
    Bitte versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Sohn. Aber ich weiss nicht mehr weiter. Und es tut so weh, zu sehen, dass er selber auch leidet.
    Ach ja, in die Ergotherapie geht er auch noch. Dort probiert seine Therapeuten jetzt ein spezielles Programm für ADHS, welches sie vor kurzen auf einer Fortbildung gelernt hat.
    Hat jemand von Euch noch eine Idee, was ich für meinen Sohnemann tun könnte? Ich bin für jede Idee dankbar.

  5. #5
    DominaNocturna ist offline Stranger

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    Danke für Deine Antwort. Auf der einen Seite ist es sehr entlastend, dass es auch anderen Kindern so geht wie dem Meinen. Aber der anderen Seite stellt es mich vor neue Herausforderungen, denn kleine Klasse für besondere Kinder gibt es hier scheinbar nicht. Ich bin noch immer auf der Suche, auch mit Hilfe des Jugendamtes, aber alles was sie mir anbieten können, sind Lösungen für max. zwei Jahre...
    Ich wünsche dir jetzt erstmal ein schönes Wochenende une einen schönen ersten Mai! Lass es dir und deinen Kindern gut gehen.

  6. #6
    DominaNocturna ist offline Stranger

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    Ich bin nicht gegen Medis, aber er hat jetzt schon große Probleme mit den Nebenwirkungen, besonders, was den Appetit und das Schlafen angeht. Und der einzige Rat, den mir sein Kinder- und Jugendpsychiater gegeben hat, war, ihm Schlafmittel zu geben. Und da ist für mich dann Schluss. So leid es mir tut, aber ich bin nicht bereit, ihm noch mehr Medikamente zu geben. Soger die Schule und der Hort haben mir davon abgeraten, obwohl denen eigentlich sehr daran gelegen ist, dass die Probleme mit dem Süßen endlich besser werden! Mag sein, dass du das anders siehst. Aber so sehe ich es.

  7. #7
    Koenigin.Esther ist offline old hand

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    Das ist deine Entscheidung, du musst sie weder begründen noch rechtfertigen.

    In Deutschand gibt es ein flächendeckendes Förderschulsystem. Die Schulen haben oft recht große Einzugsbereiche, aber die Kinder werden mit Bussen abgeholt und nach Hause gebracht. Das gilt auch für Schulen für Erziehungshilfe. Das kostet nur jede Menge Geld und darf nicht allein mit ADHS begründet werden. Deshalb wäre eine Asperger-Diagnose nicht schlecht, zumal Ausbrüche wie du sie beschreibst besser zu Asperger als zu ADHS passen. (Keine Angst, mein Prachtstück hat beides und es geht ihm gut damit.) Eine E-Schule ist auf jeden Fall erreichbar - es kann höchstens sein, dass das Jugendamt davon nichts wissen will. Dort kann er bleiben solange es nötig ist - wenn es sein muss bis zum Hauptschulabschluss.

    20 mg sind für einen Achtjährigen nicht viel, mein ebenfalls sehr zierlicher Sohn hat in diesem Alter schon 30 mg gebraucht. Eine zu geringe Dosis bringt euch nichts als Frust, weil der Junge sich nie auf sich verlassen kann und Nebenwirkungen. Vielleicht ist MPH für ihn gar nicht das richtige Medikament. Wenn MPH nicht zu spät am Tag gegeben wird sollte es allenfalls in der Einstellungsphase zu Schlafstörungen führen. Es hemmt zwar bei vielen Kindern den Appetit - aber die meisten Kinder haben Appetit, wenn das Mittel gerade nicht wirkt. An welche Schlafmittel denkt der Kinderpsychiater? Will er ein Neuroleptikum dazugeben? Falls es so ist frag noch einmal nach, ob er damit nicht noch etwas anderes bewirken will.

    Jetzt stehen die großen Ferien vor der Tür. Habt ihr mal Strattera ausprobiert. Vielleicht bringt das dem Kleinen mehr als MPH. Ich habe damit keine persönlichen Erfahrungen, aber es gibt schon Kinder, die damit gut zurechtkommen. Wenn die Einstellung so schwierig ist wie bei euch wäre auch an eine stationäre Diagnostik und Einstellung zu denken. Käme das in Frage?

    Was vielleicht noch wichtig ist: ADHS ist ein biologisches Problem. Du machst nichts falsch, dein Sohn benimmt sich so gut wie er sich benehmen kann. Das kann niemand wegtherapieren, aber damit kann man leben. Wenn man Lehrer reden hört vergisst man das manchmal.

  8. #8
    DominaNocturna ist offline Stranger

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    Danke für deine liebe Antwort. Habe sie heute morgen auf Arbeit gelesen. Es tut manchmal einfach gut, wenn man verstanden wird und nicht wie ein Versager behandelt wird.

