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  1. #1
    Joki2009 ist offline Member
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    Standard Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Hallo,

    ich bin seit knapp 1 3/4 Jahren mit einem tollen
    neuen Partner zusammen.
    Ich, 40, bin nach 18 Jahren Zusammensein/Ehe seit fünf Jahren geschieden, er hatte am Beginn unserer Beziehung nach 19 Jahren allerdings
    erst kürzlich die Trennung hinter sich.
    Sein Leben ging zu dem Zeitpunkt noch auf und ab, er hat einige Probleme und Sorgen mitgebracht, aber mittlerweile hat sich unsere Beziehung sehr stabilisiert.
    Und er liebt mich. Er wirft mit diesen Worten nicht einfach so um sich, sondern will sich immer ganz sicher sein, uns seit einem Jahr ist er das.

    Wir leben (noch) nicht zusammen, wohnen aber auch nur 10 Kilometer voneinander entfernt und sehen uns häufig.
    Für ein Zusammenziehen sei er noch nicht so weit, er müsse erstmal sein eigenes Leben auf die Reihe bekommen, hat nie alleine gelebt,
    und ich verstehe das auch. Das Zusammenleben
    ist mir auch gar nicht soo wichtig, es ist auch so wie es ist schön, man kann sich sehen, wenn man will, man telefoniert ansonsten, vermisst sich noch...kein schlechter Zustand

    (Ich habe übrigens eine 15-jährige Tochter,
    er hat drei Kinder zwischen 7 und 16 Jahren,
    die ihn jedes zweite Wochenende besuchen,
    und alle verstehen sich bestens untereinander,
    also wirklich der Idealzustand).

    Das "Problem", das ich habe, ist, dass er seit der Trennung von seiner Ex sehr vorsichtig und zurückhaltend geworden ist. Sein Vertrauen ist
    ganz übelst missbraucht worden, und er sagt auch (z.B. beim Thema gemeinsame Zukunft), dass er (zwangsläufig) gelernt hat, sich nur auf sich selbst zu verlassen. Man sieht ja, wo das hinführen kann, man hat einfach nie die Sicherheit. (Er meint damit die Erfahrung -
    früher hat man auch noch vertraut und war sich sicher, das Leben gemeinsam zu verbringen, und schwups ist alles vorbei).

    Er ist ein ganz wunderbarer, lieber Mensch,
    meine zweite große Liebe, und einerseits verstehe ich auch, dass er vorsichtig geworden ist, aber ich vermisse manchmal einfach ein bisschen das "Reinknien" seinerseits - versteht Ihr, was ich meine ?

    Er liebt mich wirklich, ich fehle ihm oft, wir haben ganz tolle, oft immer noch verliebte Momente, aber es ist irgendwie alles immer nur so ein Momentanzustand, ohne irgendwie
    greifbare Zukunft.

    Könnt Ihr ihn verstehen ? Sehe ich das zu eng ?

  2. #2
    Avatar von Pistazia
    Pistazia ist offline Legende
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    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von Joki2009 Beitrag anzeigen

    Er liebt mich wirklich, ich fehle ihm oft, wir haben ganz tolle, oft immer noch verliebte Momente, aber es ist irgendwie alles immer nur so ein Momentanzustand, ohne irgendwie
    greifbare Zukunft.

    Könnt Ihr ihn verstehen ? Sehe ich das zu eng ?
    Was genau verstehst du unter Zukunft?
    Zusammen leben?
    Heiraten?

    Entspann dich doch einfach und geniesse was du hast.

    Das ist doch eine ganze Menge, finde ich.

  3. #3
    Joki2009 ist offline Member
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    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von Pistazia Beitrag anzeigen
    Was genau verstehst du unter Zukunft?
    Zusammen leben?
    Heiraten?

    Entspann dich doch einfach und geniesse was du hast.

    Das ist doch eine ganze Menge, finde ich.
    Ja, ich weiß.
    Ich verstehe nicht unbedingt Heiraten usw. unter gemeinsamer Zukunft. Er sagt oft, er sei so froh, dass er mich hat und wir zusammen sind, aber ich würde einfach gerne ab und zu mal so schöne Dinge hören wie "Mit Dir will ich mein Leben verbringen" oder sowas in der Richtung. Irgendetwas, woran man merkt, wie wichtig man dem Partner ist. Unsere Beziehung
    ist irgendwie immer nur so ein Momentanzustand.

    Er hat selber mal gesagt, in der Zukunft sehe er irgendwie nur sich (nicht weil er vor hat, die Beziehung irgendwann zu beenden, sondern eben weil er feststellen musste, dass man sich in der Richtung auf nichts verlassen kann).

