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  1. #11
    Avatar von MajaMayer
    MajaMayer ist offline willyseine

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Zitat Zitat von Saphir Beitrag anzeigen
    Ich dachte irgendwie immer, dass es eine Belastung für das Kind wäre, wenn es Medis nehmen muss .
    Eine Belastung wäre es nur, wenn er starke Nebenwirkungen hätte - und das wird ja bei der Dosierungseinstellung genau beobachtet.

    Wenn die Nebenwirkungen nur leicht sind (beispielsweise mittags kein Appetit - das ist die häufigste Nebenwirkung, die ich sehe), dann sind oft die erwünschten Wirkungen wesentlich wichtiger, so dass man eine potentielle Nebenwirkung gut in Kauf nehmen kann.
    LG
    Maja



    Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
    und der Himmel ein Opal
    weiss ich, dass das meine Zeit ist,
    weil die Welt dann wie ein Weib ist,
    und die Lust schmeckt nicht mehr schal.
    (Konstantin Wecker)


    http://www.youtube.com/watch?v=HNKvRIRBdy4&NR=1


    http://www.youtube.com/watch?v=FRLBS...eature=related

  2. #12
    Avatar von latemum
    latemum ist offline enthusiast

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Genau die Sorge vor Nebenwirkungen hat uns auch lange warten lassen.

    Wie schon erwähnt hat mein Sohn sowieso schon Untergewicht, aber auch mit Medis hält er sein Gewicht.Der Arzt verordnete strenge Gewichtskontrolle und sagte auch falls er abnehme, müssen wir uns was anderes überlegen.

    Nun ist es so, daß er in der Schule zwar nichts mehr vespert, aber gut frühstückt, Mittagessen ist okay und ab nachmittags holt er das vom Vormittag nach.

    Und es waren ja nicht nur die Probleme in der Schule, sondern eben auch das soziale Verhalten, z.B. Spielplatz,Sport, Feriengruppe.
    Wir konnten ihn nirgends alleine hin lassen, aus Angst es gibt Ärger, den es ja ständig gab.Und haben auch Veranstaltungen gemieden um nicht aufzufallen.

    Er wurde aus der Musikschule "geworfen",der Fußballtrainer legte uns nahe, er solle besser aufhören, auf dem Spielplatz hieß es von den Müttern schon "Achtung".Kein Kind wollte mit ihm spielen.

    Und nun ist es gerade umgekehrt.Er macht seit knapp 2 Jahren erfolgreich Aikido.Geht ins Breakdance.Kinder klingeln und WOLLEN mit ihm spielen.

    Er und die ganze Familie haben wieder mehr Spaß und Freude.

  3. #13
    Avatar von Chinchilla64
    Chinchilla64 ist offline Legende

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Zitat Zitat von Saphir Beitrag anzeigen
    Er bekommt keine Medikamene. Es wurde eine Ergotherapie gemacht, bei der er 10 Einzelstunden hatte. Seit 4 Wochen hat er Gruppentherapie.
    Ich weiß, dass mein Sohn vieles anders sieht und auffasst. Das ist ein großes Problem.
    Aber wir wollten gerne versuchen das erste Schuljahr ohne Medikamente zu meistern. Hatten eure Kinder in der ersten Klasse schon Medikamente genommen?
    Ich wollte mit seiner Ergotherapeutin noch mal einen Thermin machen um zu sehen, was sie zu den Vorfällen in der Schule sagt.
    Das halte ich für einen Fehler. Gerade in den ersten Jahren in der Schule passiert so viel. Und was da schief läuft, ist nachher schwer wieder gerade zu biegen. Ich hatte die umgekehrte Situation - ich hätte Medikamenten zugestimmt, aber in Schweden kriegt man die erst, wenn man alles andere versucht hat. Und die SCHULE hatte noch nicht alles versucht. Bis wir endlich Medies kriegten, war er selbstmordgefährdet und ging längst nicht mehr in eine normale Schule.

