1. #11
    tanja73 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von herregud Beitrag anzeigen
    am schlimmsten finde ich aber immer das Argument, dass das Kind vorzeitig eingeschult werden soll, weil es da ja so dringend hin will - ja nona, wenn da alle Großen sind
    Gut, DAS haben wir gemacht (also vorzeitig eingeschult) und mittlerweile traue ich mich auch zu sagen, dass das richtig so war, allerdings kam die Idee nicht vom Kind .

    Sie ist z.B. auch bis zum Schluss sehr, sehr gern in den Kindergarten gegangen.
    Tanja
    http://foto.arcor-online.net/palb/alben/47/792647/120_6165633137633961.jpg

  2. #12
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von tanja73 Beitrag anzeigen
    Gut, DAS haben wir gemacht (also vorzeitig eingeschult) und mittlerweile traue ich mich auch zu sagen, dass das richtig so war, allerdings kam die Idee nicht vom Kind .

    Sie ist z.B. auch bis zum Schluss sehr, sehr gern in den Kindergarten gegangen.
    ich find nicht das vorzeitige Einschulen an sich schlimm, sondern diese Begründung dazu

  3. #13
    tanja73 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von herregud Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht
    Ja, das habe ich schon verstanden :).
    Tanja
    http://foto.arcor-online.net/palb/alben/47/792647/120_6165633137633961.jpg

  4. #14
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Meine Tochter (Juli- und damit bei uns gerade noch Muss-Kind) ist letzten Herbst von 2 nach 3 gesprungen - und es ist eine volle Erfolgsgeschichte.

    Wir hatten - noch - keine Probleme, allerdings hatte die Lehrerin die Kleine von Anfang an gut im Auge, weil ihr aufgefallen ist, dass sie viel mehr kann als sie zeigt. Als ich die erste Hausaufgabenverweigerung gemeldet habe, hat die KL sofort reagiert und eine Schnupperstunde in der 3. vereinbart.
    Ergebnis: Das Kind kam laut Lehrern mit "strahlenden Augen und roten Bäckchen" zurück (Wir haben allerdings erst am zweiten Tag erfahren, dass sie schon schnuppert. Fand Töchterchen zuhause wohl nicht berichtenswert). Als die alte KL die Kleine dann eine Woche später nach ihrem ersten vollständigen Probetag traf, stand hinterher im HA-Heft: "Ich habe das Kind nicht wiedererkannt".

    Bei uns war es definitiv kein "Problem vom Hals schaffen", da die Kleine nicht nur keine Probleme gemacht hat, sondern eine Stütze der Klasse war, der Joker für schwierige Fragen und soziale Probleme.
    Es war auch keine "Kapitulation" der Schule. Es wird in allen Klassen auf 3 Stufen differenziert. Außerdem mußte die alte KL zwei Kinder ohne Deutschkenntnisse und 2 Kinder, die dem Stoff der 2.Klasse nicht folgen konnten, deren Eltern sie aber nicht in die 1. zurück gehen lassen wollten, integrieren. Laut KL gab es in der Klasse in keinem Fach ein Kind, das sich mit unserer auf gleicher Augenhöhe bewegt hat, hätte man entsprechend differenziert, hätte sie im Prinzip immer und überall etwas anderes machen müssen als die anderen. Das wäre nicht nur für die Lehrerin ein maßloser Aufwand gewesen, sondern auch für unsere Kleine frustrierend, da sie immer "dazu gehören will" (Sie hat z.B. das Lesen vollständig eingestellt, nachdem, ihr klar wurde, dass die anderen im Vorschulprogramm des Kindergartens nicht lesen lernen). Unsere KL hat unsere Kleine gut gekannt und genau gewußt, dass sie diese Außenseiterstellung nicht mitmachen und sich lieber anpassen würde, umgekehrt aber gehofft, dass sie entsprechend "anzieht", wenn man sie zu Kindern setzt, die weiter sind als sie.

