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  1. #1
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Diskriminierung wegen des Namens?

    Huong Nguyen
    Giovanni Mastroianni
    Konstantinos Stavros
    Erkan Yilmaz
    Tatjana Iwanova


    Sie alle sind Deutsche. In Deutschland aufgewachsen, zur Schule gegangen, z.T. hier studiert. Sprechen natürlich akzentfrei deutsch, z.T. hört man das Bayerische durch . Haben einen deutschen Pass, z.T. ein deutsches Elternteil, zahlen hier Steuern.

    Und trotzdem erleben sie alle immer wieder, dass man sie behandelt wie Halbdeppen, dass man ihnen Dinge buchstabiert oder nachfragt: Du haben das verstanden? Dass man sie am Telefon an die Ausländerstelle schickt oder gleich abwimmelt.


    Jetzt wird eine Freundin von mir mit urbayerischem Vor- und Nachnamen eben diesen Erkan Yilmaz heiraten und überlegt seit Wochen, ob sie den Namen Yilmaz wirklich annehmen soll. Oder - wenn überhaupt - dann nur einen Doppelnamen. Wobei Veronika Yilmaz-Oberhuber halt auch irgendwie blöd klingt.


    War jemand von Euch in ähnlicher Situation? Wie habt Ihr das gelöst?
    Worauf willst Du warten?

  2. #2
    Avatar von Nat
    Nat
    Nat ist offline Legende
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Huong Nguyen
    Giovanni Mastroianni
    Konstantinos Stavros
    Erkan Yilmaz
    Tatjana Iwanova


    Sie alle sind Deutsche. In Deutschland aufgewachsen, zur Schule gegangen, z.T. hier studiert. Sprechen natürlich akzentfrei deutsch, z.T. hört man das Bayerische durch . Haben einen deutschen Pass, z.T. ein deutsches Elternteil, zahlen hier Steuern.

    Und trotzdem erleben sie alle immer wieder, dass man sie behandelt wie Halbdeppen, dass man ihnen Dinge buchstabiert oder nachfragt: Du haben das verstanden? Dass man sie am Telefon an die Ausländerstelle schickt oder gleich abwimmelt.


    Jetzt wird eine Freundin von mir mit urbayerischem Vor- und Nachnamen eben diesen Erkan Yilmaz heiraten und überlegt seit Wochen, ob sie den Namen Yilmaz wirklich annehmen soll. Oder - wenn überhaupt - dann nur einen Doppelnamen. Wobei Veronika Yilmaz-Oberhuber halt auch irgendwie blöd klingt.


    War jemand von Euch in ähnlicher Situation? Wie habt Ihr das gelöst?
    ICH würde den Namen nicht annehmen. Und zwar genau aus diesen Gründen, die ich nachvollziehen kann.

    Mit einem ausländischen Namen wirst du ständig nach deiner Herkunft gefragt, permanent muß man den Namen buchstabieren, teils 3x in Folge, weil man sich die Buchstabenkombination nicht merken kann

    Ich bin's gewöhnt, mir macht es nichts mehr aus, aber damit anfangen würde ich nicht :D
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  3. #3
    Avatar von Pistazia
    Pistazia ist offline Legende
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen

    War jemand von Euch in ähnlicher Situation? Wie habt Ihr das gelöst?

    Wenn sie Angst hat Yilmaz zu heißen, würde ich mich an ihrer Stelle wirklich Yilmaz-Oberhuber nennen.

  4. #4
    Avatar von antin
    antin ist offline Legende
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Huong Nguyen
    Giovanni Mastroianni
    Konstantinos Stavros
    Erkan Yilmaz
    Tatjana Iwanova


    Sie alle sind Deutsche. In Deutschland aufgewachsen, zur Schule gegangen, z.T. hier studiert. Sprechen natürlich akzentfrei deutsch, z.T. hört man das Bayerische durch . Haben einen deutschen Pass, z.T. ein deutsches Elternteil, zahlen hier Steuern.

    Und trotzdem erleben sie alle immer wieder, dass man sie behandelt wie Halbdeppen, dass man ihnen Dinge buchstabiert oder nachfragt: Du haben das verstanden? Dass man sie am Telefon an die Ausländerstelle schickt oder gleich abwimmelt.


    Jetzt wird eine Freundin von mir mit urbayerischem Vor- und Nachnamen eben diesen Erkan Yilmaz heiraten und überlegt seit Wochen, ob sie den Namen Yilmaz wirklich annehmen soll. Oder - wenn überhaupt - dann nur einen Doppelnamen. Wobei Veronika Yilmaz-Oberhuber halt auch irgendwie blöd klingt.


    War jemand von Euch in ähnlicher Situation? Wie habt Ihr das gelöst?
    unabhängig von deutsch und nicht deutschem Namen:

    Man muss keinen gemeinsamen Namen und auch keinen Doppelnamen haben - jeder darf seinen Namen behalten.
    Oder Erkan könnte künftig Oberhuber statt Yilmaz heißen.

