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  1. #1
    Gast

    Standard Angst vor dem Tod

    Wie geht man mit Menschen um, die eine Riesenangst vor dem Tod haben und die der Tod (der eigene) andauernd beschäftigt und panisch macht?

    Ich habe eine Freundin, die panische Angst vor Krankheiten und vor dem Tod hat. Ständig ruft sie mich an: "Stell Dir vor, ich habe ein verändertes Muttermal. Ich schließe jetzt mit dem Leben ab. Es ist so furchtbar, ich muss meinen Sohn allein lassen (Sohn ist 20)..." Das ist EIN Beispiel, davon gibt es viele. Es ist total anstrengend mit dieser Freundin zu reden.

    Meine Mutter hat auch kein anderes Thema mehr. Sie ist gesund, zwar 76, aber wirklich fit. Trotzdem kommt bei jedem Telefonat: "Es ist sooo schade, dass man sterben muss, findest du das nicht auch sooo schade? Ich will nicht sterben, ich will noch leben..."

    Ich weiß immer nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich sage anscheinend auch immer das Falsche. Ich sage, dass ich es normal finde, dass man sterben muss und dass es schade ist, wenn man früh sterben muss, aber jeder muss sterben, es gehört zum Leben dazu. Dann sind sie beleidigt und nennen mich kaltherzig.

    Ich muss dazu sagen, dass ich keine besondere Angst habe, zu sterben. Ich habe vielleicht Angst leiden zu müssen, aber vor dem Tod selber habe ich keine Angst.

    Bin ich da nicht normal? Ich fürchte fast die beiden denken das von mir...

  2. #2
    pseu ist offline Wasdubisdnkerl?
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    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Ich finde, man darf durchaus über den Tod nachdenken. Ich denk' aber nicht, dass das einen weiterbringt, wenn man NUR über den Tod nachdenkt. Oder über negative Erlebnisse aus dem Leben mehr nachdenkt als über die positiven. Ich hab aber den Eindruck, dass man sich das als älterer Mensch schlecht aussuchen kann. Die einen denken ab 80 nur noch über den 2. Weltkrieg nach, die anderen denken lieber ans Wirtschaftswunder...

  3. #3
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Angst vor dem Tod

    mein Sohn hat gerade diese Phase "warum müssen Menschen sterben - ich will nie sterben sondern immer leben, etc", aber er ist 5 und da fängt man wohl an, sowas zu begreifen.


    Deiner Freundin würde ich einen Psychater empfehlen, deiner Mutter ein Gespräch mit dem Pfarrer!

  4. #4
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Zitat Zitat von pseu Beitrag anzeigen
    Ich finde, man darf durchaus über den Tod nachdenken. Ich denk' aber nicht, dass das einen weiterbringt, wenn man NUR über den Tod nachdenkt. Oder über negative Erlebnisse aus dem Leben mehr nachdenkt als über die positiven. Ich hab aber den Eindruck, dass man sich das als älterer Mensch schlecht aussuchen kann. Die einen denken ab 80 nur noch über den 2. Weltkrieg nach, die anderen denken lieber ans Wirtschaftswunder...
    über den Tod nachdenken finde ich normal, aber vor lauter Angst vor dem Tod kein Leben führen zu können, ist nicht normal.

  5. #5
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.
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    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Zitat Zitat von joyceM Beitrag anzeigen
    Bin ich da nicht normal? Ich fürchte fast die beiden denken das von mir...
    Deine Freundin sollte einen guten Therapeuten aufsuchen.

    Dass Deine Mutter da sehr speziell ist, ist Dir doch hoffentlich nicht neu.

    Jeder befasst sich irgendwann mit der eigenen Endlichkeit. Das ist normal.

    Dass man nicht mehr leben kann vor lauter Angst vor dieser Endlichkeit, ist nicht normal.
    Нет худа без добра.

  6. #6
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Zitat Zitat von joyceM Beitrag anzeigen
    Wie geht man mit Menschen um, die eine Riesenangst vor dem Tod haben und die der Tod (der eigene) andauernd beschäftigt und panisch macht?

    Ich habe eine Freundin, die panische Angst vor Krankheiten und vor dem Tod hat. Ständig ruft sie mich an: "Stell Dir vor, ich habe ein verändertes Muttermal. Ich schließe jetzt mit dem Leben ab. Es ist so furchtbar, ich muss meinen Sohn allein lassen (Sohn ist 20)..." Das ist EIN Beispiel, davon gibt es viele. Es ist total anstrengend mit dieser Freundin zu reden.

    Meine Mutter hat auch kein anderes Thema mehr. Sie ist gesund, zwar 76, aber wirklich fit. Trotzdem kommt bei jedem Telefonat: "Es ist sooo schade, dass man sterben muss, findest du das nicht auch sooo schade? Ich will nicht sterben, ich will noch leben..."

