Umfrageergebnis anzeigen: Sind einem 1,5 Jährigen 50 Stunden/Woche Fremdbetreuung zuzumuten?

Teilnehmer
106. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    44 41,51%
  • Nein

    62 58,49%
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 27

Thema: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

  1. #1
    tanic ist offline Stranger

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    Standard 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Liebe Leser(innen)!

    Befinde mich momentan in einem argen Gewissenskonflikt!
    Sehr kurzfristig (bereits nächsten Monat) würde ich die Chance haben, eine Umschulung, die in Vollzeit ausgeübt wird, zu machen.
    Hierzu müsste ich meinen 1,5 jährigen Sohn täglich (also 5 mal die Woche) 10 Stunden fremdbetreuen lassen.
    Die horrende Stundenzahl ensteht wohlgemerkt durch einen 8-Stunden-Ausbildungstag zuzüglich der Fahrtwege.
    Wahrscheinlich eher bei einer Tagesmutter, weil ein Krippenplatz aufgrund der kurzen Zeit kaum organisierbar sein wird.
    Mein Mutterherz ist unglaublich hin und hergerissen:
    Einerseits durch das Bestreben meinen Sohn auch in Zukunft sozial absichern zu können
    (eine gute Ausbildung erhöht hierbei natürlich die Chancen).
    Andererseits die erdrückende Angst, meinem Kleinod zu schaden.
    Wir haben ja keine Möglichkeit ihn langsam auf diese Veränderung vorzubereiten.
    Ich bin mir dessen bewusst, dass die ersten 3 Jahre sehr prägsam sind was mir die Entscheidung alles andere als leichter macht.
    SOOO viele Fragen schwirren einem im Kopf herum:
    Wie steht es um sein Wohl?
    Kann man es einem 1,5 jährigen wirklich zumuten??
    Entgleitet uns Eltern die Erziehung vollends aus den Fugen?
    Es ist unser erstes und einziges Kind, also bin ich relativ unerfahren und fürchte mich immmens, eine falsche Entscheidung zu treffen.

    Es wäre somit schön wenn andere mir von ihren Erfahrungen/Meinungen berichten könnten.

    Viele Grüße!
    von einer Verzweifelten Mami

  2. #2
    Christiane3011 ist offline Emotionsvariabel

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Hallo,

    ich würde das von der Dauer der Umschulung abhängig machen. Geht die Umschulung nur ein Jahr würde ich sagen nein da Du die Zeit nie wieder aufholen kannst . Geht die Umshulung aber drei Jahre ( ähnlich wie eine richtige Ausbildung ) würde ich sagen mach es da er eh mit spätestens drei in den Kiga kommt und Du dann vielleicht nicht mehr die Chance bekommst. Schwere Entscheidung. Ich möchte nicht in Deiner Haut stecken.
    liebe Grüße Christiane


    Den Hintern meines Mannes nachtragen gehört nicht in meine Stellenbeschreibung als liebende Ehefrau

    Egal wie tief die Messlatte für Niveau liegt, es gibt immer noch Menschen die bequem drunter her passen


    "Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist"

  3. #3
    Avatar von AnnaKira
    AnnaKira ist offline enthusiast

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    siehste ich würde eher umgekehrt sagen... drei Jahre wollte ich das nicht haben!
    Ich gehöre eh eher zur Fraktion, bleib wenn irgend möglich daheim...

    naja aber wenn du es machen willst würde ich ihn an deiner Stelle auf keinen Fall in die Krippe geben TaMu find ich meist die bessere Lösung grad bei der langen betreuungszeit.

    letzten endes würde ich es auch von der Dauer der Ausbildung abhängig machen.
    achja Oma Betreuung find ich auch nicht gut.

    Gruß
    Anna

  4. #4
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Zitat Zitat von tanic Beitrag anzeigen
    Liebe Leser(innen)!