    Ich finde es irgendwie schade, immer im Schatten der Ex zu stehen, hinter dem,
    was er an schlechten Erfahrungen gemacht hat.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von Joki2009 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin seit knapp 1 3/4 Jahren mit einem tollen
    neuen Partner zusammen.
    Ich, 40, bin nach 18 Jahren Zusammensein/Ehe seit fünf Jahren geschieden, er hatte am Beginn unserer Beziehung nach 19 Jahren allerdings
    erst kürzlich die Trennung hinter sich.
    Sein Leben ging zu dem Zeitpunkt noch auf und ab, er hat einige Probleme und Sorgen mitgebracht, aber mittlerweile hat sich unsere Beziehung sehr stabilisiert.
    Und er liebt mich. Er wirft mit diesen Worten nicht einfach so um sich, sondern will sich immer ganz sicher sein, uns seit einem Jahr ist er das.

    Wir leben (noch) nicht zusammen, wohnen aber auch nur 10 Kilometer voneinander entfernt und sehen uns häufig.
    Für ein Zusammenziehen sei er noch nicht so weit, er müsse erstmal sein eigenes Leben auf die Reihe bekommen, hat nie alleine gelebt,
    und ich verstehe das auch. Das Zusammenleben
    ist mir auch gar nicht soo wichtig, es ist auch so wie es ist schön, man kann sich sehen, wenn man will, man telefoniert ansonsten, vermisst sich noch...kein schlechter Zustand

    (Ich habe übrigens eine 15-jährige Tochter,
    er hat drei Kinder zwischen 7 und 16 Jahren,
    die ihn jedes zweite Wochenende besuchen,
    und alle verstehen sich bestens untereinander,
    also wirklich der Idealzustand).

    Das "Problem", das ich habe, ist, dass er seit der Trennung von seiner Ex sehr vorsichtig und zurückhaltend geworden ist. Sein Vertrauen ist
    ganz übelst missbraucht worden, und er sagt auch (z.B. beim Thema gemeinsame Zukunft), dass er (zwangsläufig) gelernt hat, sich nur auf sich selbst zu verlassen. Man sieht ja, wo das hinführen kann, man hat einfach nie die Sicherheit. (Er meint damit die Erfahrung -
    früher hat man auch noch vertraut und war sich sicher, das Leben gemeinsam zu verbringen, und schwups ist alles vorbei).

    Er ist ein ganz wunderbarer, lieber Mensch,
    meine zweite große Liebe, und einerseits verstehe ich auch, dass er vorsichtig geworden ist, aber ich vermisse manchmal einfach ein bisschen das "Reinknien" seinerseits - versteht Ihr, was ich meine ?

    Er liebt mich wirklich, ich fehle ihm oft, wir haben ganz tolle, oft immer noch verliebte Momente, aber es ist irgendwie alles immer nur so ein Momentanzustand, ohne irgendwie
    greifbare Zukunft.

    Könnt Ihr ihn verstehen ? Sehe ich das zu eng ?
    Manche Menschen brauchen etwas länger, um sich vollständig zu öffnen, manche tun es nie.

    Gib ihm Zeit.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Wenn ich nur 10km entfernt wohnen würde, würde ich ein Zusammenziehen vermutlich gar nicht in Erwägung ziehen. Ist doch gut, wenn jeder sein eigenes hat. Man muss doch nicht gleich einen auf Ehe 2.0 machen.

  6. #6
    Joki2009 ist offline Member
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    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von Joni66 Beitrag anzeigen
    Manche Menschen brauchen etwas länger, um sich vollständig zu öffnen, manche tun es nie.

    Gib ihm Zeit.
    Dass er sich öffnen kann, weiß ich wegen seiner "alten" langen Beziehung.
    Er muss seine "Traumfrau" wohl ziemlich angebetet haben.
    Vermutlich fehlt mir sowas in der Richtung.
    Ich könnte mich viel mehr reinknien, muss mich aber selbst irgendwie immer etwas dämpfen.
    Ich hätte das gerne als Gegenseitigkeit.

  7. #7
    Joki2009 ist offline Member
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    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von JoGa Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht
    Mein eigenes Leben schätze ich auch sehr.
    Es geht mir mehr darum, dass er sich auf unsere Beziehung nicht verlassen kann oder will - und damit stehe ich wie gesagt immer im Schatten seiner Ex.

    Anfangs fiel mir gleich auf, dass, wenn ich ihm gesagt habe, was ich toll an ihm finde o.ä.,
    er irgendwie gequält aussah - ich weiß jetzt, dass das war, weil er das schon mal gehört hat und daran nicht mehr glaubt, weil er weiß,
    dass sich das auch wieder ändern kann.