    Ich weiß immer nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich sage anscheinend auch immer das Falsche. Ich sage, dass ich es normal finde, dass man sterben muss und dass es schade ist, wenn man früh sterben muss, aber jeder muss sterben, es gehört zum Leben dazu. Dann sind sie beleidigt und nennen mich kaltherzig.

    Ich muss dazu sagen, dass ich keine besondere Angst habe, zu sterben. Ich habe vielleicht Angst leiden zu müssen, aber vor dem Tod selber habe ich keine Angst.

    Bin ich da nicht normal? Ich fürchte fast die beiden denken das von mir...
    Na ja- wenn ich mit 76 gegenüber meinen Kindern Angst vor dem Tod äußere, wäre "das ist doch normal, dass man sterben muss" auch nicht das, was ich hören wollte. Eher sowas wie "ach, du lebst bestimmt noch ganz lange, schau mal, wie fit du noch bist" oder ähnliches, oder wenigstens was Tröstendes wie "du musst keine Angst haben, wir sind immer für dich da"....

  7. #7
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.
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    10.03.2005
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    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    Na ja- wenn ich mit 76 gegenüber meinen Kindern Angst vor dem Tod äußere, wäre "das ist doch normal, dass man sterben muss" auch nicht das, was ich hören wollte. Eher sowas wie "ach, du lebst bestimmt noch ganz lange, schau mal, wie fit du noch bist" oder ähnliches, oder wenigstens was Tröstendes wie "du musst keine Angst haben, wir sind immer für dich da"....
    Na ja, wenn ich da so an Threads von Joyce, ihre Mutter betreffend, denke ... da würde ich auch nicht tröstlich rumsülzen.
    Нет худа без добра.

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Zitat Zitat von joyceM Beitrag anzeigen
    [LEFT]Wie geht man mit Menschen um, die eine Riesenangst vor dem Tod haben und die der Tod (der eigene) andauernd beschäftigt und panisch macht?
    Unterschiedlich, je nach gegenüber.
    Bei meinen Kindern (i.M. meine 5 jährige) sage ich, das es nunmal so ist, zum leben dazugehört, sie aber eh noch ganz viel Zeit hat.

    Bei Erwachsenen, sage ich aber meist meine eigene Meinung, das ich froh drüber bin und ewig Leben für mich eher eine Horrorvorstellung wäre.
    Außer dem jenigen ist eine extreme Angst anzumerken, dann versuche ich neutral zu bleiben.

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Zitat Zitat von joyceM Beitrag anzeigen
    Wie geht man mit Menschen um, die eine Riesenangst vor dem Tod haben und die der Tod (der eigene) andauernd beschäftigt und panisch macht?

    Ich habe eine Freundin, die panische Angst vor Krankheiten und vor dem Tod hat. Ständig ruft sie mich an: "Stell Dir vor, ich habe ein verändertes Muttermal. Ich schließe jetzt mit dem Leben ab. Es ist so furchtbar, ich muss meinen Sohn allein lassen (Sohn ist 20)..." Das ist EIN Beispiel, davon gibt es viele. Es ist total anstrengend mit dieser Freundin zu reden.

    Meine Mutter hat auch kein anderes Thema mehr. Sie ist gesund, zwar 76, aber wirklich fit. Trotzdem kommt bei jedem Telefonat: "Es ist sooo schade, dass man sterben muss, findest du das nicht auch sooo schade? Ich will nicht sterben, ich will noch leben..."

    Ich weiß immer nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich sage anscheinend auch immer das Falsche. Ich sage, dass ich es normal finde, dass man sterben muss und dass es schade ist, wenn man früh sterben muss, aber jeder muss sterben, es gehört zum Leben dazu. Dann sind sie beleidigt und nennen mich kaltherzig.

    Ich muss dazu sagen, dass ich keine besondere Angst habe, zu sterben. Ich habe vielleicht Angst leiden zu müssen, aber vor dem Tod selber habe ich keine Angst.

    Bin ich da nicht normal? Ich fürchte fast die beiden denken das von mir...

    ich finde dich und deine Einstellung SEHR normal

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Angst vor dem Tod

    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    Na ja- wenn ich mit 76 gegenüber meinen Kindern Angst vor dem Tod äußere, wäre "das ist doch normal, dass man sterben muss" auch nicht das, was ich hören wollte. Eher sowas wie "ach, du lebst bestimmt noch ganz lange, schau mal, wie fit du noch bist" oder ähnliches, oder wenigstens was Tröstendes wie "du musst keine Angst haben, wir sind immer für dich da"....
    Ja, das sage ich auch mal, du wirst noch lange leben. Aber sie fängt immer wieder davon an. Sie fragt auch ganz direkt, ob ich denn keine Angst davor habe. Ich kann dann nicht lügen, bzw. finde, dass es nicht nötig ist zu lügen. Sie hat es immer tröstlich gefunden, wenn ich Angst hatte, hat dann die Starke gespielt und hatte dabei selber total die Angst. Das mache ich nicht mehr mit. Sie muss damit leben, dass ich davor keine Angst habe.

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