    Befinde mich momentan in einem argen Gewissenskonflikt!
    Sehr kurzfristig (bereits nächsten Monat) würde ich die Chance haben, eine Umschulung, die in Vollzeit ausgeübt wird, zu machen.
    Hierzu müsste ich meinen 1,5 jährigen Sohn täglich (also 5 mal die Woche) 10 Stunden fremdbetreuen lassen.
    Die horrende Stundenzahl ensteht wohlgemerkt durch einen 8-Stunden-Ausbildungstag zuzüglich der Fahrtwege.
    Wahrscheinlich eher bei einer Tagesmutter, weil ein Krippenplatz aufgrund der kurzen Zeit kaum organisierbar sein wird.
    Mein Mutterherz ist unglaublich hin und hergerissen:
    Einerseits durch das Bestreben meinen Sohn auch in Zukunft sozial absichern zu können
    (eine gute Ausbildung erhöht hierbei natürlich die Chancen).
    Andererseits die erdrückende Angst, meinem Kleinod zu schaden.
    Wir haben ja keine Möglichkeit ihn langsam auf diese Veränderung vorzubereiten.
    Ich bin mir dessen bewusst, dass die ersten 3 Jahre sehr prägsam sind was mir die Entscheidung alles andere als leichter macht.
    SOOO viele Fragen schwirren einem im Kopf herum:
    Wie steht es um sein Wohl?
    Kann man es einem 1,5 jährigen wirklich zumuten??
    Entgleitet uns Eltern die Erziehung vollends aus den Fugen?
    Es ist unser erstes und einziges Kind, also bin ich relativ unerfahren und fürchte mich immmens, eine falsche Entscheidung zu treffen.

    Es wäre somit schön wenn andere mir von ihren Erfahrungen/Meinungen berichten könnten.

    Viele Grüße
    von einer Verzweifelten Mami
    Es kommt aufs Kind an, ob es zumutbar ist. Unser Kind ist, seit es 6 Monate alt ist, in der Krippe, inzwischen ist es zweeinhalb und geht jetzt 2 volle Tage (neuneinhalb Stunden) und drei halbe Tage (viereinhalb Stunden) Es verkraftet das gut und geht gerne in die Krippe.
    Gibt es nicht die Möglichkeit, den Tag etwas zu verkürzen? Kann dein Partner vielleicht seine Arbeitszeiten etwas versetzt zu deinen legen, so dass dein Kind "nur" 8 STunden in die Krippe muss?
    Ansonsten würde ich an deiner Stelle wahrscheinlich die Ausbildung machen, wenn es eine Ausbildung zu einem Job ist, der dir wirklich Spaß macht. Ich gehöre zu dem Typ Mutter, der zu Hause sehr schnell unglücklich würde und könnte dann keine gute Mutter sein.
    Ob frühe Krippenbetreuung dem Kind schadet oder nützt ist ein wissenschaftliches Streitthema. Es liegt in der Natur der Sache, dass man das nicht abschließend beantworten kann. Aber es gibt mit Sicherheit Kinder, denen Krippenbetreuung nicht schadet.

  5. #5
    Alexa23 ist offline Legende

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Zitat Zitat von tanic Beitrag anzeigen
    Liebe Leser(innen)!

    Befinde mich momentan in einem argen Gewissenskonflikt!
    Sehr kurzfristig (bereits nächsten Monat) würde ich die Chance haben, eine Umschulung, die in Vollzeit ausgeübt wird, zu machen.
    Hierzu müsste ich meinen 1,5 jährigen Sohn täglich (also 5 mal die Woche) 10 Stunden fremdbetreuen lassen.
    Die horrende Stundenzahl ensteht wohlgemerkt durch einen 8-Stunden-Ausbildungstag zuzüglich der Fahrtwege.
    Wahrscheinlich eher bei einer Tagesmutter, weil ein Krippenplatz aufgrund der kurzen Zeit kaum organisierbar sein wird.
    Mein Mutterherz ist unglaublich hin und hergerissen:
    Einerseits durch das Bestreben meinen Sohn auch in Zukunft sozial absichern zu können
    (eine gute Ausbildung erhöht hierbei natürlich die Chancen).
    Andererseits die erdrückende Angst, meinem Kleinod zu schaden.
    Wir haben ja keine Möglichkeit ihn langsam auf diese Veränderung vorzubereiten.
    Ich bin mir dessen bewusst, dass die ersten 3 Jahre sehr prägsam sind was mir die Entscheidung alles andere als leichter macht.
    SOOO viele Fragen schwirren einem im Kopf herum:
    Wie steht es um sein Wohl?
    Kann man es einem 1,5 jährigen wirklich zumuten??
    Entgleitet uns Eltern die Erziehung vollends aus den Fugen?
    Es ist unser erstes und einziges Kind, also bin ich relativ unerfahren und fürchte mich immmens, eine falsche Entscheidung zu treffen.

