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  1. #1
    rosenblüte ist offline Ebenfalls Gutmensch
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    Standard Belastbarkeit und Abgrenzung

    Ist schon jemand wach? Bräuchte mal Tipps. Mein Mann arbeitet Vollzeit (6-18 Uhr unterwegs, verdient wenig). Ich bin seit 1,5 Jahren selbständig und arbeite inzwischen auch fast Vollzeit (mal mehr, mal weniger, verteilt auf eine 6-Tage-Woche), wobei noch kein Vollzeitgehalt dabei rauskommt (wie das bei Selbständigkeit anfangs noch so ist, Existenzangst allgemein kommt bestimmt dazu).

    Jetzt ist es so, dass ich von zu Hause aus arbeite. Disziplinmäßig schaffe ich das auch. Aber in Zusammenspiel mit Kindern (vor allem Üben für die Schule und Termine), Haushalt, Papierkram wächst mir manchmal alles über den Kopf. Gestern hatte ich mal wieder einen gepflegten, aber nicht gerechtfertigten Ausraster und haben allen den Abend versaut

    Mein Mann hilft mir zwar, wo er kann (er ist aber einfach lange weg). Aber ich spüre sehr stark, dass ich schon seit Monaten meine Grenzen überschreite und dass mich dann sowas Banales wie Kinderstreit überfordert. :( Rückblickend sehe ich dann, dass ich immer wieder (wohl zu leise) erwähnt habe, dass es mir zu viel wird, dass sie bitte aufhören sollen, mich mit ihren Sorgen zuzutexten, weil ich k.o. bin, aber irgendwie registriert das keiner so richtig. Mein Mann meckert über seine Arbeit, meine Kinder über Hinz und Kunz. Nach so einem Ausraster funktioniert das dann eine Zeit lang, dann geht es wieder los...

    Ich will das so nicht mehr, ich fühle mich wie eine Furie. Aber wie bekomme ich das in den Griff
    Geändert von rosenblüte (27.11.2011 um 06:38 Uhr)

  2. #2
    Avatar von keklik
    keklik ist offline frühvergreist + ramschig
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    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von rosenblüte Beitrag anzeigen
    Ist schon jemand wach? Bräuchte mal Tipps. Mein Mann arbeitet Vollzeit (6-18 Uhr unterwegs, verdient wenig). Ich bin seit 1,5 Jahren selbständig und arbeite inzwischen auch fast Vollzeit (mal mehr mal weniger, verteilt auf eine 6-Tage-Woche), wobei noch kein Vollzeitgehalt dabei rauskommt (wie das bei Selbständigkeit anfangs noch so ist, Existenzangst allgemein kommt betimmt dazu).

    Jetzt ist es so, dass ich von zu Hause aus arbeite. Disziplinmäßig schaffe ich das auch. Aber in Zusammenspiel mit Kindern (vor allem Üben für die Schule und Termine), Haushalt, Papierkram wächst mir manchmal alles über den Kopf. Gestern hatte ich mal wieder einen gepflegten, aber nicht gerechtfertigten Ausraster und haben allen den Abend versaut

    Mein Mann hilft mir zwar, wo er kann (er ist aber einfach lange weg). Aber ich spüre sehr stark, dass ich schon seit Monaten meine Grenzen überschreite und dass mich dann sowas Banales wie Kinderstreit überfordert. :( Rückblickend sehe ich dann, dass ich immer wieder (wohl zu leise) erwähnt habe, dass es mir zu viel wird, dass sie bitte aufhören sollen, mich mit ihren Sorgen zuzutexten, weil ich k.o. bin, aber irgendwie registriert das keiner so richtig. Mein Mann meckert über seine Arbeit, meine Kinder über Hinz und Kunz. Nach so einem Ausraster funktioniert das dann eine Zeit lang, dann geht es wieder los...

    Ich will das so nicht mehr, ich fühle mich wie eine Furie. Aber wie bekomme ich das in den Griff
    Du bist ich? .... o. k. bis auf den Mann Wenn ich rausgefunden habe, wie man das in den Griff bekommt, sage ich dir Bescheid. :(

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von rosenblüte Beitrag anzeigen
    Ist schon jemand wach? Bräuchte mal Tipps. Mein Mann arbeitet Vollzeit (6-18 Uhr unterwegs, verdient wenig). Ich bin seit 1,5 Jahren selbständig und arbeite inzwischen auch fast Vollzeit (mal mehr mal weniger, verteilt auf eine 6-Tage-Woche), wobei noch kein Vollzeitgehalt dabei rauskommt (wie das bei Selbständigkeit anfangs noch so ist, Existenzangst allgemein kommt betimmt dazu).