    Das mit den Förderschulen höre ich so zum ersten Mal. Fakt ist, dass er ja in der Kleinklasse war, dies sehr teuer ist und vom Jugendamt gezahlt wurde. Und die stellen sich langsam quer, noch mehr Geld auszugeben... Und er hat bis jetzt auch nur die Diagnose ADHS. Ich habe mich mal so ein wenig in das Thema Asperger eingelesen. Und muss sagen, dass ich meinen Sohn darin wenig wiederfinde, aber ganz klar meinen Bruder, der die Diagnose ADS hat. Und als er als Erwachsener die Diagnose bekam, hieß es, dass sich ADS und Asperger ausschließen würden... Manchmal muss ich den Kopf schütteln über das, was man da als Betroffener alles erleben muss. Bei meinem Sohn kam aber noch niemand auf die Idee, dass er auch Asperger haben könnte. Er war ja schon mal sieben Monate in einer Tagesklinik und auch der Kinderspychiater hier hat dazu noch nichts gesagt. Wobei ich dem nicht so wirklich vertraue... Er arbeitet zwar als Oberarzt in einer Klinik, aber er hat meinen Sohn nur ein einziges mal gesehen. Werde mich mal auf die Suche nach einem anderen Arzt begeben und dann mit dem nochmal über das Thema reden!

    Mein Großer nimmt nicht mehr MPH, sondern Elvanse. Das MPH hat sehr gut bei den Konzentrationsproblemen geholfen, aber eben nicht bei seiner Impulsivität. Jetzt mit dem Elvanse ist er von seinen Ausbrüchen her besser. Wir müssen aber mal sehen, wie es mit der Konzentration aussieht... Der behandelnde Arzt hat aber schon erwähnt, dass wir es unter Umständen auch noch mit Strattera versuchen könnten. Da die Rückmeldung aus der Schule und dem Hort gerade etwas Hoffnung geben, versuchen wir es jetzt erstmal mit 20mg Elvanse weiter. Aber ich habe schon das Rezept für 30mg zuhause. Als Schlafmittel wollte er ein Hormonpräperat geben, was in Deutschland nicht für Kinder zugelassen ist, aber wohl am schonensten sei, weil der Körper die gleichen Hormone zum Einschlafen prodzuieren würde. Klingt auf der einen Seite sehr gut, aber ich habe einfach Bedenken, wenn es nicht für Kinder zugelassen ist. Vielleicht bin ich da zu ängstlich...

    An eine stätionäre Einstellung ist auf Grund von Platzmangel fast nicht zu denken. Der Arzt meinte, diese Plätze seien nur für Kinder, die auf keine Schule mehr gehen dürften. So leichte Fälle wie bei meinem würden ambulant behandelt werden. Er ignoriert dabei so ein wenig, dass die Schule kurz davor ist, ihn rauszuwerfen, weil er einfach wirklich nicht tragbar ist.

    Und toi, toi, toi noch habe ich das Gefühl, dass die Schule hinter mir steht. Ein Mädchen hat wegen Sohnemann die Schule gewechselt und ich habe das erst auf dem Elternabend erfahren. Die Rektorin ist dafür bekannt, dass sie auch schwierigen Kindern eine Chance gibt. Und wenn ich mir so ansehe, wie sehr sie mit mir an einer Lösung arbeitet, den Hort mit einbezieht und auch sonst alles menschenmögliche tut, um eine Lösung zu finden, dann habe ich es wenigstens von der Seite her "gut".

  9. #9
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    [QUOTE=DominaNocturna;25727513]Danke für deine liebe Antwort. Habe sie heute morgen auf Arbeit gelesen. Es tut manchmal einfach gut, wenn man verstanden wird und nicht wie ein Versager behandelt wird.

    Das mit den Förderschulen höre ich so zum ersten Mal. Fakt ist, dass er ja in der Kleinklasse war, dies sehr teuer ist und vom Jugendamt gezahlt wurde. Und die stellen sich langsam quer, noch mehr Geld auszugeben...

    Das solltest du nicht akzeptieren, das hört sich ja furchtbar an! Wenn ich so etwas höre, bin ich nur froh, dass meine Kinder nicht in Deutschland zur Schule gehen mussten. In den skandinavischen Ländern ist das selbstverständlich. Aber ich glaube, dass auch in Deutschland vieles geht. Informier dich mal genau, welche Rechte ihr habt!

    Und er hat bis jetzt auch nur die Diagnose ADHS. Ich habe mich mal so ein wenig in das Thema Asperger eingelesen. Und muss sagen, dass ich meinen Sohn darin wenig wiederfinde, aber ganz klar meinen Bruder, der die Diagnose ADS hat. Und als er als Erwachsener die Diagnose bekam, hieß es, dass sich ADS und Asperger ausschließen würden...