    Es wäre somit schön wenn andere mir von ihren Erfahrungen/Meinungen berichten könnten.

    Viele Grüße!
    von einer Verzweifelten Mami
    Schwieriges Thema...
    Ich würde es auf jeden Fall versuchen. Eine gute Ausbildung ist ein solider Grundstock und die Chance auf eine Umschulung bekommt man nicht alle Tage.....
    Fall es deinem Kind nicht gut tut, kannst du es immer noch hinschmeißen.
    Aber es einfach so bleiben zu lassen ohne es vorher nicht zumindest probiert zu haben, würde ICH nicht.







  6. #6
    Avatar von Thami
    Thami ist offline Muffinqueen

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Tach auch,
    es kommt ganz auf das Kind an. Anhänglich oder selbständig - das ist hier die Frage.

    Durch meine Weiterbildung habe ich meine Kleine auch letztes Jahr nach der Sommerschließung in die Krippe gegeben. Der 1. Eingewöhnungsversuch mit knapp 1 Jahr im Frühjahr scheiterte kläglich (Sie ist seeeeeeeeeeehr anhänglich). Der 2. allerdings mit knapp 1,5 Jahren lief prima. Seitdem geht sie jeden Tag von 8.00 bis ca. 16 Uhr in die Krippe. Der Umgang mit den anderen Kindern bringt ihr sehr viel. Auf dem Spielplatz geht sie offener auf andere Kinder zu, um mit ihnen zu spielen. Sie plappert uns abends schier die Ohren weg, über das, was sie den ganzen Tag über gemacht hat.

    Der Tag in der Krippe ist recht strukturiert und an den WE lassen wir den Tag auch so ablaufen (also Essenszeiten, Schlafengehen etc.) Das funktioniert prima.

    Ich denke, du musst selbst wissen, wie dein Kind ist. Doch wenn du vor lauter schlechtem Gewissen kein gutes Gefühl hast, dann lass es lieber. Denn eine Mutter mit schlechtem Gewissen dem Kind gegenüber (ich muss arbeiten/lernen/es tagsüber weggeben etc.) bringt dem Kind abends, in der Zeit die euch dann zum intensiv genießen bleibt, nichts.
    Seh ich an einer Bekannten in der Kita. Die Mutti ist das wandelnde schlechte Gewissen. Das merkt der Kleine und dreht dann erst recht voll auf. Alles wird durchgelassen, da "der Kleine ja nichts von mir hat". Blödsinn! Es wurde erst besser, als es der Mutter bewusst wurde, dass sie sich dadurch richtig kaputt gemacht hat. Und seit sie nach dem Arbeiten sich noch eine kleine Auszeit für sich nimmt (einen Kaffee an der Tanke auf dem Weg zur Kita, ein paar Seiten im Auto gelesen etc.) ist sie entspanner und der Kleine auch.

    Falls es dich tröstet: ein Kind in dem Alter bekommt noch nicht soooo ganz mit, ob es nun 7, 8 oder 10 Stunden betreut wird. Wichtiger ist, dass Mama das Versprechen "Ich komm zurück und hol dich wieder ab" jeden Tag auch einlöst. Und dass die Betreuung verlässlich ist. Heute hier und morgen dort ist Mist. Mit einer festen Betreuungsperson kann das Kind in dem Alter schon realisieren: Abends und Nachts ist Mama da und tagsüber Tante XY. Die Kinder verhalten sich auch entsprechend.
    Denk daran: Es ist auch dein Leben, nicht nur ein Leben ganz für dein Kind. Und Millionen französischer, schwedischer, finnischer und amerikanischer Kinder geht es dadurch nicht schlechter, nur weil sie den ganzen Tag fremdbetreut werden.

