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  1. #1
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Keine Konfirmation

    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    Nun war das wohl am Wochenende beim Papa Thema und anscheinend ist das Verständnis dort gleich NULL.

    Argumente:

    - Du gehörst nicht zur Gemeinde, wenn Du Dich nicht konfirmieren lässt (Nr.2: will ich auch nicht, ich geh da eh nie hin)

    - Du findest neue Freunde im Konfirmandenunterricht (Nr.2: ich habe schon Freunde und finde im Sport und bei meinen anderen Hobbies auch welche)

    - ALLE lassen sich konfirmieren (Nr.2: aber ich nicht, weil ich nicht dahinterstehe und es unehrlich fände, es nur zu machen, weil ich Geschenke bekomme)

    - Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.


    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.


    ICH stehe ja zu 100% hinter dem Kind. Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was die Eltern in der Taufe für das Kind entschieden haben. Wenn das Kind das aber nicht bestätigen will, eben WEIL es mit Kirche nix am Hut hat - warum soll es dann zur Konfirmation gehen ? Christ kann sie ja trotzdem sein. Oder eben nicht, das ist doch IHRE Entscheidung!

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    Wie seht Ihr das? Hat sich eines Eurer Kinder auch gegen Konfirmation / Firmung entschieden bzw. wie hättet Ihr da reagiert? Oder umgekehrt: wollte sich ein Kind taufen und konfirmieren lassen, obwohl IHR eigentlich dagegen wart? Wie habt Ihr reagiert?


    Ich fürchte, wir werde da noch einige Kämpfe ausstehen müssen . (Zum Glück bin ich aus der Schusslinie, denn dass ICH ihr das eingeredet haben könnte, das glaubt noch nicht mal mein Ex-SV...)
    Worauf willst Du warten?

  2. #2
    Avatar von Perla
    Perla ist offline 1. Liga
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    Nun war das wohl am Wochenende beim Papa Thema und anscheinend ist das Verständnis dort gleich NULL.

    Argumente:

    - Du gehörst nicht zur Gemeinde, wenn Du Dich nicht konfirmieren lässt (Nr.2: will ich auch nicht, ich geh da eh nie hin)

    - Du findest neue Freunde im Konfirmandenunterricht (Nr.2: ich habe schon Freunde und finde im Sport und bei meinen anderen Hobbies auch welche)

    - ALLE lassen sich konfirmieren (Nr.2: aber ich nicht, weil ich nicht dahinterstehe und es unehrlich fände, es nur zu machen, weil ich Geschenke bekomme)

    - Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.


    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.


    ICH stehe ja zu 100% hinter dem Kind. Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was die Eltern in der Taufe für das Kind entschieden haben. Wenn das Kind das aber nicht bestätigen will, eben WEIL es mit Kirche nix am Hut hat - warum soll es dann zur Konfirmation gehen ? Christ kann sie ja trotzdem sein. Oder eben nicht, das ist doch IHRE Entscheidung!

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    Wie seht Ihr das? Hat sich eines Eurer Kinder auch gegen Konfirmation / Firmung entschieden bzw. wie hättet Ihr da reagiert? Oder umgekehrt: wollte sich ein Kind taufen und konfirmieren lassen, obwohl IHR eigentlich dagegen wart? Wie habt Ihr reagiert?


    Ich fürchte, wir werde da noch einige Kämpfe ausstehen müssen . (Zum Glück bin ich aus der Schusslinie, denn dass ICH ihr das eingeredet haben könnte, das glaubt noch nicht mal mein Ex-SV...)
    Wie soll man da reagieren..

    Ich fände es schade, aber das muss schon das Kind selbst entscheiden.
    Ich habe mich damals nicht firmen lassen, weil ich keinen Bock hatte. Da haben mich meine Eltern auch in Ruhe gelassen.

  3. #3
    Avatar von *daggie*
    *daggie* ist offline Veteran
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    Nun war das wohl am Wochenende beim Papa Thema und anscheinend ist das Verständnis dort gleich NULL.

    Argumente:

    - Du gehörst nicht zur Gemeinde, wenn Du Dich nicht konfirmieren lässt (Nr.2: will ich auch nicht, ich geh da eh nie hin)

    - Du findest neue Freunde im Konfirmandenunterricht (Nr.2: ich habe schon Freunde und finde im Sport und bei meinen anderen Hobbies auch welche)

    - ALLE lassen sich konfirmieren (Nr.2: aber ich nicht, weil ich nicht dahinterstehe und es unehrlich fände, es nur zu machen, weil ich Geschenke bekomme)

    - Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.