    Ich geb aber nicht auf, weiß aber genau, dass wenn ich heute sage "Du bist ein ganz besonderer Mensch für mich" oder sowas,
    er sofort zurückdenkt, dass er das schon mal gehört hat und nicht darauf vertraut.

    Es ist schon ein Kreuz, wenn jeder da so seine Päckchen mitbringt. Früher dachte ich, eine
    Beziehung mit viel Erfahrungen vorher wäre einfacher, aber das Gegenteil ist der Fall,
    es ist sehr kompliziert.

  8. #8
    Avatar von Quips
    Quips ist offline alles so schön bunt hier
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    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von Joki2009 Beitrag anzeigen
    Ja, ich weiß.
    Ich verstehe nicht unbedingt Heiraten usw. unter gemeinsamer Zukunft. Er sagt oft, er sei so froh, dass er mich hat und wir zusammen sind, aber ich würde einfach gerne ab und zu mal so schöne Dinge hören wie "Mit Dir will ich mein Leben verbringen" oder sowas in der Richtung. Irgendetwas, woran man merkt, wie wichtig man dem Partner ist. Unsere Beziehung
    ist irgendwie immer nur so ein Momentanzustand.

    Er hat selber mal gesagt, in der Zukunft sehe er irgendwie nur sich (nicht weil er vor hat, die Beziehung irgendwann zu beenden, sondern eben weil er feststellen musste, dass man sich in der Richtung auf nichts verlassen kann).

    Ich finde es irgendwie schade, immer im Schatten der Ex zu stehen, hinter dem,
    was er an schlechten Erfahrungen gemacht hat.
    Und wenn er dir sowas sagt, dann hast du eine Garantie, dass er bei dir bleibt? Und du kannst ihm ja auch keine Garantie geben.

    Mir sind solche "Versprechen" nicht wichtig sondern der Moment, den ich mit ihm verbringe und merke, dass es uns miteinander gut geht.

    Wenn er dir jetzt ständig hinterher schnüffeln würde, dich kontrolliert o. ä. aufgrund seiner schlechten Erfahrung dann würde ich ein Problem sehen aber so

  9. #9
    Avatar von Stadtmusikantin
    Stadtmusikantin ist offline Die Ruhe selbst
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    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von Joki2009 Beitrag anzeigen

    Das "Problem", das ich habe, ist, dass er seit der Trennung von seiner Ex sehr vorsichtig und zurückhaltend geworden ist. Sein Vertrauen ist
    ganz übelst missbraucht worden, und er sagt auch (z.B. beim Thema gemeinsame Zukunft), dass er (zwangsläufig) gelernt hat, sich nur auf sich selbst zu verlassen. Man sieht ja, wo das hinführen kann, man hat einfach nie die Sicherheit. (Er meint damit die Erfahrung -
    früher hat man auch noch vertraut und war sich sicher, das Leben gemeinsam zu verbringen, und schwups ist alles vorbei).
    das könnte von meinem Partner sein. Er hat das 1. Mal nach 2,5 J darüber nachgedacht, dass wir zusammen leben.

    Wenn der Mann es wert ist (und danach klingt es), dann hab Geduld.
    Manche sagen ich wäre eingebildet, dabei gibt es mich wirklich.

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Beziehungsfrage (geschieden und neue Partnerschaft)

    Zitat Zitat von Joki2009 Beitrag anzeigen
    Mein eigenes Leben schätze ich auch sehr.
    Es geht mir mehr darum, dass er sich auf unsere Beziehung nicht verlassen kann oder will - und damit stehe ich wie gesagt immer im Schatten seiner Ex.

    Vielleicht kannst du das für dich umdefinieren oder zumindest einen weiteren Aspekt zulassen: Im Grunde hat er ja sehr bitter lernen müssen, dass es nicht gut ist, wenn man sich zu sehr auf einen anderen Menschen verlässt. Und Fakt ist ja auch, dass man niemanden wirklich kennt - der Andere ist immer anders.

    So eine Erfahrung von "Im Grunde ist der Mensch allein" ist nun auch eine Form von Weisheit - es ist nämlich wahr. Jeder lebt sein Leben letztlich allein, macht seine Erfahrungen allein muss, sie für sich verarbeiten und den Weg allein gehen. Wenn man da ab und zu Begleitung hat, ist das ein großes Geschenk, aber nichts, was unverbrüchlich wäre. In keinem Kontext.

    Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass man für sich selbst sorgen kann und sich auch in einer Beziehung nicht aufgibt, also keine Symbiose anstrebt. Das tut Beziehungen sehr gut und ist grundsätzlich eine Stärke.

    Wenn es natürlich dazu führt, dass jemand sehr misstrauisch oder unzuverlässig wird, dann ist es ein anderes Thema. Aber das schilderst du ja nicht so.

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