    Bei uns war aber auch schon nach den ersten Schnupperstunden klar, dass es sozial in der 3.Klasse besser paßt als in der 2.. Unsere Kleine hat geschwärmt wie schön ruhig es dort ist, wie gut die anderen zuhören, wieviele Kinder dort sind mit gleichen Interessen (in die die 2.Klässler gerade erst hineinwuchsen). Und die 3.Klässler wollten schon nach 3 Schnupperstunden wissen, ob sie wieder kommt und haben am zweiten vollen Probetag den 2.Klässlern erklärt, dass sie unsere Tochter "behalten".

    Bei uns hat alles gestimmt - außer vielleicht, dass die Lehrerin uns irgendwann vorher mal hätte andeuten können, dass sie einen Sprung andenkt. Die Kleine ist glücklich und wächst Tag für Tag über sich hinaus, die Lehrer strahlen uns an und wir fragen uns regelmäßig, ob das wirklich unsere Tochter ist.

    Ach ja: Nach einem dreiviertel Jahr ist die Kleine in allen Fächern auf 2, in zwei Fächern auf 1, - aber dafür muss sie auch arbeiten. Und sie hat noch Lücken in Schreibschrift und Rechtschreibung. Von dem viel beschworenen "In kürzester Zeit wieder am Langweilen" sind wir noch weit entfernt. Wir haben durch den Sprung eine "normale" Viertklässlerin, - wenn auch ein Jahr jünger.

  5. #15
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von enkalu Beitrag anzeigen
    Meine Tochter (Juli- und damit bei uns gerade noch Muss-Kind) ist letzten Herbst von 2 nach 3 gesprungen - und es ist eine volle Erfolgsgeschichte.
    Wie schön, dass es so gut geklappt hat! Klingt wirklich wunderbar!

    Beim Lesen dachte ich nur, wie viele ErE-Eltern sich wohl beschwert hätten, weil die Lehrerin das Kind schnuppern ließ, ohne die Eltern vorher zu informieren.

  6. #16
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Beim Lesen dachte ich nur, wie viele ErE-Eltern sich wohl beschwert hätten, weil die Lehrerin das Kind schnuppern ließ, ohne die Eltern vorher zu informieren
    Ganz so war es nicht.
    Nach meiner Mitteilung, dass Töchterchen sich weigert die HA zu machen, schrieb die KL am gleichen Tag zurück, "ob wir etwas dagegen hätten, wenn sie mal mit den 3.Klass-Lehrern sprechen würde, ob sie 1 oder 2 Stunden dort in Mathe schnuppern darf." Ich habe dann zurück geschrieben, dass ich absolut nicht weiß, wie das gehen soll (kein 1x1, Zahlenraum bis 20 nicht bis 1000 etc.), ihr aber freie Hand gebe, weil sie die Lehrerin ist und wissen muss, was das bringen soll.
    Am gleichen Tag kam die Kleine mit 3.Klässler-Hausaufgaben und ich bin davon ausgegangen, dass die KL ausprobieren will, ob sie das kann. Das gleiche am nächsten Tag. Erst auf meine Nachfrage, ob sie weiß, warum ihre KL ihr jetzt solche Aufgaben gibt, schaute mich die Kleine groß an und meinte nur, "Ich bin doch schon gestern in Mathe bei Frau xy in der Klasse gewesen."
    In soweit war es schon irgendwie "abgesprochen".

    Ich gebe allerdings zu, dass ich dann auch etwas "überfahren" war, als am nächsten Tag im HA-Heft stand, dass die Kleine ab Montag ganz in der 3.Klasse schnuppert und wir "wenn nichts unerwartetes geschieht Ende der Woche viel zu besprechen haben". Bis dahin hatte ich nämlich noch nicht begriffen, worum es geht. Irgendwie dachte ich, sie wollen die frustige Zeit bis die Klasse den Zahlenraum bis 100 erforscht hat, überbrücken.
    (Klingt vielleicht naiv, aber Springerkinder waren für mich bis dahin immer andere Kinder, - aber nicht solche wie meine Tochter).

    Übrigens haben die beiden betroffenen Lehrerinnen uns später beim Elterngespräch mehrfach gesagt wie toll sie es fanden, dass wir ihnen "freie Hand" gegeben haben, dass sie einfach spontan auf die jeweilige Situation reagieren konnten und, dass sie sich sicher waren, dass wir ihre Kompetenz anerkennen, egal wie das "Experiment" ausgeht.
    Vielleicht einer der Gründe warum es bei uns so gut läuft.