    Jetzt ist es so, dass ich von zu Hause aus arbeite. Disziplinmäßig schaffe ich das auch. Aber in Zusammenspiel mit Kindern (vor allem Üben für die Schule und Termine), Haushalt, Papierkram wächst mir manchmal alles über den Kopf. Gestern hatte ich mal wieder einen gepflegten, aber nicht gerechtfertigten Ausraster und haben allen den Abend versaut

    Mein Mann hilft mir zwar, wo er kann (er ist aber einfach lange weg). Aber ich spüre sehr stark, dass ich schon seit Monaten meine Grenzen überschreite und dass mich dann sowas Banales wie Kinderstreit überfordert. :( Rückblickend sehe ich dann, dass ich immer wieder (wohl zu leise) erwähnt habe, dass es mir zu viel wird, dass sie bitte aufhören sollen, mich mit ihren Sorgen zuzutexten, weil ich k.o. bin, aber irgendwie registriert das keiner so richtig. Mein Mann meckert über seine Arbeit, meine Kinder über Hinz und Kunz. Nach so einem Ausraster funktioniert das dann eine Zeit lang, dann geht es wieder los...

    Ich will das so nicht mehr, ich fühle mich wie eine Furie. Aber wie bekomme ich das in den Griff
    Wie alt sind deine Kinder?
    Ansonsten habe ich die Phase der Dauerüberforderung nur durch eine Maßnahme letztendlich gut in den Griff bekommen. Ich habe mich eingeschränkt und nicht mehr versucht Familie und Beruf gleichzeitig zu stemmen. Ich musste mich nur entscheiden, welches von beiden ich wähle.

  4. #4
    rosenblüte ist offline Ebenfalls Gutmensch
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    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von keklik Beitrag anzeigen
    Du bist ich? .... o. k. bis auf den Mann Wenn ich rausgefunden habe, wie man das in den Griff bekommt, sage ich dir Bescheid. :(

  5. #5
    rosenblüte ist offline Ebenfalls Gutmensch
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    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen
    Wie alt sind deine Kinder?
    Ansonsten habe ich die Phase der Dauerüberforderung nur durch eine Maßnahme letztendlich gut in den Griff bekommen. Ich habe mich eingeschränkt und nicht mehr versucht Familie und Beruf gleichzeitig zu stemmen. Ich musste mich nur entscheiden, welches von beiden ich wähle.
    Meine Kinder sind nicht mehr so klein: 9, 11 und 13. Aber die Jüngste kommt erst nächstes Jahr in die Ganztagsschule, die Älteste fängt gerade mit der Pubertät an und die Mittlere ist ein impulsiver Dickkopf hoch zehn

    Selbständigkeit aufgeben kann ich nicht, mein Mann verdient viel zu wenig. Ich hoffe ja immer noch, dass es besser wird, wenn Nr. 3 auch im Ganztag ist. Aber das sind noch 9 Monate ...

  6. #6
    Avatar von keklik
    keklik ist offline frühvergreist + ramschig
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    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen
    Wie alt sind deine Kinder?
    Ansonsten habe ich die Phase der Dauerüberforderung nur durch eine Maßnahme letztendlich gut in den Griff bekommen. Ich habe mich eingeschränkt und nicht mehr versucht Familie und Beruf gleichzeitig zu stemmen. Ich musste mich nur entscheiden, welches von beiden ich wähle.
    Wenn der Partner aber (zu) wenig verdient oder, wie bei mir, mein Beruf das Familieneinkommen sicherstellt, hat man u. U. diese Wahl nicht, spätestens dann, wenn man vielleicht auf Sozialleistungen zurückgreifen muss.

  7. #7
    Avatar von Pistazia
    Pistazia ist offline Legende
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    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von rosenblüte Beitrag anzeigen
    Meine Kinder sind nicht mehr so klein: 9, 11 und 13. Aber die Jüngste kommt erst nächstes Jahr in die Ganztagsschule, die Älteste fängt gerade mit der Pubertät an und die Mittlere ist ein impulsiver Dickkopf hoch zehn

    Selbständigkeit aufgeben kann ich nicht, mein Mann verdient viel zu wenig. Ich hoffe ja immer noch, dass es besser wird, wenn Nr. 3 auch im Ganztag ist. Aber das sind noch 9 Monate ...

    Du, ich habe das jahrelang so durchgezogen bis gar nichts mehr ging.

    Es ist es nicht wirklich wert, wenn es letztendlich auf Kosten der Gesundheit geht.


    Deine Kinder kommen jetzt in ein Alter, wo sie dich wahrscheinlich noch mehr brauchen - zumindest für viele, viele Gespräche.

    Du wirst nicht mehr Zeit haben, du wirst sie dir woanders stehlen!

    Das ist auf Dauer tödlich - für Vieles.

