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  1. #1
    _Nemesis_ ist offline zornig
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    26

    Standard Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Hallo,
    ich komme zur Zeit mit meinen Gedanken nicht so richtig zur Ruhe. Deshalb schreibe ich hier mal. Obwohl es nicht mehr so ganz das richtige Forum ist. Ich erinnere mich, dass ihr hier sehr ehrlich eure Meinung schreibt. Das kann ich im Moment ganz gut gebrauchen :).

    Die Situation ist folgende: ich bin schon nicht mehr ganz jung, seit mehr als dreißig Jahren mit Höhen und Tiefen aber im Grunde glücklich verheiratet. Wir haben vier erwachsene Kinder.

    Mein Mann und ich haben die 60 schon überschritten. Ich bin 2 Jahre älter als er und seit einem dreiviertel Jahr im Vorruhestand. Nach einer Übergangszeit, in der ich mich von der sehr fordernden Arbeit vorher auf das Rentnerdasein :D umstellen musste, genieße ich das sehr.

    Aber jetzt zum eigentlichen Problem.
    Mein Mann trinkt sehr viel. Ich fürchte schon immer. Ich glaube auch nicht, dass es in letzter Zeit mehr geworden ist. Aber ich habe das Ausmaß jetzt erst so richtig vor Augen (Ich bin zu Hause und räume nun die leeren Flaschen weg.)
    Er trinkt jeden Abend Wein. Mindestens eine Flasche, öfter zwei. Wir hatten deshalb schon immer wieder Diskussionen. Die Regelmäßigkeit, in der er mit einer Fahne neben mir im Ehebett lag, ist mir ja auch schon früher aufgefallen.
    Immer mal hat er sich dann ein Weilchen aufs Wochenende beschränkt oder auch mal ein, zwei Wochen nichts getrunken aber dabei blieb es nie lange.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll. Alkoholiker ist er bestimmt. Soll ich ihn nun, wie es immer geraten wird, nach mehr als 30 Jahren deswegen verlassen? Dann hört er vielleicht auf oder auch nicht. Aber was habe ich dann davon? Ich kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Ich liebe ihn.

    Er tut ja auch niemanden was. Er sitzt in seinem Büro, liest seine Bücher und trinkt dabei. Seine Arbeit macht er trotzdem, er wird nicht ausfällig oder so. Er schadet nur sich selbst.

    Kann man das einfach dabei belassen? Sich selbst sagen, er macht sich eben mit dem Alkohol mehr oder weniger schnell kaputt und wird einfach nur Jahre früher sterben, als sonst vielleicht nötig wäre? Ich möchte auch nicht immer wieder sagen, dass er zu viel trinkt. Das hat sowas keifendes.
    Andererseits kann ich doch nicht einfach zuschauen. Er ist doch krank, oder nicht?

    Ich weiß nicht weiter.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Du schaust seit 30 Jahren zu.

    Warum ist es Dir jetzt so wichtig es zu einem Thema zu machen? Weil Dein Ruhestand ggf. anders verläuft als Du es Dir gedacht hast? Weil Du Deine Träume in gefahr siehst?

    Klar schadet er sich selbst bzw. hat es ggf. schon längst getan. Dein mann ist gesichert Alkoholiker, aber solange er keinen Leidensdruck hat, wird er nichts unternehmen.

    Die Frage ist wieviel Druck willst und kannst Du aufbauen und wieviel Konflikte hälst Du aus und was tust Du wirklich , wenn er nichts unternimmt oder auch scheitert?

    Bis Du eventuell schon Co-Abhängig? Was ich persönlich vermute

    ich würde mich in Deinem Fall an die Drogenberatungsstelle, den hausarzt und die Anonymen Alkoholiker wenden um ein Bild von den Motiven und den Möglichkeiten des Handelns zu bekommen.

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Du könntest mal zu Treffen von Al- Anon Gruppen gehen. Da wirst du vielleicht Antworten auf deine Fragen bekommen :) Al-Anon Familiengruppen - Alateen: Startseite

  4. #4
    _Nemesis_ ist offline zornig
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    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Zitat Zitat von catweazle Beitrag anzeigen
    Du schaust seit 30 Jahren zu.

    Warum ist es Dir jetzt so wichtig es zu einem Thema zu machen? Weil Dein Ruhestand ggf. anders verläuft als Du es Dir gedacht hast? Weil Du Deine Träume in gefahr siehst?

    Klar schadet er sich selbst bzw. hat es ggf. schon längst getan. Dein mann ist gesichert Alkoholiker, aber solange er keinen Leidensdruck hat, wird er nichts unternehmen.

    Die Frage ist wieviel Druck willst und kannst Du aufbauen und wieviel Konflikte hälst Du aus und was tust Du wirklich , wenn er nichts unternimmt oder auch scheitert?