    Warum als erstes die Überlegung, wie SIE den Namen wechselt?
    Hand aufs Herz und Ellenbogen küssen
    (Ms. Holiday Golightly, auf Reisen)

  5. #5
    Avatar von Buntnessel
    Buntnessel ist offline Stricklieschen
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Ich habe damals den Namen meines Mannes angenommen.

    Unsere Töchter tragen ebenfalls diesen Familiennamen und haben Vornamen, die ich auch heute noch schön finde, die aber nicht typisch deutsch sind.
    Vor allem der Name von K2 ist zwar einfach, aber hier recht unbekannt.

    Bisher gab es keine großen Probleme, da sie noch zur Schule gehen und ich meist irgendwo aufschlage, um sie anzumelden, irgendwas zu klären oder so.

    Aber ich zweifle immer öfter, ob es gut war, den Kindern diese Namen zu geben, die auf den ersten Blick sehr fremdländisch wirken, vor allem, wenn man den Menschen nicht direkt vor sich hat und mit ihm redet.

    Zumal ich selbst schon aufgrund meines Familiennamens mindestens einen Job nicht bekommen habe.

    *** BITTE ZITIEREN! ***
    ___
    _____________________________



  6. #6
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Zitat Zitat von antin Beitrag anzeigen
    unabhängig von deutsch und nicht deutschem Namen:

    Man muss keinen gemeinsamen Namen und auch keinen Doppelnamen haben - jeder darf seinen Namen behalten.
    Oder Erkan könnte künftig Oberhuber statt Yilmaz heißen.

    Warum als erstes die Überlegung, wie SIE den Namen wechselt?
    Auch das wurde schon überlegt. Erkan (ein ganz toller Mann übrigens ) wäre wohl auch bereit, ja fast willens, den Yilmaz abzulegen, aber dann würde er sich den Zorn seiner gefühlt 2000-köpfigen Verwandschaft zuziehen und so deutsch ist er vom Gefühl dann doch noch nicht. Umgekehrt will SIE aber gerne einen gemeinsamen Ehenamen haben, denn sonst gäbe es halt das Ehepaar Yilmaz und Oberhuber.

    Deswegen diskutieren die beiden ja schon so lange :D.
    Worauf willst Du warten?

  7. #7
    Avatar von Buntnessel
    Buntnessel ist offline Stricklieschen
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Zitat Zitat von Nat Beitrag anzeigen
    ICH würde den Namen nicht annehmen. Und zwar genau aus diesen Gründen, die ich nachvollziehen kann.

    Mit einem ausländischen Namen wirst du ständig nach deiner Herkunft gefragt, permanent muß man den Namen buchstabieren, teils 3x in Folge, weil man sich die Buchstabenkombination nicht merken kann

    Ich bin's gewöhnt, mir macht es nichts mehr aus, aber damit anfangen würde ich nicht :D

    Ich hätte auch nie gedacht, wie sehr die Namensänderung beeinflusst, wie ich durch meine Umwelt wahrgenommen werde.

    *** BITTE ZITIEREN! ***
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  8. #8
    Gast

    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Wenn der Mann nicht drauf beharrt würde ich den Familiennamen nicht annehmen.
    Eher ihn fragen ob er nicht meinen annehmen würde.
    Ich kenne so ein zwei die das getan haben und damit nun besser fahren als mit ihrem "Mädchennamen".

  9. #9
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist gerade online Es werde Licht.
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Zitat Zitat von Buntnessel Beitrag anzeigen
    ... Zumal ich selbst schon aufgrund meines Familiennamens mindestens einen Job nicht bekommen habe.
    Нет худа без добра.

  10. #10
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Diskriminierung wegen des Namens?

    Zitat Zitat von Buntnessel Beitrag anzeigen
    Ich habe damals den Namen meines Mannes angenommen.

    Unsere Töchter tragen ebenfalls diesen Familiennamen und haben Vornamen, die ich auch heute noch schön finde, die aber nicht typisch deutsch sind.
    Vor allem der Name von K2 ist zwar einfach, aber hier recht unbekannt.

    Bisher gab es keine großen Probleme, da sie noch zur Schule gehen und ich meist irgendwo aufschlage, um sie anzumelden, irgendwas zu klären oder so.

    Aber ich zweifle immer öfter, ob es gut war, den Kindern diese Namen zu geben, die auf den ersten Blick sehr fremdländisch wirken, vor allem, wenn man den Menschen nicht direkt vor sich hat und mit ihm redet.

    Zumal ich selbst schon aufgrund meines Familiennamens mindestens einen Job nicht bekommen habe.


    Das bestätigt mir die Erlebnisse meiner oben genannten Bekannten. Nicht schön.
    Worauf willst Du warten?

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