    So, und jetzt könnt ihr über mich schimpfen :D
    Nichts ist so beständig wie die Veränderung

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    Plopp...

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  7. #7
    dkmam ist offline Stranger

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Hallo,
    ich denke dass das geht, ich kenne einige Beispiele, wo so etwas gut geklappt hat - aber es waere sicher schoen, wenn der Vater abholt oder hinbringt und so die Betreuungszeit geringer ist, oder wenn ihr z.B. noch eine Putzhilfe findet, damit ihr dann am Abend oder Wochenende weniger Haushaltskram zu tun habt und mehr Zeit fuers Kind. Das haben wir gemacht, als wir beide am Arbeiten waren, und ich fand das war eine gute Investition.
    Und es ware sicher schoen, ihr koenntet es langsam angehen lassen - die Betreuungsstunden nach und nach laenger werden lassen. ich glaube, am wichtigsten ist das Vertrauen darin dass die Tagesmutter gut ist - sie gut kennenlernen, zum Kaffee einladen, oefter mit ihr sprechen hat mir da geholfen.

  8. #8
    miomam ist offline Member

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Kann mich den vorherigen anschließen. Du musst die Entscheidung treffen, zu der du stehen kannst.Ein schlechtes Gewissen ist nicht angebracht, es stört nur. Höre auf deine innere Stimme und dann ziehe es auch durch. Und finde eine gute Tagesmutter.Ich finde es auch wichtig, dass der Partner die Entscheidung mitträgt und unterstützt, ich würde es nicht aushalten, meine Entscheidung ständig rechtfertigen zu müssen, es müssen beide damit leben können.
    Und nicht nur du musst Kompromisse machen, dein Mann auch-ist doch auch sein Kind, nicht nur deins.Viele Grüße miomam

  9. #9
    Nibor Gast

    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Hallo,

    ehrlich gesagt würde ich das wahrscheinlich nicht machen - aber ich urteile dabei natürlich auch mit Blick auf meinen Sohn (21 Monate) der 10 Stunden am Tag ohne Mama mit Sicherheit nicht gut verkraften würde.

    Wir fangen bald mit 2 bis 3 Stunden Kindergruppe an fünf Tagen in der Woche an - und das ist schon eine Herausforderung. Aber so viele Stunden - 10 Stunden am Tag? - Also bei uns wäre das zu früh.

    Aber ich denke, Du solltest das ganz von Deinem Gefühl abhängig machen - erstmal, weil nur Du beurteilen kannst wie Dein Kind "tickt" und wieviel es verkraften kann - und weil Du ja schließlich auch mit Deiner Entscheidung leben musst.

    Und egal wie Du Dich entscheidest, Dein Kind wird merken, wenn es Dir deshalb schlecht geht - jedenfalls hat mein Sohn eine Art "Sensor" und merkt sofort wenn ich unglücklich bin....

    Insofern - wenn Du ein sehr, sehr mulmiges Gefühl bei dem Gedanken hast, solltest Du es in meinen Augen lassen...

    Ich wünsche Dir dass Du eine für Euch richtige Entscheidung findest - und dazu dann auch gut stehen kannst.

    LG

    Nibor

    die auch schon mal aus ähnlichen Gründen eine Jobchance hat sausen lassen müssen

  10. #10
    justme ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: 1,5 jähriges Kind für 50 Stunden/Woche in Fremdbetreuung????Zumutbar????

    Bei uns war und ist das problemlos. Mein Mann und ich haben beide Berufe, in denen Teilzeit - und das bedeutet unter 60 Wochenstunden - nicht möglich ist. Er hat die ganze Zeit über Vollzeit gearbeitet, ich bin 12 Monate daheim geblieben und haben dann auch wieder Vollzeit gearbeitet. Die Kleine geht seit dem Alter von 12 Monaten ganztags in die Kita (von viertel vor sieben morgens bis viertel vor fünf nachmittags; einer von uns eist sich dann auf der Arbeit los und holt sie ab - wer halt gerade besser weg kann).
    Kein Grund zur Verzweiflung .
    justme

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