    Bis Du eventuell schon Co-Abhängig? Was ich persönlich vermute

    ich würde mich in Deinem Fall an die Drogenberatungsstelle, den hausarzt und die Anonymen Alkoholiker wenden um ein Bild von den Motiven und den Möglichkeiten des Handelns zu bekommen.
    Kann sein, dass ich Co-Abhängig bin. Ich weiß es nicht. Ehrlich gesagt fange ich damit nicht so viel an. Aber es kann, wie gesagt, schon sein.


    Mit meinem Ruhestand bin ich sehr zufrieden. Wie ich schon sagte. Wir sind glücklich miteinander.
    Ausreichend Leidensdruck gibt es nicht. Weder bei ihm noch bei mir. Es gibt nichts zu leiden. Mich stört höchstens die Fahne nachts und ich möchte ihm gerne helfen. Vielleicht ist es tatsächlich einfach zu spät.
    Ich problematisiere das nicht jetzt erst für mich. Aber ich habe mehr Zeit, mir Gedanken zu machen und sehe mehr. Ich weiß auch, dass das irgendwie blöd klingt.

  5. #5
    Avatar von Jezibaba
    Jezibaba ist offline olle Hex eben ;-)
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    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?


  6. #6
    _Nemesis_ ist offline zornig
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    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?


  7. #7
    Gast

    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Zitat Zitat von _Nemesis_ Beitrag anzeigen
    Ausreichend Leidensdruck gibt es nicht. Weder bei ihm noch bei mir. Es gibt nichts zu leiden. .
    Dann lass es doch einfach wie es ist.

    Wenn es weder ihn noch Dich stört, warum dann die Gedanken ?

    Willst Du einen 60 Jahre alten Mann noch "umerziehen" ?
    Das wird nichts werden.

    Vielelicht wird er keine 80 , vielleicht aber doch.

    Das das nicht sonderlich gesund ist, wissen wir alle, und ihr auch.

    Andere leben gesund und verrecken elendig mit 40 an Krebs.

    Also ist auch der Alkoholkonsum keine Garantie dafür das es ihm was "ausmachen" müsste.

    Kann passieren, muss nicht.
    Vielleicht bekommt er nen Herzinfarkt statt ner Leberzirrhose.

    60 Jahre alt... Den erzieht man nciht einfach mal um.

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Zitat Zitat von _Nemesis_ Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich komme zur Zeit mit meinen Gedanken nicht so richtig zur Ruhe. Deshalb schreibe ich hier mal. Obwohl es nicht mehr so ganz das richtige Forum ist. Ich erinnere mich, dass ihr hier sehr ehrlich eure Meinung schreibt. Das kann ich im Moment ganz gut gebrauchen :).

    Die Situation ist folgende: ich bin schon nicht mehr ganz jung, seit mehr als dreißig Jahren mit Höhen und Tiefen aber im Grunde glücklich verheiratet. Wir haben vier erwachsene Kinder.

    Mein Mann und ich haben die 60 schon überschritten. Ich bin 2 Jahre älter als er und seit einem dreiviertel Jahr im Vorruhestand. Nach einer Übergangszeit, in der ich mich von der sehr fordernden Arbeit vorher auf das Rentnerdasein :D umstellen musste, genieße ich das sehr.

    Aber jetzt zum eigentlichen Problem.
    Mein Mann trinkt sehr viel. Ich fürchte schon immer. Ich glaube auch nicht, dass es in letzter Zeit mehr geworden ist. Aber ich habe das Ausmaß jetzt erst so richtig vor Augen (Ich bin zu Hause und räume nun die leeren Flaschen weg.)
    Er trinkt jeden Abend Wein. Mindestens eine Flasche, öfter zwei. Wir hatten deshalb schon immer wieder Diskussionen. Die Regelmäßigkeit, in der er mit einer Fahne neben mir im Ehebett lag, ist mir ja auch schon früher aufgefallen.
    Immer mal hat er sich dann ein Weilchen aufs Wochenende beschränkt oder auch mal ein, zwei Wochen nichts getrunken aber dabei blieb es nie lange.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll. Alkoholiker ist er bestimmt. Soll ich ihn nun, wie es immer geraten wird, nach mehr als 30 Jahren deswegen verlassen? Dann hört er vielleicht auf oder auch nicht. Aber was habe ich dann davon? Ich kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Ich liebe ihn.

    Er tut ja auch niemanden was. Er sitzt in seinem Büro, liest seine Bücher und trinkt dabei. Seine Arbeit macht er trotzdem, er wird nicht ausfällig oder so. Er schadet nur sich selbst.

    Kann man das einfach dabei belassen? Sich selbst sagen, er macht sich eben mit dem Alkohol mehr oder weniger schnell kaputt und wird einfach nur Jahre früher sterben, als sonst vielleicht nötig wäre? Ich möchte auch nicht immer wieder sagen, dass er zu viel trinkt. Das hat sowas keifendes.
    Andererseits kann ich doch nicht einfach zuschauen. Er ist doch krank, oder nicht?

