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  1. #1
    halebop ist offline Stranger

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    Standard Diagnose ADHS - Unsicherheit

    Hallo, unserem 10jährigen Sohn wurde vor kurzem ADHS diagnostiziert. Er ist seit Sommer in der 5. Klasse auf einem Gymnasium, es gefällt ihm sehr gut dort. Wir sind immer noch beim Info-Sammeln wie der Weg für ihn weitergeht, das Homeschooling gerade bringt uns wieder an unsere Grenzen. Seit Mai geht er zur Ergotherapie, im Moment läuft auch ein Elterncoaching. Aber wie geht es weiter? Mein Mann ist der Meinung wir sollten Medikamente in Betracht ziehen, damit er sich selbst keine weiteren Steine in den Weg legt (er ist ein schlaues Kerlchen, aber durch die fehlende Konzentration kann er in der Schule/Lernen/Hausaufgaben nicht das leisten was er könnte..... und dadurch abrutschen; Freunde hat er sehr wenig). Mir fällt der Gedanke an Medikamente noch sehr schwer. Unsere familiäre Beziehung ist schon sehr belastet durch die vielen vielen Streitereien, Tränen, Wutausbrüche, Frustration unseres Sohnes, sein fehlendes Selbstbewusstsein "etwas schaffen zu können", mir als Mama geht auch oft der Akku aus. Aber, Medikamente? Noch haben wir nicht mit dem Arzt darüber gesprochen, vorher will ich mich noch mehr informieren. Deshalb suche ich hier Rat.....
    wird er das ganze Leben lang Medis nehmen "müssen" wenn er damit anfängt? Wird er abhängig? Wie reagiert seine Umwelt darauf? Hilft es ihm besser durchs Leben zu kommen? Das Einzige was wir wollen, ist daß unser Sohn ein glückliches zufriedenes Leben hat!

    Ich freue mich sehr über einen informativen Austausch, VIELEN DANK!
    Eure zur Zeit etwas hin- und hergerissene Elke

  2. #2
    mom100 ist offline Stranger

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    Standard Re: Diagnose ADHS - Unsicherheit

    Guten Morgen zusammen!
    Ich kann das komplett nachvollziehen, da ich auch immer versuche auf Medikamente zu verzichten.
    ADHS wird ja meist mit Medikinet oder Ritalin behandelt. So war es auch der Fall bei dem Sohn einer Freundin. Die Kinder werden mit diesen Medikamenten auf eine gewisse Weise "ruhig gestellt". Natürlich ist es vorteilhaft für die Konzentration, vor allem weil dein Sohn ja ein schlaues Kerlchen ist. Wenn die Kinder älter werden, nimmt auch das ADHS häufig ab. Ich weiß persönlich nicht, ob sich die paar Jahre der Medikation dann wirklich rentieren. Jedes Kind ist ja schließlich auch individuell genauso wie das ADHS.
    Von anderen Freunden habe ich auch gehört, dass sich das Kind dadurch etwas verändert hat (also in seiner Persönlichkeit und seinem Verhalten). Man sollte auch die Nebenwirkungen beachten. Nicht selten kommt es zu Appetitlosigkeit, Wachstumsstörungen und Schlafproblemen.
    Es gibt auch alternative Maßnahmen bezüglich der Ernährung und Bewegung. Vielleicht könntet ihr ja das vorher ausprobieren.
    Ich glaube die Suchtgefahr ist nicht so groß, außer man besitzt Dispositionen dafür. Zudem wird das Medikament ja meist nicht dauerhaft eingenommen, sondern irgendwann abgesetzt.
    Die Umwelt wird glaube ich positiv darauf reagieren. Da würde ich mir nicht so viele Gedanken machen!
    Außerdem habe ich mal von Neurofeedback als eine weitere Form der Therapie gehört. Allerdings weiß ich nicht, wie erforscht und erprobt dies ist.

    Liebe Grüße und Erfolg bei der Entscheidungsfindung!