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Thema: Nur kein schlechtes Gewissen!

  1. #71
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Nur kein schlechtes Gewissen!

    Zitat Zitat von floh200 Beitrag anzeigen
    hallo,

    wenn ich so lese, wie heftig Flaschenmütter angegriffen werden, schwanke ich oft zwischen entsetzt und belustigt. Warum es in so viele Köpfe nicht hereingeht, dass jeder Mensch verschieden ist und seine Gründe für dies oder das immer ernst zu nehmen und zu akzeptieren sind. Ob Wunschkaiserschnitt oder Nichtstillen. Die Gründe sind so vielfältig und individuell. Ein pauschales Falsch oder Richtig gibt es dabei nicht.

    Und immer kommt das Totschlag-Argument "das Beste fürs Kind". Vergessen wird von vielen, dass nur wenn es der Mama gut geht, auch dem Kind gut geht. Ich habe mich gegen das Stillen entscheiden. Der Wunsch Flasche zu füttern stand schon ganz am Anfang der Schwangerschaft, aus verschiedenen Gründen. Die Hauptsache aber war, dass ich mich schon der bei der Vorstellung äußerst unwohl gefühlt habe. Es gab noch mehr Gründe, aber das war der Wichtigste. Mit der endgültigen Entscheidung hab ich mir bis zum Ende der Schwangerschaft Zeit gelassen - immerhin kann sich die Einstellung ja noch jederzeit ändern. Ich habe darüber mit meiner Ärztin und meiner Hebamme gesprochen und die positive Erfahrung gemacht, dass beide mich unterstützt haben mit dieser Entscheidung und mir kein schlechtes Gewissen gemacht sondern mich umfassend beraten haben. Übereinstimmend meinten sie: nur wenn es der Mutter gut geht, geht es auch dem Kind gut. Und wenn sich die Mutter beim Stillen unwohlt fühlt, geht das in der Regel nicht gut und Mutter und Kind leiden. Beide haben mir von O-Ton "Stilldramen" erzählt, die sie betreuen, bei Frauen, die eigentlich nicht stillen wollen, sich aber aus gesellschaftlichen Druck gebeugt haben.

    Mir und meinem Sohn ging es von Anfang an gut mit der Flasche. Ich habe die Entscheidung nie bereut und würde es genauso wieder machen. Ich habe fast nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich nicht stille und gott sei dank keine Anfeindungen erlebt, allerhöchstens mal Irritation. Für einige Frauen in meinem Umkreis und aus meinen Geb.vorbereitungskurs mit denen ich auch noch heute Kontakt habe, war mein Nicht-Stillen auch sehr aufregend und eine neue Erfahrung. Einige haben wir hinterher gestanden, dass sie gar nicht auf die Idee gekommen sind, dass man stillen auch verweigern kann. Speziell natürlich die, die starke Probleme beim stillen hatten und früh aufgehört haben. Egal wo man ist, wird selbstverständlich vorausgesetzt, dass man stillt, ob bei der Geb.vorbereitung oder sonstwo. Es wurde nicht mal die Frage gestellt, ob igendwer nicht stillen will oder kann. Das fand ich immer sehr schade. Sich dem gesellschaftlichen Druck zu widersetzen trauen sich viele nicht, in bestimmten Regionen wird man mit Sicherheit geteert und gefiedert dafür. Ich habe sogar mal einen Mann kennengelernt - lustigerweise ein Single ohne Kinderwunsch - der es total abartig fand, wenn eine Frau nicht stillt.

    Eine Gesellschaft, die nichtstillenden Frauen den Rücken stärk und weniger diskriminiert, wäre wünschswert. Schliesslich sind alle Mütter, ob Flasche oder Brustfüttern - und nur das sollte zählen.

    lg
    floh200

    Hallo, ich hoffe als forenfremde Frau, die ihre beiden Kinder gestillt hat, bin ich jetzt kein Elefant im Porzellanladen. Aber da ich nicht in Deutschland lebe, finde ich es immer sehr interessant, wie jede Kategorie Muetter sich diskriminiert fuehlt. Wenn man hier so liest bekommt man total gegensaetzliche Eindruecke von Deutschland, je nachdem, in welchem Forum man gerade liest. Hier sind die Deutschen total stillfreundlich, im Stillforum liest man von stillfeindlichen Gegebenheiten. Wer Recht hat, kann ich von hier aus nicht beurteilen.

