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  1. #1
    Avatar von LittleLunacy
    LittleLunacy ist offline pinteresting
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    Standard Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    Ich bin grad sehr verunsichert, was folgenden Sachverhalt betrifft:

    Kind2, im September fünf geworden, soll nach Empfehlung des Kindergartens erst 2013 eingeschult werden - er ist Kann-Kind, wird drei Wochen nach der Einschulung sechs.

    Heute, bei der U9, meinte nun der Kinderarzt, dass das für ihn ziemlich langweilig werden dürfte - er hat das Prinzip des Zählens verstanden, kam letztens bis 200, er beginnt jetzt zu lesen, kann wunderbar zeichnen - ist kognitiv auch gut entwickelt.

    Nur emotional hat er seine Probleme - wenn er bei Tischspielen verliert schmeißt er schonmal Spielteile durch die Gegen (zu Hause) oder zieht sich weinend zurück (eher im Kiga). Er nimmt alles, was Erwachsene als kleine Stänkereien ansehen würden, von seinen Kiga-Freunden sehr ernst - es beschäftigt ihn und er redet oft mit mir darüber.

    Das ist auch das Hauptargument der Erzieherinnen - "Er ist emotional noch nicht so weit, lass das Kind noch ein Jahr hier."

    Die Erzieherinnen kennen ihn natürlich besser als der Kinderarzt. Mein Gefühl ist aber auch, dass er sich langweilt. Zumal die anderen Kinder ja das Würzburger Trainigsprogramm mitmachen und er sich ausgeschlossen fühlt. Aus seiner jetzigen Gruppe wird wohl niemand in die Schule kommen, in die er kommen würde, aber trotzdem..

    Ich finde die Entscheidung wirklich schwierig. Der Kinderarzt meint, ich soll ihn anmelden und die Schuleingangsuntersuchung im März abwarten. Die Erzieherinnen sagen definitiv er gehört noch nicht in die Schule.

    Ich könnte grad ein paar Meinungen gut gebrauchen ..
    "Experience is a brutal teacher, but you learn. My God, do you learn."
    C.S. Lewis


  2. #2
    Gast

    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    Kindergarten raten immer eher von einer Einschulung ab. O-Ton der KiGa-Leitung bei uns seinerzeit: Wir raten grundsätzlich (!) von einer Einschulung als Kannkind ab.
    Außerdem bedenke: Die Kindergärten leiden zunehmend unter Nachwuchs. Es gibt immer weniger Kinder. Je länger die Kinder im KiGa bleiben, umso besser. Und auch wenn hier die Erzieherinnen aufschreien - es ist so!

    Ich finde das mit der emotionalen Reife, so wie du es beschriebts nicht so übermäßig gravierend. Ich würde ihn anmelden, zudem er kognitiv sehr weit ist. Er wird das Emotionale im unterricht schnell aufholen, denn er wird sich für das kognitive nicht sehr anstrengen müssen. Ich würde ihn anmelden, bis zur tatsächlichen Einschulung ist ja noch ein halbes Jahr Zeit.

  3. #3
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    je nach Bundesland: Grundschulförderklasse o.ä.
    wäre vielleicht eine gute Option

  4. #4
    Avatar von Cascabel
    Cascabel ist offline Dampfer statt Raucher
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    Zitat Zitat von LittleLunacy Beitrag anzeigen
    Ich bin grad sehr verunsichert, was folgenden Sachverhalt betrifft:

    Kind2, im September fünf geworden, soll nach Empfehlung des Kindergartens erst 2013 eingeschult werden - er ist Kann-Kind, wird drei Wochen nach der Einschulung sechs.

    Heute, bei der U9, meinte nun der Kinderarzt, dass das für ihn ziemlich langweilig werden dürfte - er hat das Prinzip des Zählens verstanden, kam letztens bis 200,
    Zählen können hat nicht mit Mengenverständnis zu tun oder damit, dass er Rechenaufgaben lösen kann.
    er beginnt jetzt zu lesen
    Lesen oder Bücher auswendig lernen? Kinder können gut in so etwas sein
    , kann wunderbar zeichnen - ist kognitiv auch gut entwickelt.

    Nur emotional hat er seine Probleme - wenn er bei Tischspielen verliert schmeißt er schonmal Spielteile durch die Gegen (zu Hause) oder zieht sich weinend zurück (eher im Kiga). Er nimmt alles, was Erwachsene als kleine Stänkereien ansehen würden, von seinen Kiga-Freunden sehr ernst - es beschäftigt ihn und er redet oft mit mir darüber.

    Das ist auch das Hauptargument der Erzieherinnen - "Er ist emotional noch nicht so weit, lass das Kind noch ein Jahr hier."
    Emotionale und soziale Reife sind sehr wichtig. Es nützt nichts, wenn er kognitiv ein Ass und sozial- emotional ein "Krüppel" ist.