    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.


    ICH stehe ja zu 100% hinter dem Kind. Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was die Eltern in der Taufe für das Kind entschieden haben. Wenn das Kind das aber nicht bestätigen will, eben WEIL es mit Kirche nix am Hut hat - warum soll es dann zur Konfirmation gehen ? Christ kann sie ja trotzdem sein. Oder eben nicht, das ist doch IHRE Entscheidung!

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    Wie seht Ihr das? Hat sich eines Eurer Kinder auch gegen Konfirmation / Firmung entschieden bzw. wie hättet Ihr da reagiert? Oder umgekehrt: wollte sich ein Kind taufen und konfirmieren lassen, obwohl IHR eigentlich dagegen wart? Wie habt Ihr reagiert?


    Ich fürchte, wir werde da noch einige Kämpfe ausstehen müssen . (Zum Glück bin ich aus der Schusslinie, denn dass ICH ihr das eingeredet haben könnte, das glaubt noch nicht mal mein Ex-SV...)
    Meine Tochter hat sich auch gegen die Konfirmation entschieden,wir stehen als Eltern hinter dieser Entscheidung.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Keine Konfirmation

    Sohn durfte sich frei entscheiden und er hat sich bewußt für die Konfirmation entschieden.

    Zur Gemeinde gehören, war kein Argument- er wußte, dass wir auch dort nicht ewig wohnen bleiben werden.

    Freunde finden- war ihm egal und unwichtig.

    Alle ließen sich in seinem Umfeld eh nicht konfirmieren.

    Weder Großeltern noch sonst wer wären enttäuscht gewesen, hätte er sich dagegen entschieden. Es waren ehen viele überrascht, dass er diesen Schritt gegangen ist.


    Geschenke waren kein Argument- er hätte von uns eine entsprechende Summe in bar erhalten, wenn er sich nicht hätte konformieren lassen.
    Geändert von catweazle (30.07.2012 um 15:35 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Amalia
    Amalia ist offline heute hier - morgen dort
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Nr.1 hatte letztes Jahr Konfirmation, Nr.2 hat damals schon angedeutet, dass sie sich NICHT konfirmieren lassen will.

    Nun war das wohl am Wochenende beim Papa Thema und anscheinend ist das Verständnis dort gleich NULL.

    Argumente:

    - Du gehörst nicht zur Gemeinde, wenn Du Dich nicht konfirmieren lässt (Nr.2: will ich auch nicht, ich geh da eh nie hin)

    - Du findest neue Freunde im Konfirmandenunterricht (Nr.2: ich habe schon Freunde und finde im Sport und bei meinen anderen Hobbies auch welche)

    - ALLE lassen sich konfirmieren (Nr.2: aber ich nicht, weil ich nicht dahinterstehe und es unehrlich fände, es nur zu machen, weil ich Geschenke bekomme)

    - Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.


    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.


    ICH stehe ja zu 100% hinter dem Kind. Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was die Eltern in der Taufe für das Kind entschieden haben. Wenn das Kind das aber nicht bestätigen will, eben WEIL es mit Kirche nix am Hut hat - warum soll es dann zur Konfirmation gehen ? Christ kann sie ja trotzdem sein. Oder eben nicht, das ist doch IHRE Entscheidung!

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    Wie seht Ihr das? Hat sich eines Eurer Kinder auch gegen Konfirmation / Firmung entschieden bzw. wie hättet Ihr da reagiert? Oder umgekehrt: wollte sich ein Kind taufen und konfirmieren lassen, obwohl IHR eigentlich dagegen wart? Wie habt Ihr reagiert?


    Ich fürchte, wir werde da noch einige Kämpfe ausstehen müssen . (Zum Glück bin ich aus der Schusslinie, denn dass ICH ihr das eingeredet haben könnte, das glaubt noch nicht mal mein Ex-SV...)
    Ich bin jetzt nicht protestantisch, aber demnach müsste Deine Tochter ungefähr 12/13 Jahre alt sein, oder? So mit 2 Jahren Präparanden- und Konfirmandenzeit gerechnet.
    Ich finde es ehrlich gesagt noch ein wenig früh für ein Kind, sich da mit allen Konsequenzen gegen eine Religion zu entscheiden.
    Andererseits ziehe ich den Hut vor ihr, wenn sie wirklich ihren Standpunkt gegen alle anderen Verwandten verteidigt.
    Ich denke, ich würde sie nicht zwingen zur Konfirmation, aber doch versuchen, noch etwas Einfluss auf sie nehmen und genau herausfinden, warum sie das nicht möchte. Vielleicht ist es auch nur eine rebellische Phase, und sie möchte eben nur genau das nicht tun, was alle anderen machen.
    Humor - welch wunderbares Mittel, die Realität zu entschärfen, wenn sie unerträglich wird! (M.Levy)

  6. #6
    Avatar von BigMama
    BigMama ist offline Urgestein
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    >>- Der Papa und die Großeltern (Pfarrersfamilie...) wären SO enttäuscht.