    Ich weiß nicht weiter.
    Hm, für mich klingt das erstmal so, als führt der Alkoholkonsum zu keinem anderen Problem, als dass du meinst, es müsste ein Problem sein.

    Natürlich ist es für die Gesundheit deines Mannes nicht gut, dass er so viel trinkt, aber welche Probleme entstehen dadurch noch? Beschreib mal.

  9. #9
    _Nemesis_ ist offline zornig
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    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Zitat Zitat von Socke2 Beitrag anzeigen
    Dann lass es doch einfach wie es ist.

    Wenn es weder ihn noch Dich stört, warum dann die Gedanken ?

    Willst Du einen 60 Jahre alten Mann noch "umerziehen" ?
    Das wird nichts werden.

    Vielelicht wird er keine 80 , vielleicht aber doch.

    Das das nicht sonderlich gesund ist, wissen wir alle, und ihr auch.

    Andere leben gesund und verrecken elendig mit 40 an Krebs.

    Also ist auch der Alkoholkonsum keine Garantie dafür das es ihm was "ausmachen" müsste.

    Kann passieren, muss nicht.
    Vielleicht bekommt er nen Herzinfarkt statt ner Leberzirrhose.

    60 Jahre alt... Den erzieht man nciht einfach mal um.
    Ja, das sind meine Gedanken auch. Aber sie erscheinen mir irgendwie falsch.

    Sie erscheinen z.B. sehr "Co-Abhängig".

    Wenn ich es einfach dabei belassen könnte, würden meine Gedanken dazu zur Ruhe kommen. Aber ich habe das Gefühl, ich darf das nicht.

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Mein Mann trinkt zu viel. Was kann ich tun?

    Zitat Zitat von _Nemesis_ Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich komme zur Zeit mit meinen Gedanken nicht so richtig zur Ruhe. Deshalb schreibe ich hier mal. Obwohl es nicht mehr so ganz das richtige Forum ist. Ich erinnere mich, dass ihr hier sehr ehrlich eure Meinung schreibt. Das kann ich im Moment ganz gut gebrauchen :).

    Die Situation ist folgende: ich bin schon nicht mehr ganz jung, seit mehr als dreißig Jahren mit Höhen und Tiefen aber im Grunde glücklich verheiratet. Wir haben vier erwachsene Kinder.

    Mein Mann und ich haben die 60 schon überschritten. Ich bin 2 Jahre älter als er und seit einem dreiviertel Jahr im Vorruhestand. Nach einer Übergangszeit, in der ich mich von der sehr fordernden Arbeit vorher auf das Rentnerdasein :D umstellen musste, genieße ich das sehr.

    Aber jetzt zum eigentlichen Problem.
    Mein Mann trinkt sehr viel. Ich fürchte schon immer. Ich glaube auch nicht, dass es in letzter Zeit mehr geworden ist. Aber ich habe das Ausmaß jetzt erst so richtig vor Augen (Ich bin zu Hause und räume nun die leeren Flaschen weg.)
    Er trinkt jeden Abend Wein. Mindestens eine Flasche, öfter zwei. Wir hatten deshalb schon immer wieder Diskussionen. Die Regelmäßigkeit, in der er mit einer Fahne neben mir im Ehebett lag, ist mir ja auch schon früher aufgefallen.
    Immer mal hat er sich dann ein Weilchen aufs Wochenende beschränkt oder auch mal ein, zwei Wochen nichts getrunken aber dabei blieb es nie lange.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll. Alkoholiker ist er bestimmt. Soll ich ihn nun, wie es immer geraten wird, nach mehr als 30 Jahren deswegen verlassen? Dann hört er vielleicht auf oder auch nicht. Aber was habe ich dann davon? Ich kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Ich liebe ihn.

    Er tut ja auch niemanden was. Er sitzt in seinem Büro, liest seine Bücher und trinkt dabei. Seine Arbeit macht er trotzdem, er wird nicht ausfällig oder so. Er schadet nur sich selbst.

    Kann man das einfach dabei belassen? Sich selbst sagen, er macht sich eben mit dem Alkohol mehr oder weniger schnell kaputt und wird einfach nur Jahre früher sterben, als sonst vielleicht nötig wäre? Ich möchte auch nicht immer wieder sagen, dass er zu viel trinkt. Das hat sowas keifendes.
    Andererseits kann ich doch nicht einfach zuschauen. Er ist doch krank, oder nicht?

    Ich weiß nicht weiter.
    Manchmal muß man mit einem Übel leben.
    Ob es das Kleinere ist, weiß man nicht.

    Über kurz oder lang wird dein Mann gesundheitliche Probleme haben, wenn er sie nicht jetzt schon hat.

    Hast Du denn schonmal mit ihm darüber geredet? Was sagt er?

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