    Ich selbst lebe in Griechenland. Hier hungern Kinder. Hier gibt es Familien, die koennen sich gar keine Formula kaufen. Hier gibt es unterernaehrte Saeuglinge. Von hier aus betrachtet liest sich das etwas zugespitzt also so:

    In einem der reichsten Laender der Welt koennen Frauen sich einfach so entscheiden, ihren Kindern nicht die Brust zu geben. Sie haben so viel Geld, dass sie das bezahlen koennen, ohne Mangel zu leiden, die hygienischen Bedingungen sind so traumhaft, dass das Kind trotz der artfremden Ernaehrung kaum ein Risiko fuer Durchfallerkrankungen dadurch hat. Das Gesundheitswesen ist so organisiert, dass ein Kind, das mit der Formula Probleme hat, schnell erkannt wird, und die Eltern bei der Suche nach geeignetem Ersatz kostenlos und schnell Hilfe erhalten. Die staatliche Aufsicht ueber die Herstellung der Saeuglingsnahrung ist so gut, dass Verunreinigungen so gut wie ueberhaupt nicht vorkommen, die Hersteller bemuehen sich stetig, die Nahrung qualitativ zu verbessern. Ein krankes Kind erhaelt sofort und gratis aerztliche Versorgung.
    Diese Frauen entscheiden sich fuer eine Art der Saeuglingsernaehrung, die nur unter besonders luxurioesen Bedingungen ueberhaupt praktikabel ist und beschweren sich darueber, dass man sie nicht genug unterstuetzt, weil in ihrem Umfeld vehement darauf hingewiesen wird, dass unter normalen Umstaenden Menschenmilch die ideale weil normale Ernaehrung eines Saeuglings ist. Von hier aus klingt das schon sehr absurd.


    Ich hoffe, ich bin damit niemand zu nahe getreten, ich weiss, dass soziale Kritik sehr schmerzhaft ist. Aber von einem "armen" Land aus betrachtet ist es nicht nachvollziehbar, dass man sich erst gegen das Stillen entscheidet (wenn es keine Entscheidung war, sondern nicht anders ging, ist das nochmal was anderes) und sich dann beschwert, dass andere diese Entscheidung nicht gutheissen. Diese Entscheidung ist absoluter Luxus.
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  2. #72
    florasoft ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Nur kein schlechtes Gewissen!

    @roadkino: ich verstehe schon deinen Punkt, dennoch leuchtet mir nicht ein, warum eine Entscheidung angegriffen werden darf, nur weil sie Luxus ist?
    Geht es nicht ganz generell um das Miteinander unter Müttern? Es kommen ja oft Vorwürfe (egal, ob nun gegen Stillmamas oder Flaschenmamas), die sehr extrem sind und teilweise auch charakterliche Defizite unterstellen. Völlig wurst, ob sich jemand aus purem Luxus gegen die Flasche entscheiden kann - ebenso, wie es völlig wurst ist, ob eine Mama gerne bis zum 3. Lebensjahr stillen will. Verurteilung ist da einfach nicht angebracht und ich finde, es sollte sich keiner für etwas rechtfertigen müssen.

    Mir tun alle Mamas leid - Flasche und Stillen - die doof angemacht werden. Und der Vorwurf, Flasche sei eh nur purer Luxus, fällt dabei so gut wie nie. Es geht meist um persönliche Angriffe von wegen "Rabenmutter" (Flasche) oder "Öko-Braut" (Stillen) - wer gibt anderen das Recht, einen kompletten Menschen zu verurteilen aufgrund dieser einzigen Blitzsekunde, in der erwähnt wird, das jemand stillt / Flasche gibt?