  4. #14
    Mamiii ist offline newbie

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    War bei meinem Sohn auch so in der 1.Klasse.
    Nach medikamentöser Einstellung wurde es deutlich besser.
    Das kann sich nämlich alles verselbständigen, so daß dein Kind nachher immer der Sündenbock ist.
    Ergo ist gut, hilft aber gerade bei Schulproblemen nicht immer alleine.
    Grüsse

  5. #15
    biggi_010 ist offline Veteran

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Wieso willst du deinem Kind keine Medies geben? Willst du euch das echt noch länger antun?

    Was ist wohl das kleinere Übel? Ein Sohn der jeden morgen eine Tablette nimmt - oder ein Sohn der überall aneckt, geschlagen und gehänselt wird?

    Ergotherapeutin ist da die falsche Ansprechpartnerin - da muss ein guter Kinderpsychiater her!

    Sorry, für die "harten" Worte - aber für so eine Ansicht fehlt mir jedes Verständnis.
    Biggi & Rasselbande (*99 - *01 - *08 - *09)

  6. #16
    Mimi5 ist offline Veteran

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Hallo,

    sorry, das geht schief :-(

    Dein Sohn hat bereits jetzt massive Probleme in der Schule. Es ist ausgesprochen unwahrscheinlich, dass das immer nur an den anderen liegt. Wozu willst du denn mit der Behandlung warten?

    Ergo ist wunderschön, meine Kinder haben das alle jahrelang bekommen. Aber es ist unsinnig bis völlig unzureichend als alleinige ADHS-Therapie.

    Such dir einen guten Kinderpsychiater oder die Ambulanz einer Kinderpsychiatrie, bevor dein Sohn reif für die Sonderschule ist.

    Mimi

  7. #17
    Saphir ist offline addict

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    So, morgen haben wir den Termin beim Kinderpsychiater. Ich habe den nächstmögliche Termin verlangt, aus zwei Gründen: 1.ich weiß, dass endlich etwas passieren muss, 2. ich bin in der 39 Woche schwanger und wollte das alles vor der Geburt erledigen. Ich werde morgen mal berichten, was der Doc gesagt hat. Danke für eure Worte.

  8. #18
    mama61 ist offline Stranger

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Hallo,

    Ein kleiner Tipp auch von mir,
    Ich habe 2 jahre gewartet bis ich mein sohn medis gab.
    Das war etwas zu spät, in der schule wurde es ständig schlimmer.
    Heute nimmt er regelmaßig Medikinet u besucht die förderschule, weil er für die normale schule nicht mehr tragbar war, bei ihm waren es genau die selben geschehnisse wie bei deinem sohn, immer waren es die anderen.
    Heute bin ich froh, auch über den Schulwechsel, er hat viele Freunde jetzt u ist 2 klassenbester.

    Gruß Marion

  9. #19
    Tuffi2106 ist offline Stranger

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Zitat Zitat von Saphir Beitrag anzeigen
    So, morgen haben wir den Termin beim Kinderpsychiater. Ich habe den nächstmögliche Termin verlangt, aus zwei Gründen: 1.ich weiß, dass endlich etwas passieren muss, 2. ich bin in der 39 Woche schwanger und wollte das alles vor der Geburt erledigen. Ich werde morgen mal berichten, was der Doc gesagt hat. Danke für eure Worte.
    Nun das wird wohl leider etwas länger dauern. Ich hatte mit meinem Sohn in etwa die gleichen Schwierigkeiten, nur etwas abgeschwächt.
    Ich muss dazu sagen, dass die 1. und 2. Klasse an seiner Schule zusammengelegt sind.
    Schwerer Fehler, wie sich rausstellte, nicht nur, dass er wohl ständig aneckte, was mir erstmal niemand sagte, sondern wohl auch stetig den "Unterricht" störte. Genau das gleiche Problem, er eckt an und alle Anderen sind Schuld. Gepaart mit ein paar Hängern im Unterichtsstoff. DAS allein war für uns Grund genug den Kinderpsychologen auf den Plan zu rufen.

