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  1. #1
    Gast

    Standard Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Meine Freundin hat einen Sohn (*12/06).

    Er ist schon immer sehr, sehr schüchtern, spielt bis heute nicht alleine bei Freunden, geht auch bei Menschen, die er seit Geburt kennt, nicht mit anderen Kindern ins Kinderzimmer (es muss ein Elternteil mit), die Eingewöhnung mit fast 4 Jahren im Kindergarten war sehr lange und schwierig.
    Dann kommt zur großen Schüchternheit dazu, dass er mit Erwachsenen nicht spricht, nur mit anderen Kindern und seinen Eltern. Er besteht auf Rituale, ohne sie ist er völlig verunsichert.
    Außerdem stottert er.

    Meine Freundin war mittlerweile mehrfach im SPZ mit ihm, dort wurden im "autistische Verhaltenszüge" bescheinigt, Autist sei er aber nicht.
    Dass er stottert und selektiven Mutismus hat, wundert meine Freundin nicht, das hat sie selbst erkannt, sie ist nämlich Logopädin; der Sohn ist auch schon seit letztem Herbst in Behandlung.

    Nun denken die Eltern des Kindes, dass er mehr Förderung braucht als ein normales Kiga-Kind, haben da auch Gespräche mit den Erzieherinnen geführt, die ihn wohl auch als ein Kind wahrnehmen, das außerhalb der Norm liegt, aber reden davon, dass sich das "wieder verwachse".


    Wäre er ein Schulkind, wüsste ich, dass ein Antrag auf sonderpäd. Förderbedarf gestellt werden könnte.
    Der Kiga sieht da keine Veranlassung.
    Kann das von Eltern veranlasst werden?
    Wenn ja: Wie?

    Danke! :)

  2. #2
    Andrea B ist offline Legende
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?


  3. #3
    Gast

    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Zitat Zitat von Andrea B Beitrag anzeigen
    Was für eine Förderung hat sich deine Freundin für ihren sohn vorgestellt?
    Was wird seid letztem Herbst behandelt?
    Ihn grundlegend ändern zu wollen und in eine Norm packen funktioniert nicht. Da wird er dicht machen.
    Wenn deine Freundin Logopädin ist wird sie wissen was für Möglichkeiten es gibt ihren Sohn zu "fördern". Die einfachste Methode ist das Kind so zu akzeptieren wie es ist. Irgendwann wird es sich wohl verwachsen haben. Wann das ist wird ihr niemand sagen können.
    Andrea
    Er hat bspw. große Probleme im Kiga mit Ereignissen, die außer der Reihe stattfinden: Ein Waldtag, Turnen, ein Ausflug - da rastet er aus, brüllt, versteckt sich und weint ganz viel.
    Mittlerweile wird sie aufgefordert, ihn jeden Mittwoch um 10 schon wieder abzuholen, weil es da in den Wald geht, bei Ausflügen soll sie ihn ganz zu Hause lassen, Turnstunden verbringt er mit einer Erzieherin alleine in seinem Gruppenraum, weil sie ihn nicht in die Halle bekommen (ich sag nix zum Verhalten der Erzieherinnen ), auch da soll er früher abgeholt werden.

    Die Möglichkeit, dass es sich verwächst, besteht schon, aber so ist das im Alltag für meine Freundin nicht lebbar; ein wenig Geld muss sie nebenher schon noch verdienen.
    Außerdem hat sich ja in 2 Jahren Kindergarten nichts vewachsen bisher, er trennt sich nach wie vor morgens schlecht, und mit den Abweichungen im Alltag kommt er gar nicht klar.

    Er ist in logopäd. Behandlung seit Herbst, Ergotherapie soll folgen, aber das SPZ ist sich nicht sicher, ob das wirklich der richtige Weg ist.

  4. #4
    linus1 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Ich habe zwei i-Kinder im Kindergarten zur betreuung.
    Also Förderungsgrund gilt hier, dass das Kind behindert oder von Behinderung bedroht sein muss.
    Hier muss ein Antrag an die Regierung von Unterfranken gestellt werden, mit einer ausführlichen Stellungsnahme.
    Ich bin jetzt am Überlegen, von wo eine ärztliche Stellungsnahme hergeholt werden muss, glaube aber vom SPZ.