    Und was nützen all diese ellenlangen Pro- und Contra-Diskussionen, wenn es letztlich eine individuelle Entscheidung ist, die schlichtweg privat ist? Wenn jemand sein Kind auf offener Straße verprügelt oder man mitbekommt, dass die Nachbarn ihr Kind missbrauchen - das sind Extremfälle, die uns was angehen und wo wir uns einmischen dürfen. Aber wie jemand sein Kind ernährt, der im Gesamtbild sein Baby mit aller Liebe und Fürsorge groß zieht - und ebenso, wie jemand sein Kind auf die Welt bringt (Hausgeburt, spontan, KS) - das darf nicht zu abfälligen Bemerkungen hinreißen, als seien wir alle in verfeindete Mütterlager aufgeteilt. Wir sitzen doch alle im selben Boot... nur schaukeln wir es halt teilweise etwas anders.
    Geändert von florasoft (11.12.2012 um 20:18 Uhr)
    LaSelly und Dream9 gefällt dies.

  3. #73
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Nur kein schlechtes Gewissen!

    Zitat Zitat von florasoft Beitrag anzeigen
    @roadkino: ich verstehe schon deinen Punkt, dennoch leuchtet mir nicht ein, warum eine Entscheidung angegriffen werden darf, nur weil sie Luxus ist?
    Geht es nicht ganz generell um das Miteinander unter Müttern? Es kommen ja oft Vorwürfe (egal, ob nun gegen Stillmamas oder Flaschenmamas), die sehr extrem sind und teilweise auch charakterliche Defizite unterstellen. Völlig wurst, ob sich jemand aus purem Luxus gegen die Flasche entscheiden kann - ebenso, wie es völlig wurst ist, ob eine Mama gerne bis zum 3. Lebensjahr stillen will. Verurteilung ist da einfach nicht angebracht und ich finde, es sollte sich keiner für etwas rechtfertigen müssen.

    Mir tun alle Mamas leid - Flasche und Stillen - die doof angemacht werden. Und der Vorwurf, Flasche sei eh nur purer Luxus, fällt dabei so gut wie nie. Es geht meist um persönliche Angriffe von wegen "Rabenmutter" (Flasche) oder "Öko-Braut" (Stillen) - wer gibt anderen das Recht, einen kompletten Menschen zu verurteilen aufgrund dieser einzigen Blitzsekunde, in der erwähnt wird, das jemand stillt / Flasche gibt?

    Und was nützen all diese ellenlangen Pro- und Contra-Diskussionen, wenn es letztlich eine individuelle Entscheidung ist, die schlichtweg privat ist? Wenn jemand sein Kind auf offener Straße verprügelt oder man mitbekommt, dass die Nachbarn ihr Kind missbrauchen - das sind Extremfälle, die uns was angehen und wo wir uns einmischen dürfen. Aber wie jemand sein Kind ernährt, der im Gesamtbild sein Baby mit aller Liebe und Fürsorge groß zieht - und ebenso, wie jemand sein Kind auf die Welt bringt (Hausgeburt, spontan, KS) - das darf nicht zu abfälligen Bemerkungen hinreißen, als seien wir alle in verfeindete Mütterlager aufgeteilt. Wir sitzen doch alle im selben Boot... nur schaukeln wir es halt teilweise etwas anders.
    Das hast Du schoen geschrieben.

    Ich versteh diesen ganzen Muetterringkampf in Deutschland sowieso nicht. Hier in Gr kenne ich das so unter Muettern nicht. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Ich lese das immer wieder mit Befremden und kann mir vorstellen, dass es teils echt anstrengend sein muss, sich in diesem Wettkampf irgendwie zu behaupten.

    Dahingehend ist das Ausgangspost aber eben auch wieder ein Zeichen fuer die Kurzsichtige Wahrnehmung des Problems: "Muetter, die Formula geben, werden diskriminiert und sollten mehr unterstuetzt werden." Da beschraenkt man sich wieder auf die eigene Zugehoerigkeitsgruppe und deren Interessen.
    Ich finde, Muetter sollten sich gegenseitig nicht dauernd ans Bein pinkeln.