    Puh, darauf konnte sie dann nicht mehr kontern.<<

    Konter: Die Konfirmation soll aber MEINE bewußte Entscheidung sein, die ICH FÜR MICH treffe, sonst reicht ja die Taufe."

    Meine Kinder sind bisher allesamt nicht gefirmt.

  7. #7
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    ich finde es toll, das deine Tochter so klar formuliert.

    Und diese klare Haltung ist 100mal besser, als das ewige wegen der Geschenke konfirmieren.


    Was sagt die Offenbarung dazu:

    Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.

    Off 3,16


    Die Schwiegerfamilie sollte es also christlicher sehen

  8. #8
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Amalia Beitrag anzeigen
    ... Ich finde es ehrlich gesagt noch ein wenig früh für ein Kind, sich da mit allen Konsequenzen gegen eine Religion zu entscheiden. ...
    Tut sie das? Nur, weil sie die Konfirmation für sich ablehnt?
    Нет худа без добра.

  9. #9
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Amalia Beitrag anzeigen
    Ich bin jetzt nicht protestantisch, aber demnach müsste Deine Tochter ungefähr 12/13 Jahre alt sein, oder? So mit 2 Jahren Präparanden- und Konfirmandenzeit gerechnet.
    Ich finde es ehrlich gesagt noch ein wenig früh für ein Kind, sich da mit allen Konsequenzen gegen eine Religion zu entscheiden.
    Andererseits ziehe ich den Hut vor ihr, wenn sie wirklich ihren Standpunkt gegen alle anderen Verwandten verteidigt.
    Ich denke, ich würde sie nicht zwingen zur Konfirmation, aber doch versuchen, noch etwas Einfluss auf sie nehmen und genau herausfinden, warum sie das nicht möchte. Vielleicht ist es auch nur eine rebellische Phase, und sie möchte eben nur genau das nicht tun, was alle anderen machen.
    Sie entscheidet sich nicht gegen die Religion, sie entscheidet nur gegen ein Ritual.

    Für mich hat der Glaube (den ich habe und zu dem ich stehe) nichts mit unserer Gemeinde oder überhaupt mit der Institution Kirche zu tun. Ich kann an Gott glauben und beten, ohne dass ich dafür einen Pfarrer brauche.

    Insofern sehe ich das nicht als Abkehr vom Glaube, sondern nur als ein Nicht-Bekenntnis zu dieser Gemeinde. Konfirmieren kann sie sich immer noch lassen, wenn sie das will. Und wenn nicht, dann wird keiner auf die Idee kommen, sie nicht in die Kirche zu lassen, weil sie nicht konfirmiert ist...


    Wobei ich mich noch erkundigen will (oder vielleicht weiß das einer?), welche "Folgen" das als Erwachsener hat, z.B. in Bezug auf kirchliche Hochzeit, Patenamt oder solche Dinge.
    Worauf willst Du warten?

  10. #10
    Avatar von antin
    antin ist offline Legende
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    Standard Re: Keine Konfirmation

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    ....

    Und wenn man die Konfirmation als eine Art Ritus fürs Erwachsenenleben nimmt, dann gibt es wohl kaum eine erwachsenere Entscheidung, als sich bewusst dagegen zu entscheiden, denn das ist viel schwieriger, als der Herde zu folgen und das zu tun, was "man" halt so macht.

    ....
    deshalb finde ich Deine Tochter wirklich stark

    ich erinnere mich mit noch immer mit Grausen an die 8. Klasse zurück, als die Mehrheit meiner Klassenkameraden wegen des Geldes/der Geschenke zur Konfirmation ging, aber keiner von ihnen mir erklären konnte, was das eigentlich ist :( (bin religionslos aufgewachsen und wusste es einfach nicht).
    Hand aufs Herz und Ellenbogen küssen
    (Ms. Holiday Golightly, auf Reisen)

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