  7. #17
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Andrea Beitrag anzeigen
    Die Lehrerin ist das "Problem" dann los.
    Also da würde ich nicht viel drauf geben.

    Egal wie, ohne Probeunterricht würde ich gar nichts machen.

    Unser Sohn bekam öfter von Seiten der Schulen das Angebot zu springen, hat es aber nie wahrgenommen. Der große Unterschied zu euch: Er litt nicht.

    Meine Erfahrung als Beobachterin:
    Wenn gesprungen wird, ist der Leidensdruck eh schon so groß, dass das Springen als befreiend empfunden wird.
    Es wird allerdings immer mehr darauf geachtet, die Schüler in ihrem Jahrgang zu fordern und zu fördern um die Nachteile des Springens zu umgehen.
    Springen ist meistens die letzte Karte, die gezogen wird.

    Bei G8 würde ich mir das auch genau überlegen.
    Oh, Probeunterricht, guter Ansatz. Gleich notiert.

  8. #18
    Avatar von keklik
    keklik ist offline frühvergreist + ramschig
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Ich habe es bereut. Mein Sohn (14) ist jetzt in der Oberstufe.

  9. #19
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Stolluba Beitrag anzeigen
    Warum wird überhaupt über einen Sprung nachgedacht? In welcher Form "leidet" Dein Kind unter der Situation? Gibt es Alternativen (Klassenwechsel, Einzelförderung)?

    Die Alternative ist, dass wir weiter machen wie bisher.

    Er war in den Ferien so ausgeglichen und fröhlich und kaum geht die Schule wieder los, wird's wieder schwierig. Heute musste ich ihn aus dem Hort holen, weil er "krank" war. Kaum zu Hause, war alles gut.

    Am Hort liegt's nicht, in den ersten Ferienwochen war dort alles super. Die Erzieherin im Hort war sehr besorgt, als ich ihr schilderte, dass Junior zu Hause sofort gesundete. Ist leider nicht das erste Mal.

    Rückblickend hatte er wohl Ärger mit einer Lehrerin, weil er gepennt hatte und hat sich das total zu Herzen genommen

    Der kognitive Vorsprung war schon vor den Ferien deutlich, aber jetzt ist er, ahäm, so auffällig, dass uns Außenstehende ansprechen.

    Nun ist Sohn extrem kooperativ, d. h. er rechnet tapfer die Matheaufgaben im Raum bis 20, obwohl's ihn anödet. Einerseits ja gut, dass er nicht blockiert, andererseits bricht's dann beim Abendessen plötzlich aus ihm raus: "Mama, das GANZE Buch ist voll mit solche Aufgaben. Das geht das GANZE Jahr so weiter." *verzweifeltenBlickzuwerf* Und dann gibt's - so zumindest seine Sicht - obendrein noch Ärger mit dem Lehrer, wenn man bei so langweiligem Kram mal nicht bei der Sache ist.

    Bisher konnten die Lehrer das alles ganz gut auffangen mit Sonderaufgaben hier, einem kleinen Referat dort. Allerdings wird auch das seine Grenzen haben, die anderen Kinder sind ja auch noch da.

    Wir werden jetzt weiter beobachten und abwarten. Aber ich will einfach drauf gefasst sein, falls die Lehrerin einen Sprung anspricht.

    Was das Soziale und das Alter angeht, ist mir inzwischen eingefallen: Seine Pausenkumpel sind eh schon in der 3. Klasse, Alter ist auch easy, weil er nur drei Wochen nach dem Kann-Kind-Stichtag geboren wurde.

    Danke an dieser Stelle an eure Beiträge. Hat mir sehr beim Sortieren heute geholfen :)

  10. #20
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Was will Dein Kind denn?
    Das habe ich ihn noch nicht gefragt und wenn es nach uns geht, würde er auch erst davon erfahren, wenn alles in Sack und Tüten wäre. Natürlich würden wir nicht komplett gegen seinen Willen handeln, aber in erster Linie sehe ich die Lehrer und uns als Entscheider.

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