    Wo ich pingelig bin, ist, wenn es um korrekte Information geht. Da ich selbst unheimlich kaempfen musste, weil ich, was das Stillen betrifft, leider auf voellige Desinformation seitens medizinischer Fachkraefte gestossen war, kann ich mich ein wenig aufregen, wenn sich jemand darueber beschwert, dass ueberall verkuendet wird, dass Stillen die ideale Form der Ernaerung fuer Saeuglinge ist. Das ist fuer mich so, als wuerde man sich beschweren, wenn ueberall verkuendet wird, dass Kondome vor Geschlechtskrankheiten schuetzen. Stillen ist die natuerliche, normale und ideale Form von Saeuglingsernaehrung. Das macht aus Formula aber kein Gift, sondern eben eine Alternative, die in den meisten Faellen ohne grosse Gefahren fuer die Gesundheit gefuettert werden kann. Formula ist eine Alternative, Stillen normal. Rein biologisch gesehen. DAS muss gesagt werden duerfen, ohne dass man sich diskriminiert fuehlt. Das eine Mutter, die ihrem Kind die Flasche gibt von anderen bloed angeredet wird, ist nicht tragbar. Dazu muss man aber auch wissen, dass so ziemlich alle Muetter auf so ziemlich der ganzen Welt mit ungefragten und bescheuerten Ratschlaegen ueberhaeuft werden. Man stumpft mit der Zeit und der Anzahl der Kinder gluecklicherweise dagegen ab.
    Με αγάπη από το νησί...

    Mit lieben Gruessen von der Insel :)

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  4. #74
    Falbala13 Gast

    Standard Re: Nur kein schlechtes Gewissen!

    Zitat Zitat von Ela2011 Beitrag anzeigen
    Witzig,gerade ich mit 20 Jahren Diabetes sollte da dann doch mitreden dürfen,trotz stillen.Ich kenne auch leider Gottes zuviele Kinder,die gestillt wurden und die trotzdem Probleme mit Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben.Mittelohrentzündungen würde ich da jetzt so oder so nicht mit in den Zusammenhang setzen.Leider sind Statistiken viel zu Theorielastig als das ich das noch ernst nehmen kann.Man denke nur an die Sache mit dem Spinat oder die Statik mit den Spinnen.Man sollte sich keinesfalls in Sicherheit wiegen und denken-ich habe gestillt und deshalb bekommt mein Kind keine Allergien oder sonst was.Leider funktioniert es so nicht.
    Und weißt du wie es ohne Stillen ausgegangen wäre?

    Dreh es mal um: es gibt immer noch mehr nicht gestillte Kinder...die Diabetes und / oder Allergien haben als umgekehrt.

  5. #75
    Bineblueeyes ist offline Stille Mitleserin :-)

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    Standard Re: Nur kein schlechtes Gewissen!

    Zitat Zitat von Falbala13 Beitrag anzeigen
    es gibt immer noch mehr nicht gestillte Kinder...die Diabetes und / oder Allergien haben als umgekehrt.
    ...sagt wer?
    Bineblueeyes


  6. #76
    Avatar von KatjaM
    KatjaM ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Nur kein schlechtes Gewissen!

    Zitat Zitat von Bineblueeyes Beitrag anzeigen
    ...sagt wer?
    Der Herr Dr. Statistik.

  7. #77
    Rosa23 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Nur kein schlechtes Gewissen!

    Zitat Zitat von platypussy Beitrag anzeigen
    fakten.

    die kann man natuerlich ignorieren, wenn es fuer einen bequemer ist.
    aber das stark erhoehte diabetes-risiko, das stark erhoehte adipositas-risiko, die vermehrten und schwerer verlaufenden MOE von formulaernaehrten kindern sprechen fuer sich.
    man kann natuerlich sagen, das sind risiken, die man bereit ist einzugehen.
    raucher rauchen ja auch, obwohl sie wissen, das rauchen sehr gesundheitsschaedlich ist.
    aber so zu tun, als gaebe es diese risiken nicht und als sei die ernaehrung mit kuenstlicher saeuglingsnahrung auch nur ansatzweise dem stillen gleichwertig, das ist halt laecherlich.

