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  1. #131
    Avatar von Nachtsturm
    Nachtsturm ist offline Member
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    Nun war das wohl am Wochenende beim Papa Thema und anscheinend ist das Verständnis dort gleich NULL.

    Argumente:

    - Du gehörst nicht zur Gemeinde, wenn Du Dich nicht konfirmieren lässt (Nr.2: will ich auch nicht, ich geh da eh nie hin)

    - Du findest neue Freunde im Konfirmandenunterricht (Nr.2: ich habe schon Freunde und finde im Sport und bei meinen anderen Hobbies auch welche)

    - ALLE lassen sich konfirmieren (Nr.2: aber ich nicht, weil ich nicht dahinterstehe und es unehrlich fände, es nur zu machen, weil ich Geschenke bekomme)

    - Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.


    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.


    ICH stehe ja zu 100% hinter dem Kind. Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was die Eltern in der Taufe für das Kind entschieden haben. Wenn das Kind das aber nicht bestätigen will, eben WEIL es mit Kirche nix am Hut hat - warum soll es dann zur Konfirmation gehen ? Christ kann sie ja trotzdem sein. Oder eben nicht, das ist doch IHRE Entscheidung!

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    Wie seht Ihr das? Hat sich eines Eurer Kinder auch gegen Konfirmation / Firmung entschieden bzw. wie hättet Ihr da reagiert? Oder umgekehrt: wollte sich ein Kind taufen und konfirmieren lassen, obwohl IHR eigentlich dagegen wart? Wie habt Ihr reagiert?


    Ich fürchte, wir werde da noch einige Kämpfe ausstehen müssen . (Zum Glück bin ich aus der Schusslinie, denn dass ICH ihr das eingeredet haben könnte, das glaubt noch nicht mal mein Ex-SV...)

    Deine Tochter ist toll und scheint eine gute Erziehung genossen zu haben, dass sie in dem Alter so klar formulieren kann was sie will bzw nicht will und, dass sie die Ernsthaftigkeit der Konfirmation versteht!
    Darüber sollte sich die Familie mal Gedanken machen...
    Sie kann sich später noch entscheiden sich konfirmieren zu lassen wenn sie sich bereit fühlt oder eben auch nicht.
    Für mich hat Glaube auch nicht das Geringste mir Kirche zu tun!
    Starke und mutige Entscheidung kann ich nur sagen

  2. #132
    Avatar von nightwish
    nightwish ist offline Ich bin schuld!
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    V.a. in der evangelischen Kirche.

    Katholischer Pate kann sie ja eh nicht werden, die böse Protestantin .
    warum nicht?

    die Paten meiner Kinder sind jeweils katholisch als auch evangelisch.

    Der Pfarrer hat zwar schief geschaut und seinen Kommentar abgegeben aber getauft wurden meine Beiden trotzdem.

    Mein Patenkind und ihr Zwilling haben katholische Paten.



    Viele Grüße
    Nightwish
    Nichts ist für immer, nur der Moment zählt ganz allein!unheilig

  3. #133
    Avatar von Leona68
    Leona68 ist offline Legende
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von mophithaja Beitrag anzeigen
    Ja, ich habe das verstanden, und du hattest sicher Deine Gründe.

    Allerdings wärest Du auch zu einem Überredungsversuch bereit. Mit welchem Argument? Weil 'man' es hier so macht?

    Ich sehe solches 'weil es üblich ist' einfach sehr kritisch, auch wenn ich verstehen kann, wenn es jemand nicht auf sich nimmt sich dagegenzustellen. Gut finden kann ich es nicht.
    Ich hätte ihnen gesagt, dass ihnen einige gemeinsame Aktivitäten wie das Sommercamp der Konfirmanden, der Ausflug in die Werkstätten, die Konfirmandenfreizeit entgehen, alles Aktivitäten, welche die Konfirmanden und somit 99% der Kinder des Jahrgangs gemeinsam unternehmen. Dass sie sich davon ausschließen. Diese Aktivitäten, das Dazugehören zu dieser Konfirmandengemeinschaft hat ihnen ja letztendlich auch gefallen. Bei uns ist es z.B. üblich, dass Jugendliche nach der Konfirmation ausgehen. Meine haben das nicht gemacht, aber das ist so eine Art Startschuss ins Erwachsenenleben. Es hat eine ganz besondere Bedeutung, über das kirchliche hinaus.