    Ganz und gar nicht! Die Meisten, die eine Asperger-Diagnose haben, haben auch eine ADHS-Diagnose.


    Manchmal muss ich den Kopf schütteln über das, was man da als Betroffener alles erleben muss. Bei meinem Sohn kam aber noch niemand auf die Idee, dass er auch Asperger haben könnte. Er war ja schon mal sieben Monate in einer Tagesklinik und auch der Kinderspychiater hier hat dazu noch nichts gesagt. Wobei ich dem nicht so wirklich vertraue... Er arbeitet zwar als Oberarzt in einer Klinik, aber er hat meinen Sohn nur ein einziges mal gesehen. Werde mich mal auf die Suche nach einem anderen Arzt begeben und dann mit dem nochmal über das Thema reden!

    Mein Großer nimmt nicht mehr MPH, sondern Elvanse. Das MPH hat sehr gut bei den Konzentrationsproblemen geholfen, aber eben nicht bei seiner Impulsivität. Jetzt mit dem Elvanse ist er von seinen Ausbrüchen her besser. Wir müssen aber mal sehen, wie es mit der Konzentration aussieht... Der behandelnde Arzt hat aber schon erwähnt, dass wir es unter Umständen auch noch mit Strattera versuchen könnten. Da die Rückmeldung aus der Schule und dem Hort gerade etwas Hoffnung geben, versuchen wir es jetzt erstmal mit 20mg Elvanse weiter. Aber ich habe schon das Rezept für 30mg zuhause. Als Schlafmittel wollte er ein Hormonpräperat geben, was in Deutschland nicht für Kinder zugelassen ist, aber wohl am schonensten sei, weil der Körper die gleichen Hormone zum Einschlafen prodzuieren würde. Klingt auf der einen Seite sehr gut, aber ich habe einfach Bedenken, wenn es nicht für Kinder zugelassen ist. Vielleicht bin ich da zu ängstlich...

    Melantonin! Und da solltest du keine Bedenken haben, es ist nämlich so, dass Kinder mit ADHS da oft einen Mangel haben und das ist ein körpereigenes Hormon, das nicht schaden kann. Ja, du bist da zu ängstlich, bzw., nicht gut genug informiert. Das Risiko ist, dass es schwer ist, das nachher wieder geradezubiegen, wenn es in der Schule erst mal richtig schiefläuft. Sorry, wenn ich da etwas heftig bin, aber ich unterrichte in einer Spezialschule. Wir haben gerade die Fälle, wo es richtig schief gelaufen ist. Und ich hab da viele gesehen, wo es unnötigerweise schief gelaufen ist. Ungefähr die Hälfte meiner Schüler hat Schlafprobleme, mehrere nehmen Melantonin.

  10. #10
    Koenigin.Esther ist offline old hand

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    Standard Re: Brauche Rat, Beschulbarkeit meines achtjährigen Sohnes ist gefährdet

    ADHS war früher mal eine Ausschlussdiagnose - wenn man Asperger festgestellt hatte konnte man kein ADHS mehr feststellen. Im Zweifel haben die Ärzte dann ADHS diagnostiziert, weil man das behandeln konnte. Das ist vorbei. Inzwischen darf beides festgestellt werden. Aber wenn die Tagesklinik das nicht festgestellt hat, ist das wirklich eher unwahrscheinlich. Andererseits werden flächendeckend Unterstützungsangebote für Menschen mit Asperger ausgebaut. Zudem stünde euch dann z.B. ein Integrationshelfer zu. Ihn einfach mal in einer Asperger-Ambuzlanz an einer Uniklinik vorzustellen kann eigentlich nicht groß schaden. Wenn er das nicht hat, habt ihr ein bisschen unnötige Fahrerei gehabt, wenn es es habt, gibt es eine Erklärung für die Ausbrüche und jede Menge Unterstützung. Wenn die Schule hinter euch steht - was wunderbar ist - könnte z.B. ein Integrationshelfer die Situation entschärfen. Dafür braucht man aber leider eine anerkannte Behinderung - und das ist ADHS nicht, auch wenn Kinder wie deines oder meines offensichtlich dadurch ganz erheblich behindert werden.

    Dass Medikamente nicht für Kinder zugelassen sind, aber dennoch in Ermangelung einer Alternative Kindern gegeben werden müssen ist nicht erfreulich, aber auch nicht ungewöhnlich. Aber Schlafstörungen treten im Allgemeinen nur auf, wenn das Medikament zu spät am Tag gegeben wird.