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von rosenblüte Beitrag anzeigen
    Meine Kinder sind nicht mehr so klein: 9, 11 und 13. Aber die Jüngste kommt erst nächstes Jahr in die Ganztagsschule, die Älteste fängt gerade mit der Pubertät an und die Mittlere ist ein impulsiver Dickkopf hoch zehn

    Selbständigkeit aufgeben kann ich nicht, mein Mann verdient viel zu wenig. Ich hoffe ja immer noch, dass es besser wird, wenn Nr. 3 auch im Ganztag ist. Aber das sind noch 9 Monate ...
    Na ja, gerade wenn die Kinder nicht mehr so klein sind, fangen ja die Probleme erst an. Zumindest war es bei uns so. Solange die Kinder klein waren und bis Ende des Grundschulalters hat das mit unser beider Berufstätigkeit ziemlich gut funktioniert (die längste Auszeit nach der Geburt meiner 3 Kinder war 6 Monate). Das ganze ist erst gekippt, als meine Kinder älter wurden und auf die weiterführende Schule wechselten. Da war das nur noch Spagat und Gehetze und Stress und alle fielen hinten runter.
    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, du musst dich reduzieren und entscheide wo du reduzierst. Du hast 3 Möglichkeiten: Reduzier das Engagement für deine Familie oder reduzier dein Engagement für deine Berufstätigkeit oder reduzier deine Erwartungen, dass das mit weniger Stress geht als im Moment.
    Du musst dich nur entscheiden, das ist im Grunde das Geheimnis. Zumindest war es bei mir so. Ich hatte mit dieser Entscheidung lange Probleme, weil ich den festen Glauben hatte, ich hätte keine Wahl. Aber natürlich hatte ich die, ich hätte genauso sagen können, dass jetzt der Beruf wichtiger ist und die Familie nebenher läuft.
    Nur alles gleichzeitig und gleichzeitig gut und engagiert, das geht nicht, da muss man sich von verabschieden - war zumindest bei mir so.
    Eins musst du halbherzig machen, dann klappt's auch mit dem Nachbarn.

  9. #9
    rosenblüte ist offline Ebenfalls Gutmensch
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    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von Pistazia Beitrag anzeigen
    Du, ich habe das jahrelang so durchgezogen bis gar nichts mehr ging.

    Es ist es nicht wirklich wert, wenn es letztendlich auf Kosten der Gesundheit geht.


    Deine Kinder kommen jetzt in ein Alter, wo sie dich wahrscheinlich noch mehr brauchen - zumindest für viele, viele Gespräche.

    Du wirst nicht mehr Zeit haben, du wirst sie dir woanders stehlen!

    Das ist auf Dauer tödlich - für Vieles.
    Na, du machts mir ja Mut Und ich dachte, hier laufen so viele Mütter rum, die Vollzeit + Kinder + Haushalt mit links schaffen und die mir wirklcih Tipps geben können. Aber vielleicht geht es wirklich den meisten so?

    Meine beiden Großen sind im Ganztag und erst um etwa 15.30 Uhr zu Hause, Hausaufgaben gibt es selten, nur das Üben braucht noch meine Begleitung.

    Mich stresst vor allem dieses Unvorhergesehene, dieses Unregelmäßige. Ich bekomme branchenbedingt oft sehr kurzfristig meine Aufträge. Und dann noch: "Übermorgen schreiben wir Mathe" und dann muss eben genau an diesen zwei Tagen ein Extraschub Üben eingebaut werden... Ist nicht in allen Fächern und bei allen Kindern immer nötig, aber oft eben doch. Manchmal ballt es sich, manchmal ist eher eine ruhigere Zeit angesagt.

  10. #10
    rosenblüte ist offline Ebenfalls Gutmensch
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    Standard Re: Belastbarkeit und Abgrenzung

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen
    Na ja, gerade wenn die Kinder nicht mehr so klein sind, fangen ja die Probleme erst an. Zumindest war es bei uns so. Solange die Kinder klein waren und bis Ende des Grundschulalters hat das mit unser beider Berufstätigkeit ziemlich gut funktioniert (die längste Auszeit nach der Geburt meiner 3 Kinder war 6 Monate). Das ganze ist erst gekippt, als meine Kinder älter wurden und auf die weiterführende Schule wechselten. Da war das nur noch Spagat und Gehetze und Stress und alle fielen hinten runter.
    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, du musst dich reduzieren und entscheide wo du reduzierst. Du hast 3 Möglichkeiten: Reduzier das Engagement für deine Familie oder reduzier dein Engagement für deine Berufstätigkeit oder reduzier deine Erwartungen, dass das mit weniger Stress geht als im Moment.
    Du musst dich nur entscheiden, das ist im Grunde das Geheimnis. Zumindest war es bei mir so. Ich hatte mit dieser Entscheidung lange Probleme, weil ich den festen Glauben hatte, ich hätte keine Wahl. Aber natürlich hatte ich die, ich hätte genauso sagen können, dass jetzt der Beruf wichtiger ist und die Familie nebenher läuft.
    Nur alles gleichzeitig und gleichzeitig gut und engagiert, das geht nicht, da muss man sich von verabschieden - war zumindest bei mir so.
    Eins musst du halbherzig machen, dann klappt's auch mit dem Nachbarn.
    Ja, vielleicht ist das so. Ich muss da wohl mal drüber nachdenken... Danke.

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