    Es gibt auch noch Unterschiede, ob das Kind einen I-Platz braucht, oder zusätzlich noch eine I-Kraft.
    Geändert von linus1 (21.05.2012 um 12:58 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Maybe
    Maybe ist offline just ME ;-)
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Viele Grüße Maybe
    mit den Mädels ´99 und ´03
    sowie dem Minimann ´06
    :D

    http://www.sloganizer.net/style2,Maybe.png


  6. #6
    Andrea B ist offline Legende
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?


  7. #7
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    19.08.2004
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Zitat Zitat von Andrea B Beitrag anzeigen
    Wie verhält er sich außerhalb vom KiGa bei Ereignissen außer der Reihe?
    Zitat Zitat von freesie Beitrag anzeigen
    Er ist schon immer sehr, sehr schüchtern, spielt bis heute nicht alleine bei Freunden, geht auch bei Menschen, die er seit Geburt kennt, nicht mit anderen Kindern ins Kinderzimmer (es muss ein Elternteil mit), ...
    Dann kommt zur großen Schüchternheit dazu, dass er mit Erwachsenen nicht spricht, nur mit anderen Kindern und seinen Eltern. Er besteht auf Rituale, ohne sie ist er völlig verunsichert.
    Außerdem stottert er.
    .
    Liebe Grüße

    Sofie

  8. #8
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Zitat Zitat von Andrea B Beitrag anzeigen
    Was für eine Förderung hat sich deine Freundin für ihren sohn vorgestellt?
    Was wird seid letztem Herbst behandelt?
    Ihn grundlegend ändern zu wollen und in eine Norm packen funktioniert nicht. Da wird er dicht machen.
    Wenn deine Freundin Logopädin ist wird sie wissen was für Möglichkeiten es gibt ihren Sohn zu "fördern". Die einfachste Methode ist das Kind so zu akzeptieren wie es ist. Irgendwann wird es sich wohl verwachsen haben. Wann das ist wird ihr niemand sagen können.
    Andrea
    bei einer Autismusspektrumstörung ist das nicht korrekt. Autismus verwächst sich nicht.

  9. #9
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Ich denke, Deine Freundin wird vom SPZ bescheinigte Diagnosen haben, oder?

    wie sie weiter vorgehen muss, das wird Dir hier nur jemand sagen können, der in Deinem Landkreis wohnt, das ist oft komplett unterschiedlich.

    Ich persönlich hätte bei den von Dir geschilderten Problemen Bedenken, ob das Kind genau dort an der richtigen Stelle ist im Kiga. Ob man dem Kind dort gerecht wird. Ob er die Förderung erhält, die er benötigt. Ob er sich dort wohlfühlen und angenommen fühlen kann.

    Das würde ich als erstes hinterfragen, bevor ich einen Antrag auf Einzelintegration stelle.
    Oder handelt es sich schon um einen I-Kiga?
    Dann sollte die Leiterin Auskunft geben können. Bei Einzelintegration eigentlich auch

    LG

  10. #10
    Moorhuhn ist offline Legende
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    25.02.2007
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    Standard Re: Wie wird ein Kindergartenkind ein I-Kind?

    Zitat Zitat von Andrea B Beitrag anzeigen
    Zum Waldtag würde ich ihn auch hinbringen. Dem Herrn Sohn würde ich sagen daß ich ihn erst zum KiGaschluß abhole.
    Oh ja, klar. Das Kind hat autistische Verhaltensweisen. Klar sagt man dem mal eben, dass man ihn nicht abholen wird. Die Erzieherin soll sich doch damit rumplagen und ein schreiendes, tobendes Kind mit in den Wald schleppen.
    Deine Erziehungsmethoden erscheinen mir manchmal etwas, nun ja wie soll ich sagen: befremdlich.
    Das Kind hat sich halt nicht so anzustellen und fertig. Toll! *io*

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