    Die Erzieherinnen kennen ihn natürlich besser als der Kinderarzt. Mein Gefühl ist aber auch, dass er sich langweilt. Zumal die anderen Kinder ja das Würzburger Trainigsprogramm mitmachen und er sich ausgeschlossen fühlt.
    Ist das ein Programm für Vorschüler? Dann kommt er im nächsten Jahr in den Genuss.
    Aus seiner jetzigen Gruppe wird wohl niemand in die Schule kommen, in die er kommen würde, aber trotzdem..

    Ich finde die Entscheidung wirklich schwierig. Der Kinderarzt meint, ich soll ihn anmelden und die Schuleingangsuntersuchung im März abwarten. Die Erzieherinnen sagen definitiv er gehört noch nicht in die Schule.

    Ich könnte grad ein paar Meinungen gut gebrauchen ..
    Was sagt Dein Gefühl?
    Ansonten kann man auch daheim etwas gegen die kognitive Langeweile machen.
    Aber zur Schulfähigkeit gehören noch ein paar andere Dinge als zählen und toll zeichnen können ...
    Geändert von Cascabel (12.12.2011 um 18:25 Uhr)
    LG Tanja mit 03'er Tochter
    und
    Mutschviehcherlkrokette


  5. #5
    Avatar von Foxlady
    Foxlady ist offline Urgestein
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    Hier bin ich mal völlig deiner Meinung.




  6. #6
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline hildegard des ere
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    erzieherinnen verlieren zahlende kunden

  7. #7
    Avatar von LittleLunacy
    LittleLunacy ist offline pinteresting
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    Zitat Zitat von JoGa Beitrag anzeigen
    Kindergarten raten immer eher von einer Einschulung ab. O-Ton der KiGa-Leitung bei uns seinerzeit: Wir raten grundsätzlich (!) von einer Einschulung als Kannkind ab.
    Außerdem bedenke: Die Kindergärten leiden zunehmend unter Nachwuchs. Es gibt immer weniger Kinder. Je länger die Kinder im KiGa bleiben, umso besser. Und auch wenn hier die Erzieherinnen aufschreien - es ist so!

    Ich finde das mit der emotionalen Reife, so wie du es beschriebts nicht so übermäßig gravierend. Ich würde ihn anmelden, zudem er kognitiv sehr weit ist. Er wird das Emotionale im unterricht schnell aufholen, denn er wird sich für das kognitive nicht sehr anstrengen müssen. Ich würde ihn anmelden, bis zur tatsächlichen Einschulung ist ja noch ein halbes Jahr Zeit.
    Das finde ich jetzt interessant - als wir vor ein paar Wochen bei einem Vertretungskinderarzt waren hat er sowas ähnliches gesagt: Die Erzieherinnen lassen die pflegeleichten Kinder auch gern länger da. Und laut Entwicklungsgespräch im September mit einer der Erzieherinnen ist er eines jener Kinder, auf die man sich gut verlassen kann, grade bei Ausflügen etc.

    Ich seh das aber als angehende Erzieherin eher kritisch bzw. hoffe, dass Pädagogen eher auf das einzelne Kind und dessen Bedüfnisse achten als auf solche Aspekte..

    Wobei der Kommentar mich sehr nachdenklich gemacht hat.

    Als er vor einem Monat ca. angefangen hat mit den ersten Leseversuchen habe ich bereits das Gespräch im Kiga gesucht, da hieß es, sie bleiben dabei. Und ich habe eingelenkt. Die werden sich freuen, wenn ich jetzt wieder damit anfange
    Geändert von LittleLunacy (12.12.2011 um 18:33 Uhr)
    "Experience is a brutal teacher, but you learn. My God, do you learn."
    C.S. Lewis


  8. #8
    Spionin ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    Oh je... Ohne die emotionale Reife würde ich kein Kind einschulen lassen.

    Meine Tochter war ein "Muss-Kind" (in dem Jahr, in dem die Kinder 6 werden, müssen sie zur Schule. Rückstellung gabs zu dem Zeit nicht mehr). Und sie hat def. darunter gelitten, dass sie zwar "Schule" an sich konnte, aber das emotionale /soziale noch nicht. Führte bis zum Mobbing und letztendlich zum Schulwechsel.

  9. #9
    Avatar von Cascabel
    Cascabel ist offline Dampfer statt Raucher
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    LG Tanja mit 03'er Tochter
    und
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  10. #10
    Avatar von Foxlady
    Foxlady ist offline Urgestein
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    Standard Re: Erzieherinnen vs. Kinderarzt

    Zitat Zitat von maiglöckchen Beitrag anzeigen
    erzieherinnen verlieren zahlende kunden

    In Zeiten mangelnder Kita-Plätze? Wohl eher nur ortsweise und nicht generell.




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