    Euer Jugendamt mauert. E-Schulen werden von Jugendämtern finanziert. Denen scheint es ums Kostensparen zu gehen. Eine E-Schule gibt es mit Sicherheit in der Nähe, wenn es wirklich nötig ist. Ehrlich gesagt klingt dein Post danach, zumal dein Sohn in der Kleingruppe gut klargekommen ist. In der E-Schule wie in der K-Schule unterrichten zwei Lehrer acht Kinder und Kinder können sich bei Bedarf in ein zweites Klassenzimmer zurückziehen. Das schafft keine Regelschule. K kommt für euch wahrscheinlich nicht in Frage, aber eine E-Schule - die das Jugendamt finanzieren muss - ist durchaus möglich. Das passt dem Amt nicht, weil es teuer ist, gehört aber dennoch zu den Pflichten ebendieses Amtes.

    Dem Kinderpsycvhiater ist nicht klar wie schwerwiegend die Probleme eures Großen sind. Bei einem Kind, das im Grundschulalter unbeschulbar zu werden droht ist eine stationäre Diagnostik und Einstellung nichts weniger als überflüssig. Die Wartelisten sind lang, aber auch eine stationäre Versorgung ist flächendeckend gewährleistet.

    Esther




    Zitat Zitat von DominaNocturna Beitrag anzeigen
    Danke für deine liebe Antwort. Habe sie heute morgen auf Arbeit gelesen. Es tut manchmal einfach gut, wenn man verstanden wird und nicht wie ein Versager behandelt wird.

    Das mit den Förderschulen höre ich so zum ersten Mal. Fakt ist, dass er ja in der Kleinklasse war, dies sehr teuer ist und vom Jugendamt gezahlt wurde. Und die stellen sich langsam quer, noch mehr Geld auszugeben... Und er hat bis jetzt auch nur die Diagnose ADHS. Ich habe mich mal so ein wenig in das Thema Asperger eingelesen. Und muss sagen, dass ich meinen Sohn darin wenig wiederfinde, aber ganz klar meinen Bruder, der die Diagnose ADS hat. Und als er als Erwachsener die Diagnose bekam, hieß es, dass sich ADS und Asperger ausschließen würden... Manchmal muss ich den Kopf schütteln über das, was man da als Betroffener alles erleben muss. Bei meinem Sohn kam aber noch niemand auf die Idee, dass er auch Asperger haben könnte. Er war ja schon mal sieben Monate in einer Tagesklinik und auch der Kinderspychiater hier hat dazu noch nichts gesagt. Wobei ich dem nicht so wirklich vertraue... Er arbeitet zwar als Oberarzt in einer Klinik, aber er hat meinen Sohn nur ein einziges mal gesehen. Werde mich mal auf die Suche nach einem anderen Arzt begeben und dann mit dem nochmal über das Thema reden!

    Mein Großer nimmt nicht mehr MPH, sondern Elvanse. Das MPH hat sehr gut bei den Konzentrationsproblemen geholfen, aber eben nicht bei seiner Impulsivität. Jetzt mit dem Elvanse ist er von seinen Ausbrüchen her besser. Wir müssen aber mal sehen, wie es mit der Konzentration aussieht... Der behandelnde Arzt hat aber schon erwähnt, dass wir es unter Umständen auch noch mit Strattera versuchen könnten. Da die Rückmeldung aus der Schule und dem Hort gerade etwas Hoffnung geben, versuchen wir es jetzt erstmal mit 20mg Elvanse weiter. Aber ich habe schon das Rezept für 30mg zuhause. Als Schlafmittel wollte er ein Hormonpräperat geben, was in Deutschland nicht für Kinder zugelassen ist, aber wohl am schonensten sei, weil der Körper die gleichen Hormone zum Einschlafen prodzuieren würde. Klingt auf der einen Seite sehr gut, aber ich habe einfach Bedenken, wenn es nicht für Kinder zugelassen ist. Vielleicht bin ich da zu ängstlich...

    An eine stätionäre Einstellung ist auf Grund von Platzmangel fast nicht zu denken. Der Arzt meinte, diese Plätze seien nur für Kinder, die auf keine Schule mehr gehen dürften. So leichte Fälle wie bei meinem würden ambulant behandelt werden. Er ignoriert dabei so ein wenig, dass die Schule kurz davor ist, ihn rauszuwerfen, weil er einfach wirklich nicht tragbar ist.

    Und toi, toi, toi noch habe ich das Gefühl, dass die Schule hinter mir steht. Ein Mädchen hat wegen Sohnemann die Schule gewechselt und ich habe das erst auf dem Elternabend erfahren. Die Rektorin ist dafür bekannt, dass sie auch schwierigen Kindern eine Chance gibt. Und wenn ich mir so ansehe, wie sehr sie mit mir an einer Lösung arbeitet, den Hort mit einbezieht und auch sonst alles menschenmögliche tut, um eine Lösung zu finden, dann habe ich es wenigstens von der Seite her "gut".