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  1. #11
    Avatar von Leona68
    Leona68 ist gerade online Legende
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    Nun war das wohl am Wochenende beim Papa Thema und anscheinend ist das Verständnis dort gleich NULL.

    Argumente:

    - Du gehörst nicht zur Gemeinde, wenn Du Dich nicht konfirmieren lässt (Nr.2: will ich auch nicht, ich geh da eh nie hin)

    - Du findest neue Freunde im Konfirmandenunterricht (Nr.2: ich habe schon Freunde und finde im Sport und bei meinen anderen Hobbies auch welche)

    - ALLE lassen sich konfirmieren (Nr.2: aber ich nicht, weil ich nicht dahinterstehe und es unehrlich fände, es nur zu machen, weil ich Geschenke bekomme)

    - Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.


    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.


    ICH stehe ja zu 100% hinter dem Kind. Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was die Eltern in der Taufe für das Kind entschieden haben. Wenn das Kind das aber nicht bestätigen will, eben WEIL es mit Kirche nix am Hut hat - warum soll es dann zur Konfirmation gehen ? Christ kann sie ja trotzdem sein. Oder eben nicht, das ist doch IHRE Entscheidung!

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    Wie seht Ihr das? Hat sich eines Eurer Kinder auch gegen Konfirmation / Firmung entschieden bzw. wie hättet Ihr da reagiert? Oder umgekehrt: wollte sich ein Kind taufen und konfirmieren lassen, obwohl IHR eigentlich dagegen wart? Wie habt Ihr reagiert?


    Ich fürchte, wir werde da noch einige Kämpfe ausstehen müssen . (Zum Glück bin ich aus der Schusslinie, denn dass ICH ihr das eingeredet haben könnte, das glaubt noch nicht mal mein Ex-SV...)
    Hätten unsere Kinder das Gefühl gehabt, sie hätten die freie Entscheidung zum Konfirmationsunterricht zu gehen und sich daran anschließend konfirmieren zu lassen, dann hätten sie sich bestimmt dagegen entschieden.

    Bei uns war von vornherein klar, dass der Konfirmandenunterricht besucht wird und danach die Konfirmation folgt. Unsere Kinder wurden sozusagen "zwangskonfirmiert".

    Ich finde, es gehört dazu, gerade wenn man ländlich wohnt. Sie hätten sich aktiv ausgegrenzt, wenn sie sich gegen die Konfirmation entschieden hätten.
    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -

  2. #12
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Ich verstehe das mit der Gemeinde nicht. Meint er damit die Kirche?

    Meine Kinder sind nicht mal getauft, haben dennoch Freunde (auch gläubige) und werden nirgends ausgeschlossen. Deswegen muss man doch keiner Religion angehören.

    Es ist ihre Entscheidung, da hat der Papa nicht mit zu reden.

  3. #13
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Sie entscheidet sich nicht gegen die Religion, sie entscheidet nur gegen ein Ritual.

    Für mich hat der Glaube (den ich habe und zu dem ich stehe) nichts mit unserer Gemeinde oder überhaupt mit der Institution Kirche zu tun. Ich kann an Gott glauben und beten, ohne dass ich dafür einen Pfarrer brauche.

    Insofern sehe ich das nicht als Abkehr vom Glaube, sondern nur als ein Nicht-Bekenntnis zu dieser Gemeinde. Konfirmieren kann sie sich immer noch lassen, wenn sie das will. Und wenn nicht, dann wird keiner auf die Idee kommen, sie nicht in die Kirche zu lassen, weil sie nicht konfirmiert ist...


    Wobei ich mich noch erkundigen will (oder vielleicht weiß das einer?), welche "Folgen" das als Erwachsener hat, z.B. in Bezug auf kirchliche Hochzeit, Patenamt oder solche Dinge.
    Ohne Konfirmation normalerweise kein Patenamt.

    Ob eine kirchliche Hochzeit möglich ist , ist ebenfalls abhängig vom Pastor.

  4. #14
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Hätten unsere Kinder das Gefühl gehabt, sie hätten die freie Entscheidung zum Konfirmationsunterricht zu gehen und sich daran anschließend konfirmieren zu lassen, dann hätten sie sich bestimmt dagegen entschieden.

    Bei uns war von vornherein klar, dass der Konfirmandenunterricht besucht wird und danach die Konfirmation folgt. Unsere Kinder wurden sozusagen "zwangskonfirmiert".

    Ich finde, es gehört dazu, gerade wenn man ländlich wohnt. Sie hätten sich aktiv ausgegrenzt, wenn sie sich gegen die Konfirmation entschieden hätten.
    Hm, das war beim Ex so (200-Seelen-Gemeinde und der Vater war der Pfarrer...).

    Aber wir wohnen in der Großstadt, die meisten aus ihrer Klasse sind katholisch oder nix oder muslimisch, d.h. da interessiert es keinen, wer konfirmiert wird oder nicht.
    Worauf willst Du warten?

  5. #15
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von catweazle Beitrag anzeigen
    Ohne Konfirmation normalerweise kein Patenamt.

    Ob eine kirchliche Hochzeit möglich ist , ist ebenfalls abhängig vom Pastor.
    Dann wird man statt Pate Taufzeuge - das ist nicht wirklich ein Problem, denke ich.