    Es ging hier gar nicht darum, zu gefallen oder sich anzupassen, sondern darum, sich nicht aktiv auszuschließen. Der beste Freund meines Sohnes, dessen Mutter rumänisch-orthodox ist, hat es gereut, dass er von all diesen AKtivitäten ausgeschlossen war. Er hat ein einziges Mal die Konfi-Stunde besucht, doch er wollte sich nicht taufen lassen, ihm hat einfach der Bezug gefehlt. Letztendlich meinte er aber doch, dass es blöd war, dass alle diese Sachen unternommen haben und er außen vor stand. Das wollte ich meinen Kindern ersparen, weil sie durch unseren Umzug hierher so oft das Gefühl hatten, nicht dazu zu gehören.
    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -

  4. #134
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Ich hätte ihnen gesagt, dass ihnen einige gemeinsame Aktivitäten wie das Sommercamp der Konfirmanden, der Ausflug in die Werkstätten, die Konfirmandenfreizeit entgehen, alles Aktivitäten, welche die Konfirmanden und somit 99% der Kinder des Jahrgangs gemeinsam unternehmen. Dass sie sich davon ausschließen. Diese Aktivitäten, das Dazugehören zu dieser Konfirmandengemeinschaft hat ihnen ja letztendlich auch gefallen. Bei uns ist es z.B. üblich, dass Jugendliche nach der Konfirmation ausgehen. Meine haben das nicht gemacht, aber das ist so eine Art Startschuss ins Erwachsenenleben. Es hat eine ganz besondere Bedeutung, über das kirchliche hinaus.

    Es ging hier gar nicht darum, zu gefallen oder sich anzupassen, sondern darum, sich nicht aktiv auszuschließen. Der beste Freund meines Sohnes, dessen Mutter rumänisch-orthodox ist, hat es gereut, dass er von all diesen AKtivitäten ausgeschlossen war. Er hat ein einziges Mal die Konfi-Stunde besucht, doch er wollte sich nicht taufen lassen, ihm hat einfach der Bezug gefehlt. Letztendlich meinte er aber doch, dass es blöd war, dass alle diese Sachen unternommen haben und er außen vor stand. Das wollte ich meinen Kindern ersparen, weil sie durch unseren Umzug hierher so oft das Gefühl hatten, nicht dazu zu gehören.
    Vielen Dank für die Erklärung. Jetzt verstehe ich es.

  5. #135
    Azeezah ist offline 5-Töchter-Clanmutter
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen



    Wie seht Ihr das?


    Genau so:

    (...) wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.
    Und deshalb würde ich da klar hinter meinem Kind stehen und es darin unterstützen, seine Gewissensentscheidung durchzusetzen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich da nichts beisteuern; wir sind alle Ungläubige.

    Oder vielleicht doch...

    Meine Großeltern sind gläubige Juden gewesen und im Grunde - da meine Mutter ja auch Jüdin war - bin ich als Tochter meiner Mama für Oma und Opa auch immer eine Jüdin gewesen.

    Doch schon meine Mutter war ungläubig und ich bin es ebenso.
    Und ich war froh darüber, dass meine Mama diesen Weg schon vorausgegangen war und uns Kinder (ich habe ja noch ein paar Geschwister) da auch gegn die großeltern verteidigt hat.
    Wir durften von ihr aus gerne in die Synagoge gehen, wenn wir gewollt hätten/haben; aber wir mussten nicht. Und als auch keine und keiner von uns Bat- oder Bar-Mizwa haben wollte, war das OK so.
    Die Großeltern fanden das schlimm und traurig aber letztlich kann das nur jeder selbst für sich entscheiden. Und das so aufrichtig wie nur möglich.

  6. #136
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von tanja73 Beitrag anzeigen
    Wobei ich das für eine Firmung auch sehr früh finde.
    Findet hier erst mit 15/16 statt.

    Das ist hier recht unterschiedlich und hängt von der Pfarre ab. In manchen Pfarren gehen die Kinder mit 12/13 in anderen erst mit 15/16. In unserer Pfarre gehen sie mit 14/15. Nächstes Jahr müssen wir sie anmelden, dann wird sie bei ihrer Firmung 14 sein, wenn sie gehen will.

    In der Pfarre, in der wir früher gewohnt haben, hätte sie heuer, also mit 12 schon gehen dürfen.

  7. #137
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    hmmmm ist das so wichtig?
    da hab ich mir ech nie einen Kopp drum gemacht, wenn mir Glaube/Kirche nicht so wichtig ist, ist es mir doch auch nicht wichtig, ein Patenamt zu übernehmen
    Wie wichtig ihr irgendwann mal Glaube und Kirche sein wird, kann man ja jetzt noch nicht wissen.

    Bei uns gibt es in der Familie demnächst eine Taufe. Das findet Tochter dann doch wieder schön und sie könnte sich vorstellen irgendwann mal Patin zu werden.

    Klar kann sie die Firmung später nachholen, wenn sie mal Patin werden will. Das habe ich ihr auch gesagt. Aber sie meinte dazu, dass das dann auch blöd wäre.

    Ich habe ihr alle Argumente, die mir eingefallen sind, gesagt, letztlich muss sie dann entscheiden, was sie machen will.

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