    im uebrigen verstehe ich beim besten willen das pseudoargument "dass nur wenn es der Mama gut geht, auch dem Kind gut geht" nicht.
    geht es dir wirklich besser, wenn du kuenstliches milchpulver mit einem hilfsmittel aus plastik in dein kind bringst, als wenn du es an deinem koerper, aus dir heraus, naehren kannst?
    dann wuerde ich mal das gespraech mit einem psychologen suchen.
    Hallo,

    ich informiere mich aktuell über das Thema Stillen bzw. Nicht-Stillen und ich hätte nicht gedacht, wie ideologisch das Stillen vertreten wird.
    Ich bin im 4. Monat das erste Mal schwanger und ich habe mich dafür entschieden, wenn stillen, dann maximal 4 Monate, insofern es mit der Berufsplanung kompatibel ist. U.U. würde ich auch ganz aufs Stillen verzichten, wenn das Kind fremdbetreut werden sollte, dann schafft das die größte Unabhängigkeit für mich.

    Ich finde den Titel des Threads ganz großartig. Er urteilt nicht und positioniert sich nicht, ob Nichtstillen gut oder schlecht ist.

    Es ist unumstritten, dass Muttermilch die beste Säuglingsnahrung darstellt, insbesondere die Kostralmilch!

    Wir sind eine moderne, emanzipierte Gesellschaft, in welcher die Frau das Recht hat, sich für oder gegen das Stillen bzw. einen Kompromiss zu entscheiden, ohne sich vor jemand anderem als sich selbst rechtfertigen zu müssen!

    Womöglich kommen nun die (Totschlag-)Argumente, wie erhöhte Risiken für Adipositas, Diabetes m., Allergien beim Kind und für Mamma- und Cervixcarcinome bei der Mutter, wenn anstelle der Muttermilch mit Ersatzmilch ernährt wird. Aber eine Erkrankung ist i.A. nicht die Folge eines potenzierden Gegenstandes sondern eines multifaktoriellen Geschehens! Ohne Frage wissenschaftliche Zusammenhänge zur Erhöhung des Risikos konnten nachgewiesen werden, aber das führt nicht absolut zu einer Erkrankung!
    Das Gebären mehrerer Kinder erhöht ebenso das Risiko fürs Mamma-Ca während das Nichtgebären das Risiko für Ovarial-Ca erhöht, sollte man sich deshalb gegen oder für Kinder entscheiden? Dürfen Frauen >35 Jahren bei dem deutlich erhöhten Risiko für das Auftreten von Trisomien überhaupt Kinder bekommen?
    Der Schutz durch die Muttermilch ist befristet. Ein Kind kann genauso adipös werden, wenn die Folgeernährung wenig ausgeglichen ist bzw. Bewegung durch eine Playstation ersetzt wird oder das Kind wenig sozialisiert ist und die Aufmerksamkeit in sich hineinFRISST. Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Wurminfektionen und einer geringen Allergiedisposition, achte ich deshalb nicht mehr auf Hygiene und toleriere das mögliche Auftreten von Wurminfektionen?

    Das Stillen macht eine Mutter noch lang nicht zu einer guten Mutter und es ist und wird leider nie ein Garant für ein gesundes Baby, Kind oder Erwachsenen sein.

    Was das Rauchen angeht, dort ist es nachgewiesen, das es zwangsläufig zu obstruktiven Lungenerkrankungen führt. Für eine schwangere Raucherin gibt es keine charakteristische Schädigungen des Fötus! Aber das Risiko für eine Gestose-Plazenta steigt und folglich auch das Risiko für Frühgeburten oder die perinatale Sterblichkeit!
    Ich finde diese Verantwortungslosigkeit mit einer Ersatzmilchernährung zu vergleichen ketzerisch!

    Ersatzmilch unterliegt strengsten Kontrollen durch die EFSA - es ist nicht krebserregend, mutagen oder erbgutschädigend wie Tabakrauch und es ist auch nicht äquivalent zur Muttermilch, aber es ist eine sichere Alternative!

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