  6. #16
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Handarbeitsfrau Beitrag anzeigen
    Dann wird man statt Pate Taufzeuge - das ist nicht wirklich ein Problem, denke ich.
    V.a. in der evangelischen Kirche.

    Katholischer Pate kann sie ja eh nicht werden, die böse Protestantin .
    Worauf willst Du warten?

  7. #17
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Handarbeitsfrau Beitrag anzeigen
    Dann wird man statt Pate Taufzeuge - das ist nicht wirklich ein Problem, denke ich.
    Das ist für mich nicht das Gleiche

  8. #18
    Avatar von Leona68
    Leona68 ist gerade online Legende
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Hm, das war beim Ex so (200-Seelen-Gemeinde und der Vater war der Pfarrer...).

    Aber wir wohnen in der Großstadt, die meisten aus ihrer Klasse sind katholisch oder nix oder muslimisch, d.h. da interessiert es keinen, wer konfirmiert wird oder nicht.
    Dann hätte ich mir auch das Gezerre gespart. Meine sind nur sehr widerwillig in den Unterricht und in die Kirche gegangen. Aber hier im Kaff, auch wenn es fast 3.000 Einwohner hat, grenzt man sich schon aus, wenn man sich nicht konfirmieren lässt.
    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -

  9. #19
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    Nun war das wohl am Wochenende beim Papa Thema und anscheinend ist das Verständnis dort gleich NULL.

    Argumente:

    - Du gehörst nicht zur Gemeinde, wenn Du Dich nicht konfirmieren lässt (Nr.2: will ich auch nicht, ich geh da eh nie hin)

    - Du findest neue Freunde im Konfirmandenunterricht (Nr.2: ich habe schon Freunde und finde im Sport und bei meinen anderen Hobbies auch welche)

    - ALLE lassen sich konfirmieren (Nr.2: aber ich nicht, weil ich nicht dahinterstehe und es unehrlich fände, es nur zu machen, weil ich Geschenke bekomme)

    - Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.


    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.


    ICH stehe ja zu 100% hinter dem Kind. Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was die Eltern in der Taufe für das Kind entschieden haben. Wenn das Kind das aber nicht bestätigen will, eben WEIL es mit Kirche nix am Hut hat - warum soll es dann zur Konfirmation gehen ? Christ kann sie ja trotzdem sein. Oder eben nicht, das ist doch IHRE Entscheidung!

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    Wie seht Ihr das? Hat sich eines Eurer Kinder auch gegen Konfirmation / Firmung entschieden bzw. wie hättet Ihr da reagiert? Oder umgekehrt: wollte sich ein Kind taufen und konfirmieren lassen, obwohl IHR eigentlich dagegen wart? Wie habt Ihr reagiert?


    Ich fürchte, wir werde da noch einige Kämpfe ausstehen müssen . (Zum Glück bin ich aus der Schusslinie, denn dass ICH ihr das eingeredet haben könnte, das glaubt noch nicht mal mein Ex-SV...)

    meine Große ist konfirmiert worden - weil sie das wollte.
    Meine Mittlere wollte nicht - und der Sohn will auch nicht

  10. #20
    Avatar von xantippe
    xantippe ist offline Vorsicht Zicke!
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    ...
    ich finde das sehr toll von Deiner Tocher, dass sie so darüber nachdenkt und nicht einfach "weil man es so macht" zur Konfirmation geht. Dass sie sich auch nicht durch Geschenke bestechen lässt imponiert mir fast noch mehr

    Mann kann ja auch so argumentieren, dass sie den Glauben und die Religion wichtiger nimmt und mehr wertschätzt als alle die die einfach nur so mitmachen (oder aus so tollen Gründen wie neue Freunde finden und Geschenke bekommen). Dem Vater kann sie nur entgegenhalten, dass es ihre Entscheidung ist und das eine moralische Erpressung (Papa ist dann aber traurig) gerade bei so einer persönlichen Entscheidung sehr unfair ist.

    Ich selber bin als Baby nicht getauft worden (obwohl mein Opa Pfarrer war). In der Gegend in der ich zur Grundschule ging waren alle katholisch und als die Kommunion anstand bin ich auch zu meinen Eltern gegangen und habe ihnen erklärt, ich wolle jetzt katholisch werden, sie hätten schließlich immer gesagt ich könne mir das selber aussuchen Meine Eltern waren wohl "not amused", haben sich das aber nicht anmerken lassen sondern nachgefragt, WARUM ich denn jetzt katholisch werden möchte. Naja und dann kam wohl schnell raus, das der Hauptgrund das schööööne Kleid war Sie haben mir dann sehr nett erklärt, dass ein Kleid kein Grund ist, sich für eine Religion zu entscheiden, dass sie aber verstehen, dass ich auch gerne ein tolles Kleid haben möchte wenn alle Mädchen aus meiner Klasse eins haben. Wir sind dann als Kompromiss in ein schweineteures Kindermodenhaus gefahren (in dem wir sonst nie eingekauft haben) und ich habe ein gaaaanz schönes Sommerkleid bekommen.

    Ach ja, mit 14 habe ich mich dann evangelisch taufen lassen, aber diesmal ganz unabhängig von Kleid o.ä.

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