    Leider half der uns auch nur wenig, denn der versuchte immer unsere Familiensituation zu analysieren, obwohl ich zu Hause mit ihm außer im Hausaufgabenbereich nie Schwierigkeiten hatte. Ich bekam also vom wirklich in der Vorstellung selbst ernannten "DR. House" (es war wirklich so ) eine Verhaltenstherapie für mich selbst. Mit der Empfehlung, da er aufgrund der Testergebnisse auch "ADHS" hätte (Was es wohl in der deutschen Medizin als solche Diagnose nicht gibt, man hat es schön umbenannt, um es unverständlich und besser dastehenzulassen) an der Situation zu arbeiten und wenn es denn wirklich nicht mehr geht (Mein Sohn ist in Deutsch bsp. hochbegabt mit knapp ich glaub 130 Punkten, hat aber in der Auffassungsgabe nur 80 von durchschnittlich 100 Punkten), DANN sollte ich über Medis nachdenken.

    NUN stehe ich hier, warte wieder auf einen Termin, der erst in 3 Monaten ist, weil er bei der letzten Sitzung der Meinung war, nur noch bei Bedarf. Ja klar, weil ich zu Hause mit ihm klar kam, Hausaufgaben ganz ausgenommen.

    Ich selbst war immer der Meinung Medis erst ganz zum Schluß, heute bin ich immernoch der Meinung (als ausgebildete und ausführende Erzieherin) es ist eine Modediagnose, mit der Kinder leicht abgestempelt werden, wenn sie schwierig sind. Aber deine Beschreibung übersteigt schwierig. Es ist eine Frage der Definition, ich beschreibe es gerne als maßlose Reaktion auf das Verhalten (manchmal Fehlverhalten) Anderer.

    In der gegebenen Situation würde ich mich auf jeden Fall an die Klassenlehrerin wenden, an einen Kinderpsychologen, mit ihr die weiteren Schritte besprechen. Bzw. zumindest, dass Schritte eingeleitet wurden.
    Mit der Lehrerin nochmal kurzschließen, wo die Hauptproblematik liegt.

    Und gegebenenfalls wird spätestens jetzt auffallen, ob sie deinen Sohn vielleicht wirklich auf dem Kicker haben, ohne einen wirklichen Grund. Gab es hier auch trotz oder vielleicht gerade wegen der ADHS Störung oft genug einen Grund.

    Einen Handlungsbedarf gibt es auf jeden Fall, wie der ausssieht, laß die testenden Ärzte entscheiden. Hole dir im Zweifelsfalle eine 2. ärztliche Meinung ein, nur möglichst parallel, sonst dauerts Monate.
    Aber kommen bei einem dir kompetent erscheinemden Team Medis zur Sprache, soltest du sie wahrscheinlich annehmen.

    LG


    Es gibt jedenfalls auch mehrere Faktoren.

  10. #20
    Mimi5 ist offline Veteran

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    Standard Re: Viel, viel Ärger in der Schule

    Hallo,

    es gibt Ärzte und Thrapeuten, die das so sehen.

    Beim Ältesten habe ich dergleichena uch verscuht - die Ergebnisse waren nicht gerade berauschend.

    Wenn du so nicht vorgehen willst, dann wende dich z.B. an ein Frühförderzentrum oder an die Ambulanz einer kinderpsychiatrischen klinik. (Die meisten Kinderpsychaiter arbeiten auch vernünftig, aber da kannst du auch mal a ein Prachtexemplar, der von dir beschriebenen Art kommen).

    Wenn dein ind wirklich ADHS hat, mutest du ihm auf diese Art jede Menge Misserfolge zu, bevor es Hilfe bekommt.

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