Zitat Zitat von freesie Beitrag anzeigen
Folgende Situation:

Schüler bekommt dieses Jahr sein Jahreszeugnis Kl. 8, er wird einen Hauptschulabschluss machen, will sich danach um eine Lehre bewerben und es ist hier von den Betrieben her üblich, ab dem Halbjahreszeugnis der 8. Klasse alle Zeugnisse sehen zu wollen.

Der Schüler hat v.a. Leistungen im guten Dreierbereich, benimmt sich gut, ist fleißig und macht seine Hausaufgaben.

Mitte Januar hatte er einen Unfall mit KH-Aufenthalt, dadurch hatte er bereits im Halbjahreszeugnis ein paar Fehltage, im Jahreszeugnis wurden es richtig viele Fehltage und -stunden; nicht nur des KH-Aufenthalts und sich anschließender Fehltage wegen (konnte nicht sofort nach dem KH in die Schule), sondern auch wegen diverser Arztbesuche, die sich nachfolgend an den Unfall anschlossen und sich nicht alle auf Nachmittag legen ließen.


Ist es in so einem Fall angebracht, unter "Bemerkungen" zu vermerken, dass der Schüler lange krank war?

Allgemein ist es in Betrieben nicht gerne gesehen, wenn jemand sich mit 35 entschuldigten Fehltagen bewirbt, weil das ja ein Hinweis drauf sein kann, dass jemand bei jedem Anflug eines Kopfschmerzes sicherheitshalber zu Hause bleibt.

Deswegen - es geht um die Lehrersicht - kam die Idee auf, die Fehlstunden zu erklären, um dem Schüler für die Zukunft nicht viele Chancen zu verbauen.


Angebracht oder nicht?
Den Einwand von Murma find ich absolut berechtigt. Wenn dein Mann die Möglichkeit hat eine entsprechende Bemerkung zu schreiben, würde ich auch die Formulierung von buntnessel verwenden. Es dem Schüler zu überlassen, darauf im Bewerbungsschreiben einzugehen halte ich für eine eher unglückliche Lösung, es sei denn, er könnte deinen Mann als Referenz angeben, für evt. Rückfragen. Wobei ich, wenn möglich, die Fehltage ganz unter den Tisch fallen lassen würde.